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Spannendes, Wissenswertes und Fantastisches aus dem Weltraum

Die fünfte Jahrgangsstufe erkundete während der Projektwoche die Weiten des Weltalls

Vor den Weihnachtsferien trafen sich die Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgangsstufe des Albrecht-Ernst-Gymnasiums, um sich darüber auszutauschen, welche Themen sie interessieren und mit welchen Fragen sie sich in der Projektwoche beschäftigen wollen. Nachdem sie eine lange Liste an spannenden Themen erstellt hatten, kamen die Bereiche „Landwirtschaft“, „Umwelt“ und „Weltraum“ in die engere Auswahl. Letztendlich haben sich die Schülerinnen und Schüler dann für das Thema „Weltraum“ entschieden und fingen sofort an, sich die ersten Fragen zu stellen:

Wie kann eine Rakete ins All fliegen? Wie lange fliegen Astronauten bis zum Mond? Könnten Menschen auf anderen Planeten überleben? Wer gab eigentlich den Sternbildern ihre Namen? Gibt es außer „Peterchens Mondfahrt“ noch weitere spannende Geschichten über ferne Planeten? Existieren Schwarze Löcher und welche Himmelskörper gibt es eigentlich in unserem Sonnensystem?

Nach all den Fragen war bald klar, welche Bereiche zum Thema „Weltraum“ erkundet werden sollten. So kristallisierten sich noch in der Woche vor den Ferien sieben Themen heraus. Neben der Gruppe „Natur und Technik“, die die meisten Teilnehmer zählte, interessierten sich die Fünftklässler auch für „Lukians Reise zum Mond“, „Sternbilder und ihre Mythen“, „Modellbau des Sonnensystems“, „Treffpunkt Galaxis“, „Himmelskörper des Sonnensystems“ und „Sterne lügen nicht“. Voller Vorfreude und Tatendrang mussten sich die Mädchen und Jungen noch gedulden und gingen mit all ihren Ideen in die Weihnachtsferien. Diese waren dann also vorbei und am 13. Januar 2014 startete die Projektwoche der Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen. Eine Woche lang beschäftigten sich die Weltraum-Forscher mit ihrem gewählten Thema, lernten eine Menge Neues und Interessantes über das All und seine Planeten kennen, erfanden als Regisseure und Bilderbuchautoren eigene Fantasiefilme und- geschichten und wurden als Weltraumingenieure tätig, indem sie ein flugfähiges Miniatur-Weltraumshuttle konstruierten und bauten. Doch nicht nur inhaltlich hatten die Schülerinnen und Schüler einiges zu bieten. Am Freitag, am Ende der arbeitsintensiven Projektwoche, in der recherchiert, gemalt, gefilmt, Texte gelernt, Drehbücher geschrieben und gebaut und gebastelt wurde, konnten sie auch ganz nebenbei nicht nur ihre Recherche- und Teamarbeitsfähigkeit, sondern im Rahmen der Projektvorstellungen vor ihren Mitschülern ihre Präsentationsfähigkeit weiter ausbauen.

Die einzelnen Gruppen beschäftigen sich also mit folgenden Themen:

Natur und Technik:

Es stellte sich heraus, dass das Fach Natur und Technik eine Menge Interessantes zu bieten hat und sich mit den Fragen beschäftigt, wie eine Rakete aufgebaut ist und welche Technik nötig ist, um diese ins All zu fliegen. Dieser Herausforderung stellten sich die Schüler voller Enthusiasmus, bauten eine Miniatur-Rakete nach und versuchten, diese auch starten zu lassen. Hier kamen nicht nur Wunderkerzen, Klebeband und Wasser, sondern auch eine große Zahl an Brausetabletten zum Einsatz. Andere verglichen eine Mondrakete mit einer Silvesterrakete und kamen auf interessante Ergebnisse. Doch nicht nur die Rakete an sich wurde Gegenstand der Untersuchung, auch das Leben eines Astronauten in einer Raumstation wurde genauer unter die Lupe genommen. Wissen Sie, wie sich Astronauten fit halten und von was sie sich ernähren?

Lukians Reise:

Hier gingen die Schüler der Frage nach, wie sich die Menschen vor knapp 2000 Jahren eine Reise zum Mond vorstellten. Lukian, ein griechischsprachiger Schrifsteller, der um 120 n.Chr. lebte, diente hier als Vorbild, da dieser eine phantastische Geschichte von einer Reise zum Mond verfasste, in der Fabelwesen von einer Begegnung mit dem „Sonnenkönig“ Phaeton und von einem Krieg zwischen den Bewohnern der Sonne und des Mondes berichteten. Neben dem Verfassen eines Drehbuches, das zum Thema „Lukians Reise zum Mond“ hatte, erstellten die Mädchen und Jungen ein perfekt ausgearbeitetes Bühnenbild, erfanden Charaktere, entwarfen Kostüme und übten ihre Texte und ihr selbst erfundenes Theaterstück ein. In dieser Gruppe war also Kreativität und schauspielerisches Können gefragt.

