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Vandalismus am Geldautomaten...

Die Klassen 9b und 9d besuchen die Sparkasse

Diese Information war ein unvorhergesehener Teil des Gesamtvorhabens Bankbetriebserkundung der Klassen 9b und 9d des Albrecht-Ernst-Gymnasiums bei der Sparkasse Donauwörth - Niederlassung Oettingen.

Im Rahmen des Unterrichts zum Thema "Entscheidungen der Haushalte im Umgang mit Geld" wurden im Vorfeld die wichtigsten Inhalte vermittelt, so zum Beispiel die grundlegenden Geldfunktionen, das Problem von Geldfälschungen, Kriterien einer Geldanlage usw.

Den letzten Feinschliff aber verlieh erst die Bankerkundung, zu der uns Frau Kathrin Ullrich und Herr Manuel Förch freundlich begrüßten. Die Klassen hatten sich mit speziellen Fragen vorbereitet, deren Ergebnisse im Unterricht später zusammen getragen wurden.

Für uns neu und interessant: Die Geldproduktion ist doch teurer als gedacht: So kostet z.B.die Produktion einer 2 €-Münze  0,13 €,  die eines Geldscheins ca. 0,16 €. Vermutlich verlangen die ständig wachsenden Anforderungen an die Fälschungssicherheit erhöhte Aufwendungen.

Die Beratung in Sachen Darlehen und Geldanlage ist ein Kerngeschäft der Bank (aus dem Unterricht bekannt). Wichtig dabei ist, dass diese Beratung in einem gesonderten Zimmer stattfinden kann, denn viele Details solcher Beratungsgespräche müssen diskret behandelt werden, um ein Vertrauen aufzubauen, das langfristig eine wichtige Geschäftsgrundlage zwischen Bank und Kunde darstellt (Praxisbezug des Unterrichts).

Der SB-Bereich wird immer größer - Auszahlungen an der Kasse wird es immer weniger geben.

Die Automaten übernehmen viele Tätigkeiten, die früher Menschen oblagen: Überweisungen ausführen, Bargeld annehmen, Auszüge drucken usw.

Die Bank verlegt also immer mehr den Schwerpunkt auf die Beratung - die Ausbildung wird entsprechend aufwändiger. Und hier im SB-Bereich  zeigten sich auch die Folgen des eingangs erwähnten Vandalismus: In den Vortagen unserer Bankerkundung hatten in dem auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglichen SB-Bereich "Kunden der besonderen Art" einen Geldausgabeautomaten beschädigt, waren dabei aber von den Überwachungsanlagen "festgehalten" worden. Der Schaden fiel sofort bei der täglichen Routinekontrolle auf. Die polizeiliche Ermittlung war schnell erledigt - die "Spezialkunden" dürfen sich jetzt auf saftige Schadensersatzansprüche und möglicherweise einen Prozess vorbereiten.....

Zum Abschluss im Schulungsraum:

Hier konnte sich die Schulklasse zuerst einmal bei einem kleinen Imbiss entspannen, bevor Frau Ullrich mit 2 Schülerinnen zwei verschiedene Geldanlagen diskutierte. Leider stellte sich dabei heraus, dass es derzeit kaum möglich ist, rentable Geldanlagen zu finden, die den Kaufkraftschwund der Währung ausgleichen können.

Sicherlich ist es aber vernünftig, mit der eigenen Bank einmal über eine Alternative zum Sparbuch zu sprechen - so können auch junge Menschen lernen, sinnvolle Entscheidungen über ihr Geld zu treffen. Und das genau war das Rahmenthema des vorangegangenen Unterrichts...

Hr. Gerhard Abtmayr berichtete noch abschließend über Verhaltensmaßnahmen im Falle eines Banküberfalls (in Oettingen noch nie vorgekommen). Die Mitarbeiter werden regelmäßig geschult, um in solchen Stresssituationen keinen Fehler zu machen, der möglicherweise die Täter zu unkontrollierbaren Reaktionen verleiten könnte. Oberster Vorrang habe die Vermeidung jeglicher Verletzung von Menschen - Geld könne immer ersetzt werden.....

Die Fachschaft Wirtschaft/Recht bedankt sich ganz herzlich bei den beiden Referenten und Herrn Abtmayr für die freundliche Aufnahme und plant schon die nächste Betriebserkundung im nächsten Schuljahr.

H. Neuhaus

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