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"Mit Spielfreude und Teamgeist zum Erfolg!"

102 Abiturientinnen und Abiturienten erhielten in festlichem Rahmen ihre Reifezeugnisse

 

"Da habe ich dich getragen", unter diesem Thema aus der Geschichte „Spuren im Sand“ stand der feierliche ökumenische Gottesdienst, als Beginn der Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten am Albrecht-Ernst-Gymnasium. Mit der anschließenden Überreichung der Reifezeugnisse im Rahmen eines Festaktes im Barocksaal des fürstlichen Schlosses wurden dann die 102 Absolventen offiziell aus dem Albrecht-Ernst-Gymnasium entlassen.

"Ich wünsche euch, dass ihr die Spuren Gottes neben euch in eurem bisherigen Leben findet und offen seid für den Weg in eure Zukunft", gab Pfarrer Paul Sattler in seiner Begrüßung den Absolventen mit auf den Weg. Stadtpfarrer Ulrich Manz ging in seiner Predigt auf das offene Ende der Geschichte ein. "Es fehlt noch das Wort: Danke! Danke, dass du mich getragen hast als es mir schlecht ging. Ihr dürft wissen, dass ihr nie allein auf eurem Weg seid. Es ist gut unterwegs zu sein mit unserem Herrn Jesus Christus,“ versicherte Manz den Abiturienten.

Mit dem bekannten „Hallelujah“ von Leonhard Cohen  eröffnete der Schulchor unter Leitung von Anja Heuschmid den Festakt im prunkvollen Barocksaal des fürstlichen Schlosses.

In Vertretung S.D. Fürst Albrecht zu Oettingen-Spielberg begrüßte Domänendirektor Christian Wippermann die Festgäste. Er gratulierte den Abiturienten zur Erlangung der Reifezeugnisse und gab ihnen den Rat: "Nehmen Sie ihr Wissen und Können als Teil ihrer Heimat mit, egal wohin Sie Ihr Weg führen wird!"

Mit dem festlich intonierten „Andante Festivo“ von Jean Sibelius leitete das Schulorchester unter Leitung von Petra Hanke zur Rede von Schulleiterin Claudia Langer über. Diese begann mit einer für alle überraschenden musikalischen Einlage. In schwarzem Anzug und mit weißem Schal betrat Stefan Schneider, ehemaliger Abiturient des A-E-G, den Saal und erfreute, begleitet von Günter Simon und dem Orchester, mit dem Champagnerlied „Feuerstrom der Reben“ aus der Operette „Die Fledermaus“ die Festversammlung.

„Als erstes Gymnasium in Bayern konnten wir mit Ihrem Jahrgang eine Streicherklasse einrichten, in die sich immerhin auch vier mutige Knaben gewagt hatten,“ stelle Schulleiterin Langer dann zu Beginn ihrer Rede fest und verglich den Weg zum Abitur mit dem Erwerb eines Führerscheins. „Alle Fünftklässler begaben sich voller Elan auf die lange ‚Fahrstrecke‘, eingeteilt in acht Runden mit einer genau vorgeschriebenen Zahl an ‚Fahrstunden‘ und einer vorgegebenen Menge an theoretischen Inhalten. Obwohl der Motor nicht bei allen immer ‚auf Hochtouren‘ lief, haben auf der letzten Strecke zum Abitur  die meisten zur Freude ihrer „Fahrlehrer“ richtig ‚hochgeschaltet‘, so dass 102 „Fahrschüler“ ans Ziel gelangt sind.“  Es erfülle sie mit Stolz, so die Schulleiterin, dass zwei Abiturientinnen das Traumergebnis 1,0 erreicht haben! Bei 23 stehe die Eins vor dem Komma und bei 63 die Zwei. „Mit dem Abiturzeugnis haben Sie eine ‚Fahrerlaubnis’ vom geregelten ’Kreisverkehr Schule‘ hinaus in eine Welt von nahezu  unbegrenzten und kaum mehr überschaubaren Möglichkeiten erhalten“, stellte Langer fest und bemerkte zugleich, „dass der Besitz des Führerscheins allein noch nicht beweist, dass man tatsächlich fahren kann! Fahrpraxis erwirbt man durch Übung und Erfahrung.“ Um sich in unserer Welt, die sich immer rasanter verändert, behaupten zu können, sei eine stabile Persönlichkeit die Voraussetzung, meinte Langer. „Wenn es uns am A-E-G gelungen ist, Sie dabei zu unterstützen, sich zu kritischen und selbstbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln, haben wir viel erreicht. Wie weit uns dies bei jedem einzelnen von Ihnen gelungen ist, kann ich nicht einschätzen. Aber ich weiß, dass Ihre Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.“

