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"Machen Sie etwas aus Ihrer Freiheit!"

64 Abiturientinnen und Abiturienten erhielten am A-E-G ihre Reifezeugnisse

"Abi 2012 - Der Zug endet hier", unter diesem Thema stand der feierliche ökumenische Gottesdienst, der am Anfang der Verabschiedung unserer Abiturientinnen und Abiturienten stand. Mit der anschließenden Überreichung der Reifezeugnisse im Rahmen eines Festaktes im Barocksaal des fürstlichen Schlosses wurden dann die 64 Absolventen offiziell aus dem Albrecht-Ernst-Gymnasium entlassen.

"Dieser Zug endet hier, aber nicht der Zug in ihr weiteres Leben, für das wir Ihnen Gottes Segen wünschen", versicherte Stadtpfarrer Ulrich Manz in seiner Begrüßung und  Pfarrer Paul Sattler ging in seiner Predigt auf das Bild des Paulus von den Menschen als Glieder des Leib Christi ein. "Es geht um ein verantwortliches Leben in der Gesellschaft. Wir sind zu einem Leib, zu einer verantwortlichen Gemeinschaft getauft. Ihr seid nicht nur gesegnet, sondern auch berufen", stellte Pfarrer Sattler fest und rief den jungen Erwachsenen zu: "Bringt euch ein, dort wo ihr euren Platz findet!"

Mit festlicher Musik eröffnete das Schulorchester unter Leitung von Günter Simon den Festakt im prunkvollen Barocksaal des fürstlichen Schlosses.

In Vertretung S.D. Fürst Albrecht zu Oettingen-Spielberg begrüßte Forstdirektor Markus Schlösser die Festgäste, unter ihnen auch den Fraktionsvorsitzenden der CSU im Bayerischen Landtag, Georg Schmid. Er gratulierte den Abiturienten zur Erlangung der Reifezeugnisse und gab ihnen den Rat: "Verfolgen Sie die Dinge, die Ihnen Freude bereiten!"

Den Horizont zu weiten und möglichst Erfahrungen auch im Ausland zu sammeln, riet der Fraktionsvorsitzende der CSU im Bayerischen Landtag, Georg Schmid, den Abiturienten in seinem Grußwort. "Genießt das Leben, engagiert euch für dieses Land und geht das Leben optimistisch an!", waren seine weiteren Ratschläge. Für die Arbeit im Schulorchester überreichte er im Namen der Margarete-Gradl-Stiftung Schulleiterin Claudia Langer einen Scheck in Höhe von 1000 Euro.

Mit einer Stück aus dem Film "Die Kinder des Monsieur Mathhieu" leiteten Chor und Orchester, dirigiert von Annette Böhm, zur Rede von Schulleiterin Claudia Langer über. "Jetzt haben Sie endlich schulfrei, können über sich selbst und Ihr Leben bestimmen. Endlich tun und lassen können, was man will! Aber ist das wirklich Freiheit?" Echte Freiheit frage nach dem "wozu", meinte Langer. "Es geht um eigenständiges und verantwortungsvolles Denken und Handeln. Machen Sie etwas aus Ihrer Freiheit!" Die Schulleiterin erinnerte an das kulturelle Wertesystem, das nach Theodor Heuß, dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, auf dem griechischen und römischen Denken von der Demokratie und dem christlichen Denken von Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde gründe. "Jetzt sind Sie aufgefordert, diese Werte in der Zukunft zu bewahren und diese weiter zu gestalten", meinte Claudia Langer und gab den Absolventen noch einige Ratschläge mit auf den Weg: " Gehen Sie sorgsam mit Ihrer Zeit, mit Ihrer Gesundheit und mit sich selbst um, denn Sie haben nur ein Leben! Gehen Sie sorgsam mit unserer Umwelt und Erde um, denn wir haben nur eine Erde! Gehen Sie sorgsam und achtsam mit Ihren Wurzeln um, damit meine ich Ihre Eltern, Ihre Familie und Heimat! Vergessen Sie niemals, woher Sie kommen.!" Persönlich und im Namen der ganzen Schulfamilie wünschte die Schulleiterin den Abiturienten für Ihr berufliches als auch privates Leben viele positive und wenig negative Erfahrungen, Glück und Zufriedenheit, Freude, Mut und Optimismus, echte Freunde, Gesundheit und Gottes Segen!"

