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Musikalische Erquickung an einem warmen Sommerabend

Ensembles und Solisten begeistern bei Sommerkonzert

 

„Nach der Religion ist Musik die reichste Quelle für den Menschen“, meinte schon Martin Luther. Reichlich Spielkunst und Freude am Musizieren sprudelte aus dieser musikalischen Quelle beim diesjährigen Sommerkonzert. So wie eine Quelle Erfrischung bietet, erlebten die vielen Zuhörer eine wunderbare musikalische Erquickung an einem warmen Sommerabend.
Den Anfang machten wie meist die jüngsten unter den vielen Musikern. Geleitet von Günter Simon und Petra Hanke ging die Streicherklasse 5a gleich zur „Attacke“ über. Mit dem gleichnamigen Stück zeigten sie dem Publikum, welch enorme Fortschritte sie bereits nach knapp einem Jahr gemacht haben. Barocken Glanz verströmte anschließend die Streicherklasse 6a mit einem Rondeau. Das unsere Schüler nicht nur mit den Instrumenten sehr gut umgehen können und nicht „auf den Mund gefallen sind“, bewies zuerst die Klasse 5c mit einem rhythmisch anspruchsvollen Sprechstück, in dem sie gekonnt ein Reiseziel für die kommenden Ferien aussuchen wollten, aber zum Schluss zur Erkenntnis kamen: „Egal wohin, Hauptsache Ferien!“ Eine andere Jahreszeit besang die Klasse 6c mit ihrem fröhlichen Kanon „Spring“.
Dass das Vororchester bereits ein weites Genrespektrum sicher und mit großer Ausdrucksstärke beherrscht, erlebte das begeisterte Publikum einerseits mit einem Satz aus dem berühmten Brandenburgischen Konzert Nr.3 von Johann Sebastian Bach und im Kontrast dazu mit „Pretty women“ von Roy Orbison einen der weltweit erfolgreichsten Hits des Jahres 1964.
Nach den Auftritten der großen Ensembles setzten anschließend Johanna Hederer, Violine und Ludwig Burger, Klavier einen absoluten Glanzpunkt als perfekt harmonierendes Duo. Technisch versiert, absolut sicher in den Läufen und mit ausgewogener dynamischer Variabilität präsentierten sie derart gekonnt das „Allegro“ aus der Frühlingssonate von Ludwig van Beethoven, dass das Publikum ihnen mit langanhaltendem Beifall Respekt und höchste Anerkennung zollte.
Dass Streicherensembles längst nicht nur auf klassische Musik fixiert sein müssen, belegte der Auftritt des großen Schulorchesters. Neben dem sicher, schwungvoll und mit viel Spielfreude präsentierten „Viva la Vida“ der Gruppe Coldplay, war es vor allem das intensive, im Power-Rock Stil geschriebene „Today“ von Robert Gardner. Das Genießen des Lebens im Augenblick beschreibt den Geist des Stückes und die Musiker schienen den Augenblick des Spieles sichtlich zu genießen und für das Publikum war es wahrlich ein Hörgenuss. Punktgenau zelebrierten sie den aggressiven Stil des Stückes und hielten das energische Tempo, garniert mit feinen Glissandi, sicher bis zum Ende durch.
Festlich wurde es dann noch einmal als das Abiturientenorchester mit Anna Schuster als Solistin an der Flöte quasi als Abschiedsgeschenk die berühmte „Badinerie“ aus der h-Moll-Suite von Johann Sebastian Bach präsentierten.
Den Abschluss bildeten dann wieder moderne Grooves, die die Big Band unter Leitung von Tim Schauen, in die Aula zauberte. Eine perlende Vielfalt verschiedener Stilrichtungen, von Funk, mit „September“ von Earth, Wind and Fire, über Thema-Musik wie der Titelmelodie aus der Muppetshow, bei dem Saskia Kleemann für ihr fulminantes Schlagzeusolo tosenden Applaus erntete, der Musik aus der Serie Hawaii Five-O, bis hin zu klassischem Rock mit „Eye oft he Tiger“ von der Gruppe Survivor, alles in typischem mitreißendem Bigband Sound, beendete das Konzert und Musiker wie Zuhörer dürften dem amerikanischen Musikpsychologen Robert Jourdain zugestimmt haben, der meint: „Musik scheint von allen Künsten die zu sein, die uns am unmittelbarsten berührt.“

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