Die Schulleiterin wünsche den Absolventen für ihre Zukunft „eine stets ‚unfallfreie Fahrt‘, viel Energie und Mut, das ‚Steuer‘ immer fest und entschlossen selbst in die Hand zu nehmen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie die richtigen Entscheidungen treffen, wohin Ihr Weg auch immer Sie führen soll. Ich wünsche Ihnen für Ihr berufliches und privates Leben echte Zufriedenheit, Freude, Glück, Tatkraft und Optimismus, mehr positive als negative Erfahrungen, stets echte Freunde als Beifahrer, vor allem aber auch Gesundheit, einen persönlichen Schutzengel, der Sie vor Unfällen bewahrt, immer einen sicheren ‚Parkplatz‘ zum Ausruhen, und bei allem Gottes Segen!

Nach dem vom Orchester sehr innig und ausdrucksstark gespielten "Lunchtime Stroll" von Hilary Burgoyne wurden zahlreiche Abiturienten für besondere Leistungen geehrt. Den Preis des fürstlichen Hauses für das beste Abitur mit dem Notendurschnitt von 1,00 überreichte Christian Wippermann im Namen S.D. Fürst Albrecht an die Abiturientinnen  Regina Hertle und Mirjam Richard und gratulierte beiden herzlich zu dieser großartigen Leistung.

Für den Elternbeirat gratulierte die Vorsitzende Simone Feldmeier den Abiturienten und riet ihnen: „Nehmen Sie sich immer wieder die Zeit, die Schönheit des Augenblicks zu genießen!" Anschließend überreichte sie den Preis des Elternbeirates für das zweit- und drittbeste Abitur an Sandra Fuchs und an Jonas Heimerl, die die Noten 1,10 bzw. 1,20 erreicht haben.

"Wir sind stolz auf Sie und freuen uns mit Ihnen!", versicherte Peter Schiele, der in Vertretung von Landrat Stefan Rößle die Glückwünsche des Landkreises Donau-Ries überbrachte. "Verlieren Sie Ihre Heimat und den heimatlichen Wirtschaftsraum nicht aus den Augen", bat er die Absolventen und überreichte den Preis des Industrie- und Wirtschaftsförderverbands Donau-Ries e.V" als dessen Vorsitzender an Nicolas Bumba für seine herausragende Seminararbeit zum Thema "Die wirtschaftliche Entwicklung Wemdings und ihre Auswirkungen auf die Stadtentwicklung."

Für die Raiffeisen-Volksbank Ries eG zeichnete der Vorstandsvorsitzende Helmuth Wiedenmann ebenfalls eine hervorragende Seminararbeit aus. Er bat Gabriel Haferkorn auf die Bühne, um ihm den Preis für seine Arbeit zum Thema "Euro: Mythos oder Realtität" zu überreichen.

Persönlich und im Namen der Stadt Oettingen gratulierte Bürgermeister Matti Müller den Abiturienten zu ihrem großartigen Ergebnis. "Sie haben Herausregendes geleistet, aber die Tatsache des lebenslangen Lernens wird Sie begleiten", versicherte er den Absolventen und rief sie auf, sich in der Gesellschaft zu engagieren, sich ehrenamtlich einzubringen. „Was man für die Allgemeinheit tut, das tut man auch für sich selbst. Zeigen Sie Reife, indem Sie auch ihre politische Verantwortung wahrnehmen!" Ehrenamtliches Engagement soll der von ihm ausgelobte "Bürgermeisterpreis" belohnen, mit dem er diesmal Jonas Heimerl für seinen vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz und sein herausragendes Engagement im P-Seminar „Oettingen in 3D“ auszeichnete.

