Sie sind hier: Startseite / News / Wenn nichts mehr geht: Strazze !

Wenn nichts mehr geht: Strazze !

Klasse 9b besucht die Sparkasse Donauwörth- Geschäftsstelle Oettingen

Diese Information war ein unvorhergesehener Teil des Gesamtvorhabens Bankbetriebserkundung der Klasse 9b des Albrecht-Ernst-Gymnasiums bei der Sparkasse Donauwörth - Niederlassung Oettingen - dazu unten mehr!

Im Rahmen des Unterrichts zum Thema "Entscheidungen der Haushalte im Umgang mit Geld" wurden im Vorfeld zuerst einmal die wichtigsten Inhalte vermittelt, so zum Beispiel die grundlegenden Geldfunktionen, das Problem von Geldfälschungen, Kriterien einer Geldanlage usw.

Den letzten Feinschliff aber verlieh erst die Bankerkundung, zu der uns Frau Birgit Haase und Herr Tim Beck im Schulungsraum der Sparkasse freundlich begrüßten. Die Klassen hatten sich mit speziellen Fragen vorbereitet. Beide Betreuer stellten zunächst einmal die Sparkassen-Organisation vor, nicht nur in Bilanzzahlen, sondern die Bank auch als regionalen Partner der gewerblichen Wirtschaft und auch als Arbeitgeber. Die wichtigsten Stationen in der Reihenfolge:

Der Tresorraum dient heute wohl mehr den persönlichen Einlagen der Kunden als der Bargeldaufbewahrung. Schließfächer gibt es in verschiedenen Größen. Sie dienen z.B. der Sicherung wichtiger Dokumente (Abiturzeugnis! - Versicherungsunterlagen! - KFZ-Zulassungspapiere! usw.) oder der zwischenzeitlichen Aufbewahrung von Wertgegenständen. Unsere Schüler waren hier mit ihren Fragen zur Sicherheit und zu möglichen Gefährdungen kaum zu bremsen! Schnell wurde aber klar: Sicherheit als klassische Dienstleistung bei der Bank vor Ort ist viel wirtschaftlicher und sicherer als der Wandtresor im eigenen Heim!

Als weitere wichtige Begegnung mit der Praxis bleibt uns Erinnerung, dass EC (Electronic Cash) das Bargeld zunehmend ablöst und eine große Bevorratung von Bargeld in Tresoren gar nicht mehr notwendig ist.

Der SB-Bereich wird immer größer - die Automaten übernehmen viele Tätigkeiten, die früher Menschen oblagen: Überweisungen ausführen, Bargeld annehmen, Auszüge drucken usw.. Der Kunde kann also rund um die Uhr an 365 Tagen diesen Service in Anspruch nehmen. Selbst Senioren kommen mit der Kundenkarte gut klar, wenn sie Geld oder Kontoauszüge holen wollen. "Kwitt" und "paydirekt" sind neue Produkte, die das online-Bezahlen auch auf dem Smartphone möglich machen.

Wie aber entwickelt sich der Zahlungsverkehr, wenn, der ganze SB-Bereich durch einen Stromausfall lahmgelegt wird?

Kein Problem, so Frau Birgit Haase, dann kommt die Strazze zum Zug! Die Strazze könnte man als "vorläufiges Geschäftsbuch" ansehen, in das besonders bevollmächtigte Bankmitarbeiter die Auszahlungswünsche ihrer Kunden von Hand eintragen und später (ebenso wie die Einzahlungen der Geschäftskunden) dann in die EDV eingeben und somit die Datenbestände wieder auffüllen. Wir haben also gelernt, dass möglicherweise absichtlich herbeigeführte Stromausfälle (Terrorakte) nicht zwangsläufig zu kurzfristigen Geldengpässen führen müssen!

Die Beratung in Sachen Darlehen und Geldanlage ist ein Kerngeschäft der Bank (aus dem Unterricht bekannt). Wichtig dabei ist, dass diese Beratung in einem gesonderten Beratungs-zimmer stattfinden kann, denn viele Details solcher Kundengespräche (z.B. bei Krankheitsfällen) müssen diskret behandelt werden, um ein Vertrauen aufzubauen, das langfristig eine wichtige Geschäftsgrundlage zwischen Bank und Kunde darstellt. Online-Banken können da natürlich nicht mithalten....

Zum Abschluss im Schulungsraum:

Hier konnten sich die Schulklassen zuerst einmal bei einem kleinen Imbiss entspannen und die noch verbliebenen Fragen stellen. Mit einem ordentlichen Applaus bedankten sich Schüler und Lehrkraft für die interessanten Informationen und die freundliche Bewirtung bei den Sparkassenmitarbeitern

Frau Birgit Haase und Herrn Tim Beck.

(Fachschaft Wirtschaft/Recht am Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen)