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Projekttreffen in Porto

Im Rahmen des Comenius Projektes reiste eine Gruppe nach Porto

 

Bei einem Schüleraustausch dürfen Jugendliche nicht nur die Kultur eines fremden Landes erkunden, sondern sie haben auch die Möglichkeit, neue Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen und ihre Fremdsprachenkenntnisse anzuwenden. Diese Erfahrungen durften Schüler und Schülerinnen der zehnten und elften Jahrgangsstufe des Albrecht-Ernst Gymnasiums Oettingen anfangs dieses Schuljahres wieder machen, die sich in dem von der europäischen Union geförderten Comenius-Projekt zum Thema „Konflikt und Konsens – Methoden der Debatte zur Gestaltung der europäischen Zukunft“ engagieren. Momentan beteiligen sich drei weitere Schulen aus europäischen Ländern daran, nämlich die Mallaig High School in Schottland, das Gymnasium aus Kozieglowy in Polen und die Deutsche Schule in Porto.

Nachdem das erste Treffen an Albrecht-Ernst Gymnasium in Oettingen im Frühjahr 2014 abgehalten worden war, reisten acht Schüler in Begleitung von StDin Gruber-Stöcklein und OStRin Tietze für eine Woche nach Portugal. Während der ersten beiden Tage lernten die Schüler ihre Gastfamilien und die Schule sowie die anderen Teilnehmer kennen. Bei einer Stadtrallye wurde die wunderschöne Stadt Porto erkundet, anschließend genossen alle die Bootstour auf dem Douro. Am darauffolgenden Tag begannen die Vorbereitungen für die Debatten. In Gruppen bereiteten sich alle Teilnehmer auf ausgewählte Themen vor, die interessantesten wurden vertieft und die kontroversen Meinungen nach den Regeln der Debatte ausgetauscht. Höhepunkt der Woche war die gemeinsame Fahrt nach Lissabon, wo die Gruppe im Parlament von dem Abgeordneten Michael Seufert, einem Absolventen der Deutschen Schule Porto, herzlich willkommen geheißen wurde. Sein deutscher Großvater, so erläuterte er, war nach Portugal ausgewandert, als die portugiesische Textilindustrie florierte und deutsche Fachkräfte sehr begehrt waren. In fließendem Englisch erläuterte er die Parlamentsarbeit und beantwortete anschließend die Fragen der Schüler. Nachmittags blieb noch Zeit, die malerische Altstadt von Lissabon zu besuchen. Bereits am Donnerstag fanden die finalen Debatten zum Thema "Sollten Privatschulen abgeschafft werden?" und "Sollte die Haltung von Tieren in Zoos verboten werden?" statt, wobei eine Debatte auf Englisch und eine auf Deutsch durchgeführt wurde. Die Zuhörer waren sehr angetan von der Eloquenz und sprachlichen Kompetenz vor allem derjenigen Debattierenden, die in der Fremdsprache ihre Beiträge leisten mussten. Nachmittags wurde die Gruppe im Rathaus von Porto von der Vizebürgermeisterin empfangen. Am letzten Tag des Aufenthalts in Porto durften die Schüler noch den Unterricht an der DS Porto besuchen, abends gab es ein großes Festessen, alle Teilnehmer hatten gemeinsam ihre landestypischen Gerichte zubereitet. Die Käsespätzle der Oettinger Gruppe fanden großen Anklang. Bei Musik und Tanz wurde ausgiebig gefeiert, gelacht und gesungen.

Der Abschied fiel allen schwer, denn man lernt ja nicht nur die Kultur, die Menschen und ihre Sprache kennen und schätzen, sondern man findet Freunde fürs Leben und das ist es, was ein Projekt wie dieses so wertvoll macht! Aber es gibt für andere ja schon bald die Gelegenheit, sich wieder persönlich zu sehen, beim nächsten Projekttreffen im Februar in Polen.

(Inca Heinlein, Q11)