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Reichtum - was ist das eigentlich?

Projektwoche der 6. Jahrgangsstufe erbrachte einen großem Reichtum an Erkenntnissen

Reichtum ist nicht gleich Reichtum

Projektwoche der 6. Jahrgangsstufe

Hört man den Begriff „Reichtum“ wird er meistens sicher mit materiellen bzw. monetären Gütern in Verbindung gebracht. Nicht so bei den Schülerinnen und Schülern der 6. Jahrgangsstufe. Uns geht es gut. Wir können zum Beispiel mit dem Auto zur Arbeit, mit dem Bus ohne Angst haben zu müssen in die Schule fahren. Ist das nicht etwas Besonderes? Sind wir nicht reich? Was ist Reichtum? Mit diesem Thema haben sie sich eine Woche lang beschäftigt, denn die Jugendlichen hatten „Reichtum“ als Thema für ihre Projektwoche gewählt und es mit einer Vielfalt an Aspekten, Ideen und Interessensgebieten bearbeitet, die einen echten „Reichtum“ an Kreativität darstellten. Mit Hochdruck arbeiteten die verschiedenen Teams eine Woche lang an den von ihnen gewählten Unterthemen und präsentierten die Ergebnisse zunächst ihren Mitschülern und am  Abend dann auch ihren geladenen Gästen, die nicht nur von der Fülle an Inhalten und interessanten Ergebnissen, sondern auch von der oft einfallsreichen und gekonnten, souveränen Art der Präsentation höchst beeindruckt zeigten.

Einige Gruppen gingen der Frage nach, welche Reichtümer, welche Schätze unser Bundesland Bayern aufzuweisen hat und erarbeiteten Vorträge zu den Themen „Bayerns Reichtum sind seine Landschaften“ oder „Gefährdete Arten in unserer näheren Gegend“. Neben der schönen Landschaft und der interessanten Tierwelt ist Bayerns Reichtum aber auch die Sprache. Die verschiedenen Dialekte erforschte ein weiteres Team. Macht Geld, Reichtum glücklich? Glück? Was ist das denn eigentlich?  Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen machte sich eine Gruppe „Auf der Suche nach dem Glück“. Mancher sucht es ja in Glückssymbolen. Welche es gibt und was sie bedeuten, erforschte ein Team. Man erfuhr dabei zum Beispiel, dass Taxifahrer immer ein „U“ in ihrem Nummernschild haben möchten, in Anlehnung an ein glückbringendes Hufeisen. Sehr nachdenklich stimmte die Präsentation eines weiteren Schülerteams, das parallel auf der Leinwand den im Internet abrufbaren „Reichtumszähler“ von Bill Gates und die Situation von Kindern, die in ärmlichsten Verhältnissen leben müssen, gegenüberstellte. Auch die Frage: „Ist es noch gerecht, wenn ein Fußballspieler wie z.B. Bastian Schweinsteiger am Tag so viel verdient wie ein Durchschnittsverdiener im Jahr?“, diskutierten die Schüler mit großer Ernsthaftigkeit. Nicht jeder hat so viel Glück wie die Medienstars! Manche Menschen werden vom Schicksal schon sehr mitgenommen und verlassen in ihrer Not ihre Heimat, um in Deutschland ein neues Leben zu beginnen und sie begegnen geraden in unseren Tagen vielen Vorurteilen. Ob diese berechtigt sind wollte ein Team wissen und ging den Fragen nach: „Die Zuwanderung! Macht sie uns reicher? Kulturelle Vielfalt oder Verlust der Identität?“

Leider gelingt nicht allen die Flucht aus Krisengebieten, oft sind es Kinder, die auf der Strecke bleiben. Nicht selten werden sie als Kindersoldaten missbraucht.  Mit diesem schwierigen Thema haben sich die Schüler der Gruppe „Was kostet ein Leben? Was kostet ein Krieg?“ auseinandergesetzt.
Dass man aber auch Glück haben und ein neues Leben anfangen kann, hat die Gruppe „ Vom Tellerwäscher zum Millionär. Reichtum in den USA“ in dieser Woche untersucht.
Wie war das eigentlich früher mit dem Reichtum? Gab es einen Bill Gates der Antike? Wie lebten die Reichen in der Antike und wie sah das Leben der Armen aus? Interessante Antworten darauf bekamen die Zuhörer von der Gruppe „Luxus und Prunk in der Antike“. Die Gebäude, in denen die Wohlhabenden der Antike lebten, ließ das Expertenteam „Der Glanz der Hochkulturen“ wieder auferstehen.

Damit sich die Gäste zwischendurch auch stärken konnten, versorgte sie die SMV in der Pause in der Aula mit einer reichen Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten. Damit sich alle aber auch genau informieren konnten, was gut für sie ist, hatten sich mehrere Gruppen mit unseren Essgewohnheiten beschäftigt.  „Durch dick und dünn“  ging es in dem Vortrag, in dem Schüler  von Erfahrungen mit dem Ernährungsreichtum, die sie am eigenen Leibe erfahren haben, berichteten. „Ist vegan eigentlich gesund?“ Mit dieser Frage griff ein Team einen aktuellen Trend auf und forschte genauer nach.
Die Schülerinnen und Schüler und besonders auch ihre Zuhörer waren am Ende der Projektwoche auf jeden Fall reich an Erfahrungen, neuen Erkenntnissen, Kompetenzen und Informationen.

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