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Schüler im Chefsessel

Cynthia Beyhl gewinnt Wochenende in Berlin

 

Unsere Schülerin Cynthia-Christin Beyhl aus der Q11 gewinnt beim bundesweiten Wettbewerb des Wirtschaftsverbandes DIE JUNGEN UNTERNEHMER ein Wochenende in Berlin. Lest selbst, wie es dazu kam:

 

Zunächst die Pressemitteilung:

Schüler im Chefsessel: Bayerische Gewinner prämiert
Oettinger Schülerin Cynthia-Christin (17) reist zur Bundesprämierung nach Berlin

München, 15. Mai 2015. Cynthia-Christin Beyhl ist eine von 44 Schülerinnen und Schülern aus ganz Bayern, die am Bildungsprojekt »Schüler im Chefsessel« teilnahmen. Der bundesweite Wettbewerb des Wirtschaftsverbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER findet seit 1980 jährlich unter Schülern an Fachoberschulen und Gymnasien statt, um jungen Menschen Selbstständigkeit und Unternehmertum nahezubringen. Die 17-jährige Cynthia-Christin besucht an normalen Tagen das Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen. Der Sesseltausch mit Nicole Modl, Geschäftsführerin des Mechatronikunternehmens Modl GmbH in Pappenheim, war für die Gymnasiastin ein besonderes Erlebnis: „Ich hatte zuvor nur wage und falsche Vorstellungen über Chefs, bestenfalls aus TV-Serien wie Stromberg“, lacht die Schülerin. Nach ihrem Projekttag hat sie statt der gängigen Klischees nun aber eine Antwort auf die Frage, ob sie selbst einmal Chefin werden möchte: „Wie jeder Beruf hat das viele Vor- und Nachteile. Man hat mit Problemen zu tun, für das private Leben bleibt weniger Zeit, Hobbys müssen zurückstecken. In allen Teilbereichen muss man immer auf dem neuesten Stand und auch zu Mitarbeitern offen und herzlich sein. Aber wenn das Herz für die Firma und den Beruf brennt, man gerne frei und flexibel arbeitet, kann man sicher leidenschaftlich seinen Beruf als Geschäftsführer ausführen. Aus diesem Grund könnte ich mir das auch einmal vorstellen.“ Über ihren Tag im Chefsessel haben die Schüler Erfahrungsberichte geschrieben, aus denen die Jury – bestehend aus: Carla Wüsthof, Gesellschafterin bei Teekanne, Daniel Mannstedt, Landesvorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER und Tobias Schorr, Chefredakteur der Zeitschrift Unternehmeredition – die fünf Top-Aufsätze ausgewählt hat. Auch der Essay von Cynthia-Christin Beyhl punktete bei den Juroren. Sie zählt zu den fünf Gewinnern, die bei der Landesprämierung am 8. Mai ausgezeichnet wurden. Diese fand in feierlichem Rahmen im Atrium der Baader Bank in Unterschleißheim statt und wurde von Stefan Friedrich, designierter Landesvorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER, eröffnet. Gastgeber Nico Baader berichtete von seinen Erfahrungen als Vorstand der inhabergeführten Bank. Er machte den Schülern Mut, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und gab ihnen wertvolle Tipps für ihre berufliche Zukunft. Die Keynote sprach Nicole Stocker, Familienunternehmerin und Geschäftsführerin des bayerischen Traditionsunternehmens Ludwig Stocker Hofpfisterei. Moderiert wurde die Veranstaltung mit Schülern, Eltern, Lehrern und Unternehmern von Markus Rieger, Vorstand der GoingPublic Media AG und Regionalvorstand München-Südbayern von DIE FAMILIENUNTERNEHMER. Cynthia-Christin wird nun vom 11. bis 13. Juni, gemeinsam mit vier weiteren bayerischen Schülerinnen und Schülern, zur Abschlussveranstaltung nach Berlin reisen und hier auf die Gewinner der anderen Regionen Deutschlands treffen. Auf dem Programm in der Hauptstadt stehen u.a. der Besuch einer Plenardebatte im Bundestag, ein persönliches Treffen mit einer Abgeordneten sowie die Besichtigung des Ausbildungszentrums OTA von Familienunternehmer Florian Tanyildiz und das Berlin-Musical „Hinterm Horizont“. „Berlin, das wird nochmals richtig toll“, freut sich Cynthia-Christin. „Ich habe mich für das Projekt beworben, weil ein Freund schon einmal daran teilgenommen hatte und kann jetzt nur selbst sagen: Macht mit – das lohnt sich.“

