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Weltenbummler für eine Woche

„Unsere Welt“ war Thema der Projektwoche in der 6. Jahrgangsstufe

 

In der Woche nach Fasching trafen sich die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe, um unsere Welt näher kennenzulernen. Nachdem die Schüler sich verschiedene Themen aussuchten, konnten sie fünf Tage lang intensiv in ihren Gruppen arbeiten. All ihre Erkenntnisse durften sie dann in einer Präsentation zusammenstellen und diese am Montag nach der Projektwoche ihren Eltern und Großeltern vorstellen.

So hatte das Publikum die Möglichkeit, die zahlreichen Facetten unserer Welt zu erleben. Drei Gruppen nahmen die Besucher mit auf eine Reise in die Welt der Antike. Die eine Gruppe beschäftigte sich mit den Spielen der Römer. Sie schrieben Anleitungen, bastelten Spielfelder und verglichen die Spiele von heute und damals. Dass diese Spiele sogar bis ins Ries gekommen sind, hängt damit zusammen, dass die Römer eine lange Zeit lang die Herrscher der Welt waren. Wie lange sie wirklich geherrscht haben, über welche Größe sich das „Imperium Romanum“ erstreckte und welche Rolle das Militär spielte, erklärte die zweite Gruppe „ Die Römer als die Herren der Welt“. Ebenfalls zeigte sich auch in den antiken Bauwerken, dass das Römische Reich eine herausragende Rolle einnahm. Wie genau das Kolosseum aufgebaut war, zeigte beispielsweise ein Teil der Gruppe „Die Welt der antiken Architektur“. Damit diese Gebäude nicht einstürzten, mussten Mathematiker die Statik berechnen und neue Baustoffe wie bestimmte Mörtelarten mussten entwickelt werden.  Diese Errungenschaften, die damals im Bereich der Wissenschaft erlangt wurden, haben Bedeutung bis heute. So ebenfalls im weiten Feld der Mathematik. Der Welt der Zahlen widmete sich die Gruppe „Zahlen, überall nur Zahlen …“. Wussten Sie, dass man bei Sonnenblumen eine mathematische Regelmäßigkeit erkennen kann? Eine weitere Gruppe nutze die Welt der Zahlen, um sich mit „Knobeleien, Problemen und Täuschungen“ auseinanderzusetzen. Ein nicht-enden-wollendes Dreieck, Bänder ohne Anfang und Ende, ihr Auge spielt verrückt. Ganz klar, sie haben einige Rätsel entdeckt, die sie mit Logik, Hirn und Mathe lösen und verstehen können. Ihr mathematisches Wissen aus den fünften Klassen konnten die Schüler aber ebenso bei der Gruppe „Die Welt der Berge“ wiederholen, denn sie mussten Entfernungen messen und umrechnen, um den Bergen der Alpen näher zu kommen. Das Publikum wurde auf Wanderungen in die Bergwelt mitgenommen, um die Flora und Fauna dieser Region kennenzulernen.  Die Schüler skizzierten die historische Entwicklung des Alpinismus, gaben aber auch Ausblicke, wie sich die Bergwelt in der Zukunft verändern wird. Mit der Zukunft beschäftigte sich noch intensiver die Gruppe „ Die Welt im Jahr 2050“. Unterricht nur von zu Hause aus? Im Jahr 2050 kein Problem. Nicht nur zu diesem Thema, sondern auch zu den Bereichen Medizin, Wohnen und Ernährung wurden ausgiebig Visionen generiert. Wie der Umgang mit der Religion in Zukunft sein wird, wird man sehen. Wie die Situation aktuell ist, beleuchtete die Gruppe „Religion und die Konflikte dieser Welt“. Warum gibt es so viele Konflikte und wer sind die Leittragenden dieser Konflikte? Um dies herauszufinden, besuchte die Gruppe unter anderem das Asylbewerberheim, wo sie sehr intensive Gespräche führen konnten und erschütternde Informationen erhalten haben. Viele Flüchtlinge mussten über das Meer reisen und ihr Leben riskieren, um das sichere Europa zu erreichen. Bereits früher in der Geschichte zogen Menschen los, um neue Länder zu erkunden. Diese taten dies aus eigenem Antrieb, und nicht aus Not. Diese Menschen waren Entdecker und mit ihren Reisen beschäftigte sich die Gruppe „Entdeckungsreisen“. Damit es überhaupt zu diesen weiten Reisen kommen konnte, mussten die Menschen Dinge entwickeln, die ihnen die Navigation ermöglichten. Zu diesen Errungenschaften gehörte beispielsweise der Sextant. Mit dieser und vielen weiteren Neuentwicklungen beschäftigte sich die Gruppe „Erfindungen, die die Welt verändern (könnten)“. Mit diesem neuen Wissen konnten große Entdeckungsreisen vollzogen werden, die die Menschen in ganz entlegene Winkel dieser Erde brachten. Dort erkundeten sie fremde Kulturräume und verbreiteten ihre Muttersprache. So kam es, dass sich die englische Sprache weit über den Globus ausbreitete. „Weltsprache Englisch“ hieß die Gruppe, die dieses Thema untersuchte. Auf diesen Reisen konnten die Entdecker, wie Humboldt,  neue Naturräume erkunden und fremde Tiere und Pflanzen entdecken. Diese schickten ihr neues Wissen zurück in ihre Heimat. Dass es aber in der Heimat auch sehr schöne Naturräume mit einem reichen Schatz an Pflanzen und Tieren gibt, bewies die Gruppe „Tierwelt im Donau-Ries“. Neben den blau gefärbten Moorfröschen, die in der Mertinger Höll, ihre Heimat gefunden haben, lernten die Schüler darüber hinaus die heimischen Vogelarten, die allmorgendlich ihr buntes Konzert erklingen lassen, kennen.  Ein buntes Konzert, das die Zuhörer am Ende nochmals mit auf eine Weltreise über alle Kontinente nahm, inszenierte die Gruppe „Singen und performen in einem Pop-Chor“. Eine Woche schrieben die Schüler Songtexte, bastelten an Rhythmen und Choreographien, um am Ende einen sensationellen Song zu präsentieren, der das Publikum am Ende beschwingt nach Hause fahren ließ. So endete eine arbeitsreiche und lehrreiche Woche für unsere Schüler der sechsten Jahrgangsstufe.

Johannes Vogel

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