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Sogar in Singapore will man vom A-E-G lernen

Eine Delegation aus Fernost besuchte unser Gymnasium, um sich über unser Konzept zu informieren.

 

Am Oettinger Albrecht-Ernst-Gymnasium ist man mittlerweile daran gewöhnt, dass Besuchergruppen aus allen Teilen Deutschlands das Konzept der Schule kennenlernen wollen. Dennoch war man in der Schulleitung überrascht als vor einigen Wochen eine Besuchsanfrage einer Expertenkommission aus Singapore einging. Überrascht deshalb, weil man dort in internationalen schulischen Vergleichstests regelmäßig Spitzenergebnisse in nahezu allen Bereichen erzielt. Die Besten wollen aber noch besser werden, deswegen begaben sich sechs stellvertretende Schulleiter und Schulleiterinnen verschiedener Schularten, eine Schulleiterin aus Brunei und ein Vertreter der Universität Singapore im Rahmen einer Fortbildung für Führungskräfte auf eine mehrwöchige Reise durch Deutschland um, nach eigener Aussage, herausragende Schulen zu besuchen und sich dort über Schulentwicklungsprozesse zu informieren. Bei ihren Recherchen fiel ihnen das Albrecht-Ernst-Gymnasium als besonders innovative Schule auf.
Das Schulleitungsteam Claudia Langer, Günther Schmalisch und Christian Heinz begrüßte zusammen mit dem stellvertretenden Landrat Reinhold Bittner die Delegation am A-E-G. Nach einem interessanten und intensiven Gespräch, erlebten die Gäste aus Fernost auch den Unterricht in den Lernlandschaften. Sie zeigten sich sehr beeindruckt von dem pädagogischen und architektonischen Konzept des Oettinger Gymnasiums. Besonders die mit viel Aufwand entwickelten vielseitigen  Materialien und Kompetenzraster ließen sie sich ausführlich auch von den Kindern erläutern. Geradezu begeistert äußerten sie sich über die hervorragende Akustik und die angenehme Unterrichtsatmosphäre. Wie man am A-E-G herkömmliche Stundenraster verändert, themenzentriert, projektorientiert und fächerübergreifend arbeitet interessierte die Gäste besonders, denn genau diese Entwicklungen sollen auch in ihrer Heimat forciert werden. „Das Konzept des Oettinger Gymnasiums ist sehr gut mit dem Prinzip des sogenannten holistic education in Singapore vergleichbar“, so eine der Teilnehmerinnen, auch in ihrer Heimat habe man erkannt, dass moderner Unterricht mehr schülerzentriert gestaltet werden müsse.
Vor allem in Mathematik, das in Singapore neben Englisch und den anderen Naturwissenschaften zu den wichtigsten Fächern gehört und täglich auf dem Stundenplan steht, versucht man von Anfang an Problemstellungen mit Lebensbezug zu finden und nicht nur stupide zu rechnen.
Aber nicht nur die Gäste, sondern auch die Gastgeber erhielten interessante Informationen, wie die, dass in Singapore Lehrer, Schulleitung und Verwaltung in drei unterschiedlichen eigenständigen Laufbahnen organisiert sind, Lehrer bis zu viermal befördert werden können und ein Master Teacher dann genauso viel verdient wie ein Schulleiter. Als Schulleiter kann man sich dort nicht wie bei uns bewerben, sondern man wird vom Ministerium ausgewählt und hat keinerlei Einfluss auf den Einsatzort. Neben der Tatsache, dass jedes Jahr eine Beurteilung stattfindet und dann etwa 30 Prozent eines Lehrerjahrgangs für Schulleitungsaufgaben vorgesehen wird, Schulleiter keinen Unterricht erteilen, ist die Aussage bemerkenswert, dass die Hälfte des Führungspersonales in Singapore weiblich ist.
Am Ende des Besuches bedankten sich die Gäste herzlich für die Gastfreundschaft am A-E-G und versicherten, mit vielen wertvollen Eindrücken und Informationen die Heimreise anzutreten. Der stellvertretende Landrat Bittner verabschiedete zusammen mit Schulleiterin Claudia Langer die Delegation und freute sich, dass das Albrecht-Ernst-Gymnasium, die Stadt Oettingen und der Landkreis Donau-Ries auch im fernen Singapore bekannt sind und geschätzt werden und lud die Gäste ein, bei einem weiteren Besuch den Landkreis noch näher kennen zu lernen.

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