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Wilde G9 Horden erobern das A-E-G

Mit einem sehr gelungenen Abischerz verabschieden sich die letzten G9- Abiturienten von ihren Mitschülern und Lehrern

Mit atemloser Stille verfolgten die Schülerinnen und Schüler in der Aula des Albrecht-Ernst-Gymnasiums zusammen mit ihrer Herrscherin, Regina Claudia I., das Eintreffen des verzweifelten Boten (Klaus Karrer), der von wilden Horden berichtete, die mit ihrem Anführer "Dschingis" Pausch vor den Toren der Schule stünden um diese zu erobern. 
Und es dauerte nicht lange, da drangen der wilde Geselle, der als letzter seines Standes den Hoheitstitel "Kollegstufenbetreuer" führen darf, und seine G9 Horden unter lautem Kriegsgeschrei in die Aula des A-E-G ein, um die Truppen, die sich um "Regina Claudia I." geschart hatten, zu einem Zweikampf herauszufordern.

Nachdem beide Anführer die Stärken ihrer tapferen Streiter gegenseitig verkündet hatten, gab es, getreu dem antiken Vorbild, an diesem Vormittag keinen Unterricht, sondern Brot und Spiele für die große Schülermasse. "Dschingis" Pausch hatte für die anstehenden Prüfungen die in neun Jahren harter Vorbereitung bestens ausgebildeten Kämpfer ausgewählt, die ihre Standhaftigkeit und Ausdauer auch schon während der Reise ins ferne Neapel bewiesen hatten. Herrscherin Claudia vertraute auf den Mut und das strategische Geschick ihrer erfahrenen Lehrerkohorte. 
Doch die Auseinandersetzung verlief nicht günstig für die das A-E-G verteidigenden Truppen. Sowohl beim Finden bestimmter Buchstabenkombinationen als auch beim sportlichen Ritt auf einem Plastikpferd über einen Hindernisparcours erwiesen sich die Streiter des G9 Lagers als schneller und trickreicher. Auch in der Kunst des Märchenspiels zeigten sie sich ihren langjährigen Ausbildern überlegen, obwohl diese als Rotkäppchen, böser Wolf, Rumpelstilzchen und Königstochter wahrlich ihr Bestes gaben um die Massen zu begeistern. Die sorgenvolle Miene der Herrscherin Claudia I. hellte sich aber wieder auf als zwei Vertreter ihrer Streitmacht sensible Geschmacksnerven bewiesen und die Zutaten sehr gewagter Essenskreationen meist richtig erschmeckten. Weniger sensibel gingen die beiden Gegner im folgenden Gladiatorenkampf miteinander um. Mit grimmiger, Entschlossenheit verkündender Miene und gestählten Muskeln musterten sich die beiden Kontrahenten, bevor sie den Gegner aus dem Ring zu drängen versuchten. Der Kampf wogte hin und her, die Anfeuerungsrufe des Publikums erfüllten die Halle bis die körperliche Unterlegenheit und der eigenwillige Kampfstil des G9-Gladiators eine weitere Niederlage für die Reihen des Schuloberhauptes besiegelten. Es stand also viel auf dem Spiel als die Kontrahenten der letzten Auseinandersetzung den Kampfplatz betraten. Regina Claudia I. versuchte das drohende Unheil mit dem Beistand der Götter abzuwenden und ließ ihr geistliches Oberhaupt zum alles entscheidenden Wettessen antreten. Fünf Mohrenköpfe galt es so schnell wie möglich zu verschlingen und der Hohepriester Sattlerius enttäuschte seine Herrscherin nicht. Mit seiner unschlagbaren Technik war er seinem Herausforderer haushoch überlegen und siegte deutlich. Doch die wilden Horden des G9 Jahrgangs sahen ihre letzte Chance, das A-E-G einzunehmen, schwinden und änderten das Ergebnis zu ihren Gunsten. "Dschingis" Pausch ließ seine Widersacherin unter dem Protest vieler hilfloser Zuschauer gefangen nehmen und im Triumphzug auf den oberen Pausehof bringen. Unter der Voraussetzung, dass sie die Schüler an diesem Tag von allen weiteren Unterrichtszwängen befreit, ließ der Anführer der Abituriententruppen Gnade walten und Regina Claudia I. wieder auf freien Fuß setzen.

Der Leser hat sicher längst bemerkt, dass es sich bei dem Geschilderten um eine ausgezeichnet vorbereitete und phantasievolle Inszenierung des letzten G9 Abiturjahrgangs handelt, mit der sich die Absolventen von ihren Mitschülern und Lehrern auf äußerst unterhaltsame und kreative Weise verabschiedeten und die Messlatte für den ersten G8-Jahrgang sehr hoch legten. Schüler und Lehrer bedankten sich für den tollen "Abischerz" mit viel Applaus und wünschten den Kollegiaten alles Gute für ihre Zukunft.

Bilder vom Abischerz...