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Mahnmal und Aufforderung zur Menschlichkeit

Schülerinnen und Schüler berichten von ihrer Exkursion zur Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Dachau

 

Nachdem wir im März das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg besucht hatten, starteten die 9. Klassen im Mai die zweite Exkursion zum Thema Nationalsozialismus in die KZ-Gedenkstätte in Dachau.

Nach der Ankunft wurden wir klassenweise unseren Referenten zugewiesen. Nachdem wir das Torhaus passiert hatten, konnten wir uns auf dem Appellplatz annähernd in die ehemaligen Gefangenen des Lagers hineinversetzen. Diese mussten dort zweimal am Tag, nämlich morgens und abends, im Winter in eisiger Kälte nur mit Häftlingskleidung und Pantoffeln bekleidet oder im Sommer unter große Hitze, mehrere Stunden zum Appell antreten. Hauptsächlich waren in Dachau, dem ersten Konzentrationslager der Nationalsozialisten, Gegner des Regimes, Homosexuelle, Juden und Sinti und Roma inhaftiert. Während der weiteren Besichtigung des Geländes erfuhren wir von den unmenschlichen und grausamen Lebensbedingungen der Insassen. So wurden in den 12 Jahren, in denen das Lager Bestand hatte, über 40.000 Menschen getötet. Selbst bei kleinsten Vergehen wurden die Gefangenen in den „Bunker“ gebracht, einem Gefängnis im Gefängnis. Dort folterten und töteten SS-Männer viele der Häftlinge. Anschließend besichtigten wir noch die Krematorien sowie die Gaskammer. Diese war zwar voll funktionstüchtig, jedoch ist umstritten, ob eine solche Vorrichtung in Dachau je benutzt worden ist.

Zum Ende der Exkursion schauten wir uns noch einen Film über das Konzentrationslager und dessen Befreiung im Frühjahr 1945 an. So konnten wir uns einen kleinen Einblick in die schreckliche Vernichtungsmaschinerie der Nazis verschaffen und erhielten ein Gefühl für die Bedeutung der Befreiung des Lagers durch die Amerikaner. Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir nachdenklich an das A-E-G nach Oettingen zurück.

Das ehemalige Konzentrationslager Dachau ist ein Ort, der auf bewegende Weise an die Diktatur des Nationalsozialismus erinnert. Gleichzeitig ist es Mahnmal und Warnung, die Fehler und Verbrechen von einst nicht zu wiederholen und eine Aufforderung zur Arbeit an Menschlichkeit und Frieden.

(Autoren: Lukas Maier und Fabian Schreiber, 9d)

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