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Von Sotschi bis Rio de Janeiro

Mit den sportlichen Höhepunkten im Jahr 2014 beschäftigten die 7. Klassen in ihrer Projektwoche

 

Auch Projektunterricht ist Unterricht! Nur wird den Schülern nicht, wie im ‚normalen’ Unterricht, ein bestimmter Lernstoff vorgegeben, sondern sie dürfen sich selbst entscheiden, mit welchem Thema sie sich eine Woche lang vertieft auseinandersetzen wollen. Ziel eines solchen Unterrichts ist es, die Eigeninitiative der Schüler zu stärken und sie mit dem richtigen Vorgehen bei der Recherchearbeit bzw. mit Präsentationstechniken vertraut zu machen. Schon im Vorfeld wurden daher in den Klassen Themenvorschläge gesammelt, aus denen dann die in der Jahrgangsstufe unterrichtenden Kollegen ein Rahmenthema herausgefiltert haben, das möglichst alle Schülerwünsche abdeckte: DAS SPORTJAHR 2014.

Ausgehend von diesem Oberthema bildeten die Schüler kleinere Arbeitsteams, die sich jeweils für ihre Weiterarbeit ein klar umrissenes Unterthema vornahmen. Nach der Themenwahl begann die eigentlich Projektarbeit: Vier Tage lang hatten die Schülerteams die Möglichkeit, über den ganzen Vormittag hinweg zu den von ihnen gewählten Unterthemen frei zu recherchieren. Sie formulierten Arbeitsziele, planten die Arbeitsschritte, zogen Zwischenbilanz, organisierten Materialien, sammelten Informationen und entwickelten so über die Tage allmählich ihre Präsentationen. Die in der Jahrgansstufe unterrichtenden Lehrer standen den Schülern beratend zur Seite, gaben Tipps und Hinweise und leisteten Hilfestellung bei der Recherchearbeit.

Insgesamt kristallisierten sich zu dem Oberthema ‚SPORTJAHR  2014’ folgende Unterthemen heraus:

  • .Eine sehr große Schülergruppe wollte sich mit dem Gastgeberland der Fußballweltmeisterschaft beschäftigen. So erarbeitete eine Untergruppe beispielsweise eine auf Englisch gehaltene Präsentation, in der Land, Natur, Kultur und Leute des Gastgeberlandes Brasilien vorgestellt wurden. Weitere Untergruppen beschäftigten sich mit den Sehenswürdigkeiten des Landes, mit der berühmten Copacabana und dem Zuckerhut von Rio de Janeiro, aber auch mit den sozialen und gesellschaftlichen Problemen des Landes. Das Leben in den Favelas wurde ebenso thematisiert, wie die Massenproteste gegen die Abhaltung der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Selbstverständlich wurde auch der berühmte Carneval der Sechs-Millionen-Metropole Rio de Janeiro entsprechend gewürdigt.
  • Weitere Schülergruppen beschäftigten sich mit der Winterolympiade in Sotschi. Dabei wurde das Sportereignis durchaus auch kritisch beleuchtet, beispielsweise die immensen Kosten oder die Zerstörung von Natur und Umwelt. Rekorde in den einzelnen Disziplinen wurden unter die Lupe genommen, es entstanden selbst entworfene Zeitungsberichte, eine Online-Zeitung zum Thema ‚Olympia’ und fiktive Radio- und Fernsehbeiträge, in denen Schüler als Sportexperten auftraten, um die aktuellen Ereignisse zu kommentieren und zu diskutieren. Eine weitere Schülergruppe erstellte sogar eigenständig Modelle zu den einzelnen Olympiastadien und Sportanlagen in Sotschi.
  • Großen Zulauf fand auch ein von dem ehemaligen A-E-G-Schüler Carsten Haas geleitetes Pop-Workshop, das sich zum Ziel setzte, einen eigenen ‚Song’ zum Sportjahr 2014 zu komponieren. Selbstentdeckend konnten hier Schüler ihrer eigenen Kreativität nachspüren.

Die Schüler gingen bei ihrer Arbeit mit viel Eigeninitiative und großem Engagement vor. Am Freitag wurden dann die Ergebnisse vor den Mitschülern der 7. Klassen und ihren Lehrern präsentiert. Nach einem von Herrn Wenzel und Herrn Wagner in Zusammenarbeit mit allen Kollegen entworfenen Raum- und Zeitplan fanden vier Schulstunden lang Präsentationen in den vier Räumen der Lernlandschaft der 7. Klassen statt.

Damit war die Projektwoche jedoch noch nicht beendet. Den eigentlichen Abschluss und Höhepunkt bildete in der folgenden Woche der Präsentationsabend am 27.2.2014, an dem die Kinder vor Eltern, Familie und Freunden ihre Arbeiten vorstellen durften.  Nach der Begrüßung durch Frau Langer hießen auch Katharina Hübler und Lisa Gerstmeyer im Namen aller Schüler der 7. Jahrgangsstufe die Eltern herzlich willkommen. Redegewandt und ansprechend stellten die beiden Schülerinnnen die Vielfalt der Präsentationsthemen vor, um anschließend den genauen Ablauf des Abends zu erklären. In sechs Räumen der Lernlandschaft wurde daraufhin parallel präsentiert. Mit großem Geschick gingen die Schüler dabei mit der Technik um, schlossen I-Pads und Computer an die Beamer an, um ihre Präsentationen vorstellen zu können, hatten Hörbeispiele und Reportagen vorbereitet und stellten auf Stellwänden das von ihnen erarbeitete Infomaterial aus. Wer vom Zuhören hungrig oder durstig wurde, konnte sich auch an diesem Abend, wie an vielen anderen Veranstaltungen am A-E-G auch, am Verkaufsstand der SMV mit Getränken bzw. mit den von Schülern und Eltern mitgebrachten Kuchen und Schnittchen wieder stärken. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Eltern und Schüler, die Kuchen mitgebracht haben und so für die kulinarische Versorgung an diesem Abend gesorgt haben.  Natürlich geht der Dank auch an die SMV und die beiden Verbindungslehrer, Frau Lutter und Herrn Wagner.- Den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildete der ‚Auftritt’ der Schülerinnen und Schüler aus dem Pop-Workshop, die in der Aula ihre musikalischen Ergebnisse vorstellten und sogar ein selbst erstelltes Musikvideo zu ihrem Song präsentieren konnten.

Die Idee, Schülern die Gelegenheit zu geben, sich über einen längeren Zeitraum selbst mit einer Thematik zu beschäftigen, hat sich ausgezahlt. Insgesamt war die Fülle an Ideen und guten Beiträgen, die Fähigkeit vieler Schüler, sich selbst zu organisieren sowie vor allem die Freude am „Lernen“ und Präsentieren sehr beeindruckend!

Roland Wenzel

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