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Sich ganz locker geben und doch konzentriert bleiben...

Bewerbungstraining am Albrecht-Ernst-Gymnasium für die 10. Klassen

 

Eine bestmögliche Vorbereitung auf die Einstellungsverfahren an den Schnittstellen Gymnasium - Ausbildung bzw. Duales Studium oder auch später bei dem Eintritt in das Erwerbsleben - das ist das Ziel der Berufs- und Studienorientierung (BuS) in der Mittel- und Oberstufe.

Am Oettinger Albrecht-Ernst-Gymnasium trägt man dem Rechnung und bereitet die Schüler in einem Intensivierungsunterricht auf solche Prüfungssituationen nicht nur theoretisch vor. Damit die Teilnehmer auch möglichst realitätsnah geschult werden können, bemüht sich das Gymnasium verstärkt darum, Referenten aus der Wirtschaft einzuladen. Mit Herrn Stefan Sturm, dem Ausbildungsleiter der Sparkasse Donauwörth und Herrn Dennis Fendt von der IKK Classic in Augsburg konnten zwei Experten gewonnen werden, die im Rahmen einer Simulation den Schülern einen Eindruck davon vermittelten, wie Bewerbungs- und Auswahlverfahren in der Realität ablaufen.

Neben der Information stand an diesem Tag das konkrete Training im Vordergrund. Herr Stefan Sturm erläuterte den Schülern das Auswahlverfahren, wie es bei der Sparkasse Donauwörth durchgeführt wird. Vier Punkte seien dabei von Belang: das Zeugnis, ein Eignungstest, das Gruppengespräch und ein Vorstellungs- beziehungsweise Einzelgespräch. Ausdrücklich machte der Referent die Schüler darauf aufmerksam, dass auch die sogenannten Nebenfächer und die Zeugnisbemerkungen von erheblicher Bedeutung seien, gäben sie doch Auskunft über Lernbereitschaft und persönliche Kompetenzen der Bewerber.

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand das Gruppengespräch, womit ein Teil des Auswahlverfahrens simuliert wurde. Die Teilnehmer erhielten die Aufgabem in Gruppen jeweils eine 10minütige Diskussion z.B. zum Thema "Organisation des Schüleraustauschs am Wochenende" zu führen. Anschließend waren die Schüler zu einer Selbstreflexion aufgefordert und der Referent wertete das Verhalten jedes Gesprächsteilnehmers konstruktiv aus. Auch die jeweils beobachtenden Schüler wurden nach deren Eindrücken befragt. Darüber hinaus bot sich die Gelegenheit eines Einzelgesprächs, beginnend mit der Begrüßung an der Bürotür des Personalleiters - eine aufwändige Simulation also, die dem Kandidaten im Nachhinein ein intensives Einzel-Feedback durch den erfahrenen Personalleiter ermöglichte.

Ganz ähnlich verfuhr Herr Dennis Fendt, der der Diskussionsgruppe in der Feedback-Phase interessante Hinweise zum "Pacing" gab. Pacing kann im Bewerbungsgespräch dazu verwendet werden, dass sich der Gesprächsführende, (Personalreferent) hinsichtlich Stimme, Sprache, Gestik und Mimik dem Gesprächspartner annähert, um eine Vertrauensbasis herzustellen - Grundlage einer möglicherweise längeren Zusammenarbeit in dem Unternehmen.

Anhand eines originalen Beobachtungs- und Bewertungsbogens wurde in beiden Gruppen festgehalten, inwieweit die zentralen Kompetenzen Kommunikations-, Durchsetzungs- und Überzeugungsfähigkeit, gepflegte Erscheinung, Zuhören können, Umgangsformen, Ausreden lassen, Zusammenfassen können usw. von den Kandidaten gezeigt wurden.

An diesem Tag haben nicht nur die SchülerInnen der 10. Klassen etwas gelernt, auch für uns Lehrkräfte war dies ein "Schnupperpraktikum" in Sachen Personalauswahlverfahren - ein herzliches Dankeschön an die beiden Referenten!

 

Herbert Neuhaus

 

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