 

Und nun der persönliche Bericht unserer Schülerin Cynthia Beyhl:

Der deutschlandweite Wettbewerb „Schüler im Chefsessel“ vom Wirtschaftsverband „DIE JUNGEN UNTERNEHMER“ wurde dieses Jahr zum ersten Mal auch an unserer Schule angeboten. Im Rahmen dieses Projekts wird Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, einen Tag lang in die Welt eines mittelständischen Unternehmers aus der Region einzutauchen. Ich begleitete die Unternehmerin Nicole Modl, Geschäftsführerin des Familienunternehmens Modl GmbH in Pappenheim. Der Tag stellte für mich eine willkommene Abwechslung zum theoretischen Wirtschaftsunterricht dar und bot spannende und zugleich lehrreiche Einblicke in die tatsächliche Wirtschaftspraxis. Der Sesseltausch mit Nicole Modl war ein besonderes Erlebnis für mich, denn zuvor hatte ich vage und falsche Vorstellungen über Chefs, bestenfalls aus Serien wie Stromberg. Danach war ich gefordert, einen Essay über meine Erlebnisse, Erfahrungen und meine Meinung über den Schritt in die Selbständigkeit zu verfassen, der anschließend von einer Jury bewertet wurde. Mein Essay schien die Jury überzeugt zu haben und so durfte ich mich bei der bayerischen Landesprämierung am 8. Mai 2015 in Unterschleißheim über eine Platzierung freuen. Als Gewinn durfte ich vom 11. bis 13. Juni mit vier weiteren bayerischen Schülern zur Abschlussveranstaltung nach Berlin reisen und hier auf die Gewinner der anderen Regionen Deutschlands zu treffen. Vom Hinflug bis zum Rückflug war alles ordentlich und in einem straffen Zeitrahmen geplant worden: Auf dem Programm standen u.a. der Besuch einer Plenardebatte im Bundestag, ein persönliches Treffen mit einer Abgeordneten sowie die Besichtigung des Ausbildungszentrum OTA und das Berlin Musical „Hinterm Horizont“. Obwohl es eigentlich nur ein ganzer Tag war, den ich in Berlin verbracht hatte, habe ich so viel erlebt, dass  das alles hier nicht aufführbar wäre. Neben den vielen interessanten, wirtschaftlichen und geschichtlichen Informationen die ich über Berlin bekommen habe, waren meine persönlichen Highlights eine 2-stündige Spreefahrt durch Berlin und die Möglichkeit Berlin auf eigene Faust kennen zu lernen. Unter den 25 Teilnehmern, die aus ganz Deutschland kamen, habe ich schnell Freunde gefunden, mit denen ich Abends den berühmten Fernsehturm und das Brandenburger Tor angeschaut habe. Das Hauptgesprächsthema  zwischen uns Jugendlichen waren die vielen Dialekte und Traditionen, die man in den verschiedenen Bundesländern hat und natürlich das Oktoberfest der Bayern. Es war spannend und manchmal auch witzig zu sehen welche  Klischees und vorgefertigten Meinungen bei anderen noch vorherrschen. Man hätte fast meinen können, dass der Satz „Andere Länder - andere Sitten“ sogar auf unsere deutschen Bundesländer zutrifft. Wer aber glaubte, dass in München nur jodelnde Menschen mit Lederhosen über die Straße laufen und in Köln jeder das ganze Jahr an Karneval denkt oder das man in Koblenz bayrisch redet  wurde hier eines Besseren belehrt. Nicht nur der Tag als Chefin sondern auch die Reise nach Berlin war eine aufregende Zeit. Wer also viele neue Leute kennenlernen will, einmal kostenlos nach Berlin reisen möchte, die einen  oder anderen Klischees über Bord werfen und einfach mal Theorie in Praxis erleben will, für den ist in dieses Projekt perfekt. Es macht Spaß, ist kostengünstig, aufregend und auf jeden Fall empfehlenswert!