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Organspende geht jeden an!

Der ehemalige A-E-G Schüler und jetzige Medizinstudent Alexander Rilk klärte die Schülerinnen und Schüler über dieses wichtige Thema auf.

 

Mehr als 10000 Menschen in Deutschland warten derzeit auf ein Spenderorgan, im Jahr 2015 wurden 877 Organe (ohne Lebendspende) transplantiert. (https://www.organspende-info.de/infothek/statistiken)

Über diese und viele weitere interessante Fakten berichtete Alexander Rilk an zwei Tagen den Schülerinnen und Schülern der 10 und der 11. Klassen. Der ehemalige A-E-G-Schüler und Medizinstudent engagiert sich hierfür ehrenamtlich bei der Initiative „Aufklärung Organspende“, Lokalgruppe Regensburg, die unter anderem bei Schulbesuchen und Informationsveranstaltungen über die sensiblen Themen Organspende und Hirntod aufklären. Wichtig ist ihm und der Gruppe dabei, dass sie neutral nötiges Wissen vermitteln und einen Denkanstoß geben, sodass jeder Jugendliche und Erwachsene persönlich eine Entscheidung über die eigene Spendenbereitschaft fällen kann.

Nach der Begrüßung durch StD Schmalisch begleiteten die sehr interessierten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Alexander Rilk das fiktive Fahrradunfallopfer Paul, das mit Hirnblutungen ins Krankenhaus kommt. Mit viel Bezug zur Zuhörerschaft gelang es Alexander Rilk, das Thema einfühlsam und dennoch mitreißend zu transportieren. Die SchülerInnen erhielten dabei einen Überblick über den Ablauf nach einem Unfall, was es heißt, Ersthelfer zu sein und welche Untersuchungen im Krankenhaus gemacht werden. Bei Paul wurden Hirnschäden ohne Therapieoptionen festgestellt, sodass infolgedessen der Hirntod diagnostiziert werden sollte. Der Referent klärte dabei die 11. KlässlerInnen in seiner kurzweiligen Art immer unter Einbezug seiner ZuhörerInnen auf, welche Elemente zu einer Hirntoddiagnostik gehören und welche klinischen Symptome – unter anderem die Hirnstammreflexe, Apnoe-Test, Schmerzreflex, etc. – getestet werden und welche große Bedeutung die Gespräche mit Angehörigen haben. Als großes Problem und Belastung für Angehörige und Ärzte nannte er die Tatsache, dass in den seltensten Fällen eine schriftliche Erklärung des Patienten vorliegt, in nahezu 60% wissen die Angehörigen nicht, wie der Patient gedacht hat und was sein Wille ist und stehen so vor einer schwierigen Situation. Mithilfe eines Torsos wurden schließlich die Organe im Körper verortet und auf diese Weise praxisorientiert gezeigt, welche Organe man spenden kann und welche nicht. Für manche überraschend war die Tatsache, dass man sogar den Darm spenden kann.

Da man in Deutschland explizit zustimmen muss, um ein Spender zu sein, motivierte Alexander Rilk alle SchülerInnen und LehrerInnen, sich über dieses bedeutende Thema Gedanken zu machen in einem Organspendeausweis den eigenen Willen eindeutig festzuhalten.

Saskia Kleemann und StR Korbinian Schäfer dankten im Namen der Schüler Alexander Rilk für sein ehrenamtliches Engagement und hofften auf eine baldige Wiederholung.

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