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Schule der Zukunft ist am A-E-G schon Gegenwart

Linda Lutter und Günther Schmalisch wurden für ihr innovatives Konzept mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet

 

Die beiden Pädagogen Linda Lutter und Günther Schmalisch gehören zu den besten Lehrern Deutschlands. So jedenfalls lautet das Urteil der Jury des diesjährigen bundesweiten Wettbewerbs "Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ 2013". Im Rahmen einer feierlichen Festaktes und in Anwesenheit der beiden Kultusministerinnen Waltraud Wende, Schleswig-Holstein und Sylvia Löhrmann, Nordrhein-Westfalen, sowie Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München wurden die beiden Lehrer des A-E-G mit dem Sonderpreis der Wochenzeitung "Die Zeit" für ihr herausragendes pädagogisches Engagement ausgezeichnet. 
"Linda Lutter und Günther Schmalisch haben im Team unter dem Titel "Lernen in Lernlandschaften" in Unterrichtskonzept erarbeitet, in dem sie die Fächer Geographie und Deutsch je nach individuellem Leistungs- und Entwicklungsstand der Schüler in speziellen Kompetenzrastern themenorientiert, kindgerecht und im individuellen Lerntempo vermitteln. Die beteiligten Lehrer fungieren dabei vor allem als Lernberater. Schmalisch und Lutter wollten mit dem Projekt das der Lebenswirklichkeit von Kindern oft widersprechende, starre „Schubladenlernen“ in Fächern überwinden.Das Konzept der Lernlandschaft sieht die Abkehr vom herkömmlichen Unterricht vor. Es fällt keine Unterrichtsstunde mehr aus, denn den Schülern steht ein umfangreiches Lern- und Übungsmaterial für alle Bereiche zur Verfügung. Eine Begleitung und Unterstützung durch die anwesenden Lehrkräfte ist aufgrund des am A-E-G entwickelten offenen Raumkonzeptes jederzeit gegeben. Die beiden Lehrer  legen großen Wert darauf, dass bei der Erstellung der Materialien, der Auswahl der Texte und Lektüren die Lebenswirklichkeit der Kinder berücksichtigt wird. Durch die Individualisierung und das interessengeleitete Arbeiten haben die Schüler die Möglichkeit, in viel größerem Maß als im herkömmlichen Unterricht, ihre Alltagserfahrungen einzubringen. Das pädagogische Konzept hält sich genau an die Inhalte des Lehrplans. Das themenzentriete Unterrichtsvorhaben und die dazu erstellten Materialien umfassen nicht nur ein Projekt für einen zeitlich begrenzten Rahmen, sondern das ganze Schuljahr der Jahrgangsstufe 5 in Deutsch und Geographie. Nicht durch einzelne Fächer werden die Themen strukturiert, sondern ein vernetztes, auf Verstehen und Können ausgerichtetes Lernen wird ermöglicht. Im Mittelpunkt stehen der Inhalt, das Verstehen von Zusammenhängen und das Lösen von Problemen, also die Freude am Lernen. Insgesamt ein innovatives, kreatives, teamorientiertes und somit durchaus nachahmenswertes Modell einer Schule der Zukunft.“ So das Urteil der Jury.

Der Moderator der Veranstaltung, Martin Spiewak, Redakteur "Die Zeit", fasste es so zusammen: "In Oettingen ist die Schule der Zukunft schon Gegenwart".

Neben den beiden Lehrern des A-E-G wurden fünf weitere Lehrerteams für ihre innovativen Unterrichtsprojekte ausgezeichnet. In einer zweiten Kategorie, in der Schüler einzelne Lehrer vorschlagen konnten, wurden 16 Pädagogen aus neun Bundesländern für ihr besonderes Engagement geehrt.

In einem persönlichen Glückwunschschreiben gratulierte auch der Bayerische Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle den beiden Oettinger Lehrern zu der hohen Auszeichnung und auch die Medien, wie der Bayerische Rundfunk, das Bayerische Fernsehen, die Rieser Nachrichten und die Süddeutsche Zeitung berichteten ausführlich über den Preis für Linda Lutter und Günther Schmalisch sowie über deren besonderes Unterrichtskonzept.

Der Deutsche Lehrerpreis wird seit 2009 jährlich von der Vodafone-Stfitung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband ausgeschrieben. In diesem Jahr beteiligten sich rund 3500 Schüler und Lehrer an dem Wettbewerb. Von 16 Preisen gingen sechs nach Bayern.

Bilder von der Preisverleihung... Fernsehbeitrag des BR