Den Preis des „Fördervereins ehemaliger Schüler und Freunde des A-E-G" erhielt Jonas Birnmeyer aus den Händen des Vorsitzenden Wolfgang Knoll für seine exzellente Seminararbeit, in der er die "Eutrophierung –das gravierendste Problem im Naturschutz, am Beispiel der Wörnitz" untersuchte.

Für ihre herausragende Leistung im Fach Latein überreichte Roland Wenzel den Preis der Elisabeth-Saal-Stiftung an Sandra Fuchs.

Den Preis der Deutschen Mathematikervereinigung für die besten Leistungen im Fach Mathematik übergab Johannes Böglmüller an Simon Zech und Claudia Langer ehrte Jonas Heimerl mit dem Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für seine herausragenden Ergebnisse in Physik.

Im Namen der SMV bedankten sich die Schülersprecher Corinna Werner, Mira Vieting und Stefan Kuhn bei ihren Vorgängern Anne Sonnenfroh, Julia Fackler, Georg Fischer, Jonas Birnmeyer, Constanze Laznicka und Janek Wonner für deren langjähriges Engagement.

Nach dem schwungvollen „Alexander´s Ragtime Band" von Irving Berlin, mit den Abiturientinnen Anna-Lena Hauber (Klarinette), Annika Ott und Maria Stempfle (Saxophon) verglich die Abiturientin Mirjam Richard in ihrer Rede die Abigemeinschaft mit einem Fußballteam. „Jeder von uns hat seine eigene Position, seine Begabung, seinen Charakter und wir haben in den acht Jahren gelernt, dass es leichter ist, wenn man zusammenspielt und sich aufeinander verlassen kann.“  Mehr Entfaltungsmöglichkeiten hätten auch die zahlreichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen am A-E-G Stadion gebracht und der Trainerstab um „Cheftrainer“ Cornelius Pösl habe dafür gesorgt, dass man die richtigen Trainigsmethoden und Taktiken eingeübt habe. Richard bedankte sich auch beim „Kochteam um Barbara Saulich, beim „Platzwart Manfred Mührl, der stets für einen „englischen Rasen“ gesorgt habe, beim Verwaltungsteam und bei der "Vereinsführung" um "Präsidentin" Claudia Langer, die mit den Spielern immer auf der Basis des gegenseitigen Respekts und Verständnisses Verhandlungen geführt habe. Der größte Dank gebühre aber den treuesten Fans, den „Ultras“ für ihre „grenzenlose Unterstützung, aufopfernde Hingabe und Unerschütterlichkeit im Glauben an uns“, richtete die Abiturientin den Dank an die Eltern. „Während die Bayern mit dem Triple bereits alle Ziele erreicht haben, haben wir noch viele vor uns. Egal zu welchem Verein es uns zieht, für welche Mannschaft wir spielen, oder ob wir vielleicht sogar den Trainerschein machen: Solange wir das, was wir tun, aus Überzeugung und mit Begeisterung tun, wird es uns gelingen“, meinte Mirjam Richard und wünschte ihren Mitabiturienten weiterhin Teamgeist und Spielfreude und „schreckt nicht davor zurück, euch neue Ziele zu setzen!“

Nach meditativen Gedanken von Gerhard Enzelberger erhielten die Abiturienten unter dem Beifall der Anwesenden dann ihre Reifezeugnisse überreicht. Neben dem Zeugnis bekamen sie die schon traditionelle Schultüte des Elternbeirates, deren Inhalt sie immer an ihre Zeit am A-E-G erinnern wird.

In den festlichen Rahmen der Feier passte auch der musikalische Abschluss. Virtuos präsentierte sich bei Antonio Vivaldis „Allegro“ aus dem „Konzert a-moll für Blockflöte, Streicher und B.C.“ die Abiturientin Anna Maurer als Solistin, begleitet von einem Orchester aus Mitabiturienten. Sie setzten damit den glanzvollen Schlusspunkt unter die eindrucksvolle Feier, die dann beim Abiturball ihre Fortsetzung fand.

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