Sternbilder und ihre Mythen:

Wer kennt sie nicht? Die Sternbilder der „Große Wagen“, der „Kleine Wagen“ oder die „Große Bärin“. Doch woher kommen diese Namen und wer hat diese über die Jahrhunderte hinweg vermittelt? Nicht nur Ovid, der berühmte lateinische Schriftsteller der Antike, erklärte ihre Entstehung mit verschiedenen Geschichten. Es existieren zahlreiche, die den Sternbildern ihre Namen gaben. Viele dieser Erzählungen wurden von den Schülern gefunden und eine kleine Auswahl aus all diesen stellten sie den interessierten Klassenkameraden vor.

Modellbau des Sonnensystems:

Die Erde so groß wie eine Orange? Wie groß müssten dann die anderen Planeten sein? Beim Modellbau unseres Sonnensystems mussten die Jungen und Mädchen nicht nur den Maßstab berechnen können, sondern auch die Abstände zwischen den Planeten umrechnen können, um so ein maßstabsgetreues Abbild des Sonnensystem bauen zu können. Hier war also neben dem Kopfrechnen auch gestalterische Geschicklichkeit gefragt, um geeignetes Material für den Bau der Planeten zu finden.

Treffpunkt Galaxis:

Sicher kennen viele das Märchen vom Peterchen, der mit dem Maikäfer Herr Sumsemann auf den Mond fliegt. Die Geschichten „Per Anhalter durch die Galaxis“ und „Star Wars“ sind vielen Mädchen und Jungen ebenfalls ein Begriff. Die Schüler lernten nicht nur solche Fantasiegeschichten kennen, sondern wurden selbst kreativ: Sei es als Nachrichtensprecher, der Neuigkeiten aus dem All berichtet, als Bilderbuchautor, der spannende Geschichten von einer auf dem Mars lebenden Familie erzählt und mit Bildern illustriert oder sei es als Regisseur eines Schattentheaters, welches das Zusammentreffen einer Schülerin des AEG und einer Schülerin aus dem All thematisiert.

Himmelskörper des Sonnensystems:

Im Weltall schwirren Sonnensysteme in riesigen Galaxien umher und in einem davon befinden wir uns. Doch neben unserer Erde existieren noch andere Planeten, die um die Sonne kreisen. Viele Schüler gingen der Frage nach, welche weiteren Planeten es noch zu entdecken gibt und warum diese beinahe kugelrund sind. Doch nicht nur das Aussehen und die Beschaffenheit dieser wurde akribisch recherchiert, sondern auch warum die Planeten nicht aus ihrer Bahn fallen und wie diese sich eigentlich fortbewegen. Im Fokus lag außerdem die Beantwortung der Frage, was Asteroiden, Meteoriten und Kometen sind und ob die Möglichkeit besteht, dass das Ries bald wieder von einem Meteoriten getroffen werden könnte. Auch was Schwarze Löcher sind und wie das Leben auf fremden Planeten aussehen könnte, haben die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll dargestellt.

Sterne lügen nicht:

Dem „Steinbock“ sagt man nach, er sei geizig und stur, aber auch geduldig und verantwortungsbewusst. Der „Löwe“ sei eitel und überheblich, aber auch loyal und gesellig. Doch stimmt das? Trifft das auf alle Menschen dieser Sternzeichen zu? Und woher wissen wir das? Wieviel Menschen lesen Horoskope und vertrauen darauf? Was sagt eigentlich der Mondkalender und kann uns der Mond tatsächlich beeinflussen? All diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler dieser Gruppe nach und untersuchten dabei auch die chinesischen Sternzeichen und stellten fest, dass hier weder Löwe, Widder noch Wassermann auftauchen. Was hat es also zu bedeuten, wenn wir uns nach chinesischem Vorbild im Jahr der Ratte oder der Schlange befinden?

 

Nach vier Tagen intensiver Arbeit war es dann so weit und die Schüler stellten ihren Mitschülern ihre Projekte vor. Am Freitag wurde in den ersten beiden Stunden noch fleißig geprobt, aufgebaut und die Technik überprüft, bevor dann um 9.50 Uhr die Vorstellung der Gruppenergebnisse startete. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a, 5b, 5c und 5d freuen sich schon, ihre Arbeiten am Donnerstagabend, 23.01.2014, noch einmal vorstellen zu dürfen. Hierzu sind alle Familienmitglieder, Mamas, Papas, Geschwister, Onkel, Tanten, Omas und Opas, um 19.00Uhr recht herzlich in die Aula des Albrecht-Ernst-Gymnasiums eingeladen!

 

Johanna Zettler

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