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Sichtbare Spuren hinterlassen

Mit einem Festakt wurde Schulleiterin Claudia Langer in den Ruhestand verabschiedet

 

„Wir sind stolz auf Ihre Leistung und wir sind stolz auf Ihre Schule!“, so formulierte  es Landrat Stefan Rößle und damit traf er den Grundkonsens aller Redner des Festaktes zur Verabschiedung von Schulleiterin Claudia Langer. Nach mehr als 36 Jahren am Albrecht-Ernst-Gymnasium, davon 16 Jahre als Schulleiterin wurde sie im Beisein vieler Ehrengäste in den Ruhestand verabschiedet. Auch zahlreiche Musiker ihrer Schule machten ihr ein Abschiedsgeschenk und umrahmten den Abend mit abwechslungsreichen und vor allem überaus gekonnten Beiträgen. Neben dem Schulorchester und der BigBand unter der Leitung von Günter Simon und Tim Schauen, waren es viele Solisten, darunter auch eine Reihe ehemaliger Abiturienten, die ihrer Schulleiterin zu Ehren mit ihrem brillanten Können den Abend mitgestalteten.
„Sie gehören zu den Wenigen, die sichtbare Spuren hinterlassen, wenn sie gehen,“ meinte Rößle im „wahrsten Sinne des Wortes“ und zählte die Bautätigkeiten auf, die in ihrer Amtszeit am A-E-G vorgenommen wurden. Im Lauf der vergangenen 16 Jahre habe der Landkreis insgesamt etwas mehr als 15 Millionen Euro am Albrecht-Ernst-Gymnasium in Bauten investiert und diese seien sehr gut angelegt, denn „mittlerweile steht das A-E-G für modernste Bildung und Pädagogik. Sie haben es sogar geschafft, dass Ihrer Schule vom Kultusministerium deswegen ein Alleinstellungsmerkmal zugesprochen wurde“, hob der Landrat lobend hervor.
Nach dem „Hausherren“ sprach der „Dienstherr“ Claudia Langer seinen Dank und seine Anerkennung aus. Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Schwaben, OStD Peter Kempf, verband seine Worte mit der Reise des Odysseus zu der Insel der Phäaken, einer kleinen Insel mit einer freundlichen Bevölkerung, einem außerordentlich mitmenschlichem Klima und einer sehr beliebten Fürstin. „Sie hätten vom Charakter her Schwestern sein können“, richtete er sich an Claudia Langer und zeigte deren schulischen und beruflichen Werdegang nach. „Sie haben als Lehrerin und als Schulleiterin um Zuwendung für jeden einzelnen Jugendlichen, der Ihnen anvertraut war bemüht“ und belegte das mit Aussagen einiger ehemaliger Schülerinnen und Schüler, die er recherchiert hatte. „Ihr Wirken war geprägt von pädagogischem Feingefühl, Courage und Mut. Daneben zeichnet sie die Fähigkeit zu Visionen und ein Pioniergeist aus. Mit all Ihren Fähigkeiten wollten Sie, dass den Kindern nicht nur Wissen und Können vermittelt, sondern auch deren Herz und Charakter gebildet wird.“ Persönlich und im Namen des Kultusministers sprach er Claudia Langer die höchste Anerkennung und den aufrichtigen Dank aus und überreichte ihr die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand.
„Es muss etwas verändert werden, damit es so gut bleibt wie es ist.“ Dieses Fazit zog S.D. Fürst Albrecht zu Oettingen-Spielberg in seinem Grußwort. „Sie gaben sich nie mit Gutem ab, Sie wollten immer Besseres und initiierten einerseits absolute Spitzenleistungen, wollten aber andererseits genauso, dass jeder Einzelne bestmöglich gefördert wird.“ Mit der Zusage: „Wir werden Sie nicht vergessen“, schloss er seine Rede.
Bezugnehmend auf das Motto der Abiturienten des Jahrgangs 2014 „Abiverderci, auch Helden müssen gehen“ stellte Bürgermeisterin Petra Wagner fest: „Ich sehe Sie auch als Heldin, als Glückstreffer für das A-E-G und damit auch für unsere Stadt Oettingen. Mit ihrem Mut zu neuen Konzepten haben Sie Ihre Schule zielführend und nachhaltig entwickelt.“

Für die vielen Wissenschaftler, die bei der Entwicklung des „Oettinger Modells“ beratend tätig waren, sprach Professor Ulrich Herrmann aus Tübingen ein Grußwort. „Es steht außer Zweifel, dass selbstorganisiertes Lernen schwieriger, aber wesentlich nachhaltiger ist. Ihnen ist die Implementierung Ihres Konzeptes so gut gelungen, weil die pädagogische Aufgabe, Schülern Mut zu machen, ihnen zu helfen und ihren Ansprüchen gerecht zu werden, ihr Credo war.“ Einer der führenden Köpfe, wenn es um Schulentwicklung in Deutschland geht, war ebenfalls zu der Feier gekommen. Schon lange verfolgt und begleitet er die Entwicklung am A-E-G. „Sie wollten immer von den Besten lernen, mittlerweile sind sie längst unter den „Who is who“ der deutschen Schulen angekommen“, lobte Dr. Karl-Heinz Imhäuser und er hatte ein besonderes Geschenk dabei, denn er teilte mit, dass im Herbst ein Buch erscheint, in dem zehn der besten Schulen Deutschlands vorgestellt werden, unter denen sich auch das Albrecht-Ernst-Gymnasium befindet. Eine Maxiversion der A-E-G Schultüte überreichten die beiden Vorsitzenden des Elternbeirats Manfred van Rinsum und Alexandra Hertle der scheidenden Schulleiterin, verbunden mit dem herzlichen Dank für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zum Schluss trat Claudia Langer selbst ans Rednerpult und teilte das erhaltene Lob mit allen, die sie in den 36 Jahren so großartig unterstützt haben. Besonders dankte sie Landrat Stefan Rößle, allen Politikern des Kreistages, sowie den Mitarbeitern in der Kämmerei und dem Baureferat. Langer dankte auch allen Schulpartnern, Freunden und Sponsoren, S.D. Fürst Albrecht und der Stadt Oettingen, für die immer gute und verlässliche Zusammenarbeit. Auch die Ministeriabeauftragten Hubert Lepperdinger und Peter Kempf schloss sie zusammen mit ihren Mitarbeitern in den Dank genauso ein wie die Schulleiterkollegen für die guten Gespräche und wertvollen Ratschläge. „Was wäre die Schulleitung ohne die Schulfamilie und deren Gremien. Ich danke allen für ihre Zuverlässigkeit und ihr Engagement, besonders auch meinem Schulleitungsteam für das absolut vertrauensvolle Miteinander.“ Zum Schluss dankte sie ihrer Familie, für deren große Unterstützung und ihr Verständnis. In Anlehnung an die Anfangsbuchstaben der Schule wünschte sie ihrem Gymnasium für die Zukunft „Alles Erdenklich Gute!“

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