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Mobiles Lernen in mobilen Räumen - A-E-G goes didacta

 

Die didacta – die Bildungsmesse fand zum neunten Mal auf dem Gelände der Messe Stuttgart statt. Als die weltweit größte Fachmesse rund um Bildung bot sie Angebote von rund 900 Ausstellern und ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte, Erzieher, Ausbilder, Trainer und Personalentwickler an. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kommen zur didacta, um hier Wege für die Bildung der Zukunft zu finden und sich auszutauschen.

Beeindruckt von den Räumlichkeiten am Albrecht-Ernst-Gymnasium sowie vom zielgerichteten Einsatz mobiler Endgeräte in einzelnen Englischkursen in der Oberstufe lud Anders Fuchs, Produktmanager für Digitale Bildung bei der Firma Wehrfritz, spontan Christian Heinz und ein Schülerteam ein, auf der didacta 2017 zeitgemäßen Unterricht mit mobilen Endgeräten in flexibel ausgestattete Räumen zu demonstrieren.

Mit dem ehrgeizigem Ziel, den Besuchern der Bildungsmesse „Didacta“, Unterricht mit MacBooks und iPads vorzuführen, in dem wir Schüler zu Produzenten unserer eigenen Lernprodukte werden, machten wir (also Herr Heinz, Lisa Greß, Florian Wunderle und ich, Laura Recht) uns auf dem Weg nach Stuttgart.

Geplant waren vier kurze Workshops, in denen wir Englischunterricht simulieren wollten, wie er bereits 1:1 im Q11 Kurs von Herrn Heinz stattgefunden hatte. In Zweierteams übten wir Talks, filmten diese, bauten sie in ein iBook in der App iBooks Author ein, um am Ende ein präsentables Produkt vorstellen zu können. „Direct and cut, edit and produce, present and share“ waren die ersten drei Durchgänge überschrieben, im vierten Zeitfenster demonstrierten wir Schüler in Echtzeit, wie einfach mit Hilfe der App Book Creator auf einem iPad eBooks produziert werden können, die nicht nur Text, sondern auch Ton- und Videoformate enthalten und somit die Redezeit jedes einzelnen Schülers in der Fremdsprache erhöhen.. Herr Heinz moderierte die Workshops und erläuterte den interessierten Standbesuchern die Notwendigkeit, digitale Medien sinnvoll und zielorientiert in zeitgemäßen Unterricht, der in flexiblen Räumen stattfindet, zu integrieren. Über Apple TV und einen großem Bildschirm konnten Zuschauer einzelne Arbeitsschritte live mitverfolgen. In zwei der 4 Workshops hatten wir viele Besucher, die auch über die gesamte Dauer dabei blieben und Fragen stellten. Wir mussten allerdings auch feststellen, dass die Aufmerksamkeitsspanne einiger Besucher nicht länger als ein paar Minuten anhielt, und diese dann zum nächsten Stand weiterzogen. Dafür aber hatten wir das Gefühl, in vielen Einzelgesprächen vermitteln zu können, dass mobile Endgeräte, wie etwa iPads, die wir an der Schule haben, nicht schwierig zu handhaben sind und Schüler eher gewillt sind, mit Interesse und Motivation zu lernen, wenn sie Inhalte in Gruppen selbst erarbeiten können, wenn sie zielorientiert und kollaborativ ein Produkt erstellen können, das sie dann präsentieren.

Interessant waren für uns alle die Klassenzimmer, die die Firma Projekt, die auch für Teile unserer Einrichtung in den Lernlandschaften acht, neun und zehn verantwortlich war, aufgestellt hatte. Wir wurden von den Designern und Verantwortlichen des Messestandes auf Augenhöhe behandelt, als wir nach unserer Meinung als Schüler, die ja letztendlich in Schulräumen lernen und die „Zielgruppe“ sind, zu neuen Tischen und Sitzgruppen befragt wurden und Feedback geben konnten.

Neben den vielen Besuchern, die über Großbildschirme Bilder unsere Schule sahen, zu erzählen, wie es bei uns am AEG so zugeht, liefen wir auch selbst über das Messegelände, besuchten Stände, fanden heraus, dass es Catering Services für Biomahlzeiten an Kindergärten gibt, schossen Fotos und erfuhren u.a., dass das Bundessprachenamt händeringend nach Dolmetschern sucht. Wir probierten Virtual Reality Brillen aus, mit welchen man einen Rundgang in 3D durch eingerichtete Kindergärten machen konnte – die Grenzen zwischen Realität und Animation verschwommen auf beeindruckende Art und Weise. Die Zeit, um alle Hallen zu besichtigen, blieb uns allerdings nicht.

Wir drei bedanken uns bei der Firma Projekt und Herrn Fuchs und natürlich bei Herrn Heinz, der uns mitgenommen hatte, für die Einladung und die Möglichkeit, die didacta nicht nur als Besucher zu erleben, sondern selbst als Referenten auftreten zu können.

Nachtrag von mir, dem Lehrer im Team: nicht nur die Experten vor Ort, u.a. Profis der Gesellschaft für digitale Medien aus Hamburg, die Schulen bei der Einführung digitaler Medien begleiten und den ganzen Tag vor Ort waren, oder die vielen Besucher, die mit „meinen“ Schülern Gespräche führten, waren beeindruckt von der Selbstverständlichkeit, mit der Lisa, Laura und Florian souverän individuelles Lernen mit mobilen Endgeräten demonstrierten, referierten, Fragen beantworteten, mit iPad und MacBook umgingen - sondern auch ich als Lehrer! Vielen Dank für euer Engagement!

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