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"Wie viele Brote habt ihr?"

Schülerinnen und Schüler der Unterstufe begannen die Passionszeit mit einer gemeinsamen Andacht

"Wie viele Brote habt ihr?", so lautet der Titel des diesjährigen MISEREOR-Hungertuches der Bolivianischen Künstlerin Ejti Stih, das im Mittelpunkt der diesjährigen Passionsandacht für die Unterstufe stand. "Es ist wichtig sich im Leben immer wieder Zeiten freizuhalten, um zur Ruhe zu kommen und über sich und das Verhältnis zu den Mitmenschen nachzudenken", meinte Pfarrer Paul Sattler zu Beginn der Andacht. Eine Möglichkeit dazu bieten die vier Abbildungen des Hungertuches die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe im Wechsel  ihren Mitschülern erläuterten. Aufmerksam nahmen diese die Gedanken und Fragen auf, die im Religionsunterricht zusammen mit Religionslehrerin Anita Hönle erarbeitet worden waren. "Sind wir bereit zu teilen, Mitleid mit anderen zu empfinden?". zu dieser Frage regte das erste Bild, das die Geschichte von der Brotvermehrung aus dem Neuen Testament aufgreift, an. Auf dem zweiten Bild feiert Jesus das letzte Abendmahl, aber nicht mi seinen Jüngern, sondern er sitzt mit Ausgegrenzten, Kranken, Behinderten, Armen, mit Müttern und ihren Kindern am Tisch. "Kümmern wir uns um unsere Mitmenschen? Was tun wir für andere nur aus Nächstenliebe und nicht, weil wir uns einen Vorteil davon versprechen?", waren Fragen, die die Schülerinnen dazu stellten. Die Reichen und Mächtigen dieser Welt feiern und schlemmen auf dem dritten Bild, während sich unzählige Hände derer, denen oft das Nötigste zum Leben fehlt, flehend in die Höhe strecken. Auch dazu hatten sich Schülerinnen Fragen überlegt, die zum Nachdenken anregen sollten: "Macht Reichtum wirklich glücklich? Sind wir dankbar für das, was wir haben und sehen wir noch die Not anderer?"

Das letzte Bild enthält eine hoffnungsvolle Vision: Der Tisch wieder zu einem Tisch für alle geworden, niemand muss mehr um Essen betteln. "So wollte es Jesus. Teilen macht satt. Teilen wir mit anderen oder denken wir meist nur an uns?", lauteten dazu die Gedanken einer Gruppe.

" Es ist wichtig, sein Leben bewusst und nicht gedankenlos zu leben", fasste Pfarrer Sattler das Gehörte und Gesehene zusammen. "Dazu gehört auch, dass wir dankbar dafür sind, dass es uns so gut geht und diese Dankbarkeit auch leben." Als Beispiel nannte er den sorgsamen Umgang mit unserem Essen. Während viele Menschen unter Hunger leiden, werfen wir Essen oft achtlos weg, 
Das Thema und die Gedanken der Andacht griff auch das Lied auf, das zum Abschluss gemeinsam gesungen wurde: Ludwig Burger, der mit seinem Bruder Michael (Akkordeon) die Andacht musikalisch umrahmte, spielte dazu die Begleitung auf unserer schuleigenen Steinmeyer-Orgel:

Wenn das Brot, das wir teilen
Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt,
in der Liebe, die alles umfängt

Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt,
und die Not, die wir lindern, zur Freude wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt,
in der Liebe, die alles umfängt.

Wenn der Trost, den wir geben, uns weiter trägt,
und der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt,
in der Liebe, die alles umfängt.


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