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Sport im Schnee, Spaß in der Hütte und Diskussion mit Sepp und Schorsch!

Neben Talabfahrten und musikalischem Abend machten sich die Schüler der Klassen 7a und 7d im Skilager auch Gedanken über die Auswirkungen des Wintersports auf Mensch und Natur

Blauer Himmel, Sonnenschein, Frühling liegt in der Luft  – „Cool, und wir fahren jetzt noch Ski!“, freuten sich zwei Schülerinnen am Montagmorgen, als der Bus mit 51 Schülerinnen und Schüler mit fünf Begleitlehrern nach St.Valentin am Reschenpass aufbrach. Kaum hatte der Bus das Ortsschild verlassen, wurden auch schon die Frühstücksbrote ausgepackt und die Fahrt konnte beginnen.

Gegen zwölf Uhr waren dann die Skigruppen eingeteilt, die Brotzeit ging zu Neige und die Landschaft wurde immer winterlicher – wir näherten uns also dem Skigebiet am Reschenpass. Nachdem die Schüler ihre Zimmer bezogen und sich mit Helm und Ski bereit für die Piste gemacht hatten, ging es mit der Gondel hoch zur Haider Alm auf über 2000 Meter Höhe. Dort fanden wir gut präparierte und vor allem menschenleere Pisten vor und nicht zu vergessen: Strahlenden Sonnenschein - perfekte Bedingungen! Die Stimmung wurde immer noch besser und nach zwei Stunden trafen sich im Hotel Stocker glückliche Profiskifahrer, die schon am ersten Tag die „roten“ Pisten meisterten und überglückliche Skifahrerinnen und Skifahrer, die bereits die ersten Kurven sturzfrei fahren konnten, um sich von ihren Erlebnissen zu berichten. Nach diesem langen ersten Tag wurden wir mit feinem Essen verköstigt, bevor sich die Kinder anschließend damit vertraut machten, wie man sich regelgerecht auf Pisten verhält und wie man bei einem möglichen Unfall bestmöglich reagiert. Danach wurden wir mit Josefs Erzählungen belohnt, mit denen er sehr interessante Einblicke in seine Welt als Bergführer gewährte. Spannende Geschichten und beeindruckende Bilder brachten alle zum Staunen. Am nächsten Morgen stärkten wir uns mit Tee, Nutella-Broten und Obst, um mit viel Energie den Vormittag auf Skiern anzugehen. Durch verschiedene  Übungen, die Herr Knecht und Herr Pösl gekonnt vormachten, erlangten die Profis und die Geübten noch mehr Sicherheit auf ihren Ski und kamen dadurch immer besser in Fahrt. Frau Blößl, Herr Wagner und Frau Zettler übten mit den Ski-Neulingen „Pizza- und Pommes“-Fahren, schleppten schwere Wasserkisten „ins Tal“, um die Schwünge gekonnt einzuleiten und bereiteten dadurch die ersten Mutigen auf ihre erste Talabfahrt vor. Auch der zweite Abend versprach viel Neues und Aufregendes – die Zimmerolympiade sowie Ehrungen für diverse Leistungen standen bevor. Nach anfänglichem Chaos in den Zimmern, konnten sich die Juroren beinahe nicht einigen, welches nun als sauberstes Zimmer gekürt werden sollte. Letztendlich konnten die Schülerinnen mit der einfallsreichsten Begrüßung und der besten Schokolade das Rennen machen. Am Mittwochabend trennten sich die Schüler nach dem Abendessen zunächst. Die einen ließen sich von den Fußballkünsten des FC Bayern beeindrucken, die anderen veranstalteten eine Geburtstagsfeier in der gemütlichen Stube des Hotels mit Spielen und Gesangs- und Percussion- Einlagen. Am Ende des Abends zeigten noch manche Mädels ihr Können als Visagistinnen, wobei das Publikum dann das schönste Gesicht ehrte – Jungs, ihr saht spitze aus! Die nächsten Tage vergingen leider wie im Flug. Alle Skifahrer lernten dazu, ob Profi oder Neueinsteiger, alle bezwangen gekonnt die Talabfahrt und wurden auf ihren Ski immer sicherer. Beim Abschlussevent ging es nicht darum, die beste Zeit herauszufahren, sondern im gemischten Team gemeinsam eine Slalomstrecke zu meistern. Wichtig war es, durch das Ziel zu kommen – mit beiden, mit einem oder ohne Ski. Hier konnte man die unterschiedlichsten Varianten beobachten. Alle Schülerinnen und Schüler haben ihr Bestes gegeben und waren mit viel Freude dabei! Noch vor dem Abendessen trafen sich einige Freiwillige, die die Auswirkungen des Skisports auf Mensch und Natur diskutierten. Wer profitiert von den Skifahrern? Wer nicht? Welche Auswirkungen hat dieser Sport auf die Umwelt? Mit all diesen Fragen und noch weiteren setzten sich zwölf Schülerinnen und Schüler auseinander und sammelten dabei Argumente für und gegen einen geplanten Ausbau der Haider Alm in St. Valentin. Mit viel Enthusiasmus bereiteten sie gemeinsam mit Herrn Wagner eine Podiumsdiskussion vor, bei der Umweltschützer, Bergbauern und Anwohner, sowie Skilehrer, Liftbetreiber und Hoteliers zu Wort kamen. Bergbauer Sepp bangte um sein Weideland, der Anwohner Schorsch beklagte sich über das große Verkehrsaufkommen im Ort und der Umweltschützer Prof. Dr. von Grün versuchte die Liftbetreiberin Grudrun Cash über die Auswirkungen der Chemikalien im Kunstschnee zu informieren. Nach dieser hitzigen Diskussion durften sich auch die Gemeindemitglieder, also die Schüler, einbringen und Fragen stellen. Doch eine Lösung, die alle glücklich macht, wurde nicht gefunden und so ging der letzte Abend zu Ende. Morgens wurden noch die letzten Koffer gepackt und Schüler und Lehrer starteten zu den letzten Stunden im Schnee.

Mittags saßen alle glücklich und auch etwas müde beim Mittagessen und trotz der ereignisreichen und sehr schönen Woche in St. Valentin freuten wir uns auf die Heimreise und die bevorstehenden Osterferien. Liebe 7a und 7d, wir sind uns einig: Das war spitze!

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