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"Welcome to our project presentation"

Aus Freude am Lernen - Schülerinnen und Schüler der Klassen 6b und 6e präsentieren ihre Projektergebnisse bei einem Elternabend

"Welcome to our project presentation - Willkommen zu unserer Projektpräsentation!" Mit diesen Worten begrüßten Laura Recht und Raphael Wolf ihre Eltern, Großeltern und Freunde zu einem Elternabend, wie es ihn in dieser Form am A-E-G noch nicht gegeben hat. Die Schüler der Klassen 6b und 6e haben in den letzten Schulwochen, größtenteils außerhalb des Unterrichts, in kleinen Gruppen zu verschiedenen Themen rund um das Rahmenthema "England / englischsprachige Welt"  recherchiert, Unterthemen innerhalb der Gruppe verteilt, Plakate gestaltet und eine Präsentation auf Englisch vorbereitet. Sie investierten viel Zeit und Energie, waren höchst engagiert, und das in den letzen Zügen des Schuljahres, in denen viele Schüler bildlich gesprochen nur noch im "Stand-By-Modus" funktionieren. Was außerdem beeindruckend war und gut zu der Idee von Schule passt, die uns am A-E-G wichtig ist: die Schüler machten dies nicht etwa, weil sie dafür benotet wurden, es gab nämlich keine Noten, sondern aus Interesse und Freude am Englischen.

Der Unterschied zu "normalen" Präsentationen von Projektarbeit lag darin, dass die Ergebnisse nicht im geschützten Raum der eigenen Klasse präsentiert wurden, sondern in einem "öffentlichen" Raum, vor Eltern und Freunden.

Wie in einer Ausstellung bzw. einer Vernissage konnten die Besucher durch die Aula gehen und an verschiedenen Stellwänden verweilen. Dort hatten sich die Schüler mit ihren Spezialthemen positioniert und präsentierten dann auf Englisch Wissenswertes zu London, der Königsfamilie, zu Schottland, zu den Beatles, zu englischen Sportlern oder Künstlern, zur Premier League, zu typisch englischem Essen, zum London Dungeon und Jack the Ripper. Durch diese Art der Präsentation konnten die Schüler 6 bis 10 mal ihre kurzen Referate halten, jeweils vor einer Gruppe von 3-8 Zuhörern. Es war eine Freude zu beobachten, wie gut die Präsentationen waren, um wie viel besser sie mit jedem Durchgang teilweise wurden.

Eine Gruppe von Schülern kochte den ganzen Nachmittag typisch englisches Essen, das die Eltern und Freunde gegen eine kleine Spende versuchen konnten, Elias Renner und Jacob Hertle führten einen selbstgemachten, professionellen Trailer zu Jack the Ripper vor, Helena Ott und Lea Schein versetzten die Eltern mit dem Lied "Candle in the Wind" von Elton John zurück ins Jahr 1997 - dem Todesjahr von Lady Diana. Die Eltern erfuhren unter anderem, warum die Engländer nicht begeistert davon sind, dass evtl. Prince Charles ihr neuer König wird, was "Haggis" ist, wie die Kinder von David Beckham heißen, wer die meisten Tore in der englischen 1. Liga geschossen hat, wie sich eine Prinzessin benehmen muss, dass der Bürgermeister von London mit dem Rad schneller ins Büro kommt als mit dem Auto, welchen Spitznamen der Boxer David Haye hat,      wie viele Autos jeden Tag über die Tower Bridge fahren, warum es für die Engländer wichtig ist, dass  Raben im Tower, dem Aufbewahrungsort der englischen Kronjuwelen,  nisten.

Benedikt Maier hatte die Lacher auf seiner Seite, als er am Ende noch einmal alle Eltern ins Plenum bat und einen "big applause" für seine Mitschüler, einen "small applause" für Herrn Heinz, den betreuenden Lehrer einforderte. Zur Abrundung des Abends sangen alle Anwesenden "Happy Birthday" für das Geburtstagskind Anna Schürer aus der 6b, und last but not least heizte Jürgen Sellnow, Lateinlehrer der beiden Klassen und Vollblutmusiker, dem Publikum am Piano mit allen Schülern der 6b und der 6e als Chor mit einer Interpretation des Beatles-Klassikers "Hey Jude" ein. Begeisterte Zuhörer skandierten "We want more, we want more" - so dass auch noch "Let it be" vorgetragen wurde.

Zurück zum Anfang der Veranstaltung: Herr Heinz überließ bewusst den Schülern den Vortritt, denn schließlich standen sie im Mittelpunkt des Abends. Er ergriff aber die Gelegenheit, um kurz zu skizzieren, warum er solch eine Veranstaltung für wichtig und perfekt zum Konzept am A-E-G passend hält. Er berichtete kurz von einem Besuch an der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, einer aus seiner Sicht "besten Schulen Deutschlands", an der fächerübergreifende Projektarbeit, die sich an einem Rahmenthema orientiert, Standard im normalen Unterrichtsbetrieb ist. Das Besondere dort ist, dass Präsentationen von Arbeitsergebnissen bewusst in einem öffentlichem Rahmen stattfinden, dass regelmäßig Eltern dazu eingeladen werden.

Herr Heinz bedankte sich bei den Schülern für ihr großes Engagement, dafür, dass sie ohne mit etwa Noten "belohnt" zu werden so viel Zeit investiert und Ernsthaftigkeit und Selbständigkeit bewiesen haben; bei den Eltern, dass sie durch ihr Kommen Interesse und Wertschätzung für ihre Kinder und das, was sie Tolles leisten können, zeigten, und bei Frau Langer und Herrn Schmalisch, dass sie durch ihr Kommen ihr Interesse an den Präsentationen der Schüler dokumentierten. Sie freuten sich besonders über ein weiteres sehr gelungenes Beispiel für die hervorragenden Leistungen, die Schülerinnen und Schüler erzielen, wenn sie eigenverantwortlich, schülerzentriert, interessegeleitet und gehirngerecht lernen dürfen, und sahen die zentralen Elemente des A-E-G Schulkonzeptes dadurch voll bestätigt.

Laura und Raphael begannen mit "We have learned English now for one year only, but we can do a lot - and we are going to show this to you!". So war es dann auch: alle Anwesenden zeigten sich beeindruckt von der Qualität der Inhalte, noch mehr von der  sprachlichen Qualität der Beiträge, vor allem aber von der Professionalität und Ernsthaftigkeit, mit der 12-jährige Schüler zu Werke gehen, wenn man sie lässt.

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