Nach dem vom Orchester sehr ausdrucksstark gespielten "Only time" wurden zahlreiche Abiturienten für besondere Leistungen geehrt. Den Preis des fürstlichen Hauses für das beste Abitur mit dem Notendurschnitt von 1,20 überreichte Markus Schösser im Namen S.D. Fürst Albrecht an den Abiturienten Miran Mizani und gratulierte herzlich zu dieser großartigen Leistung.

Für den Elternbeirat beglückwünschte der 2. Vorsitzende Manfred van Rinsum die Abiturienten und verwies auf das hohe Niveau des A-E-G. "Dazu haben sie auch beigetragen!" Anschließend überreichte er den Preis des Elternbeirates für das zweitbeste Abitur an Iris Meyer, die die Note 1,40 erreicht hat. Leonie Thum hat mit dem Durchschnitt 1,50 abgeschlossen und wurde vom Elternbeirat für das drittbeste Abitur geehrt.

"Wir sind stolz mit Ihnen!", versicherte Peter Schiele, der in Vertretung von Landrat Stefan Rößle die Glückwünsche des Landkreises Donau-Ries überbrachte. "Vergessen Sie ihre Schule und ihre Heimat, das Donau-Ries nicht", bat er die Absolventen und überreichte den Preis des „Wirtschaftsförderverbands Donau-Ries e.V" als dessen Voristzender an Jonas Reding für seine herausragende Seminarbeit zum Thema "Dient die Leiharbeit als Brücke in eine Festeinstellung?"

Für die Raiffeisen-Volksbank Ries eG zeichnete der Vorstandsvorsitzende Helmut Wiedenmann ebenfalls eine hervorragende Seminararbeit aus. "Schule bietet Hilfe zur Selbsthilfe. Das sind auch die Ideale, die unsere Bank tragen", betonte Wiedenmann bevor er David Krach auf die Bühne bat, um ihm den Preis für seine Arbeit zum Thema "Personalpolitische Handlungsalternativen hinsichtlich demographischer Entwicklung und Fachkräftemangel" zu überreichen.

Persönlich und im Namen der Stadt Oettingen gratulierte Bürgermeister Matti Müller den Abiturienten zu ihrem großartigen Ergebnis. "Sie haben die beste Schulbildung bekommen, die möglich ist", versicherte er den Absolventen und rief sie auf, sich in der Gesellschaft zu engagieren, sich ehrenamtlich einzubringen. Jede Gesellschaft ist nur so gut, wie ihre Mitglieder bereit sind, sich für sie einzusetzen. Engagieren Sie sich in Vereinen, den Kirchen, besonders auch in der Politik!" Ehrenamtliches Engagement soll der von ihm ausgelobte "Bürgermeisterpreis" belohnen, mit dem er diesmal Alexander Rilk für seinen vielfältigen Einsatz auszeichnete.

Den Preis des „Vereins der Ehemaligen und Freunde des A-E-G" erhielt David Lichtenwalder aus den Händen des Vorsitzenden Wolfgang Knoll und des Seminarleiters Klaus Kögel für seine exzellente Seminararbeit, in der er die "Revolution in Ägypten" untersuchte.

Für ihre herausragenden Leistung im Fach Latein überreichte Oberstufenkoordinator Manfred Pausch den Preis des Altphilologenverbandes an Magdalena Gartenschläger und Miran Mizani.

Einen weiteren Preis für besondere Leistungen im Fach Mathematik übergab Seminarleiter Ralf Klotz an Manuel Trollmann.

Im Namen der SMV bedankte sich Georg Fischer bei den beiden ehemaligen Schülersprechern Marion Gruber und Miran Mizani für deren langjähriges Engagement.

Nach einem Klarinettenkonzert von C.M. von Weber, gespielt von der Abiturientin Antonia Schreitmüller, wollte der beste Abiturient Miran Mizani seinem Ur-Ur-Großvater nicht nacheifern und hielt seine Abiturrede nicht wie sein Vorfahr auf Latein, zumal "der Lauf der Zeit vom Wandel geprägt ist". In seiner teilweise ironisch gefärbten Rede, die oft Insiderwissen verlangte, blickte er auf die vergangenen Jahre zurück. Dabei blieben ihm vor allem die Zeiten zwischen den Unterrichtsstunden im Gedächtnis. Früher suchte man Zuflucht in Kirchen oder Vereinen. Das habe sich auch gewandelt, denn einen wichtigen "Zufluchtsort" bildete "der Aufenthaltsraum für die Oberstufe, auch Q-Raum genannt", in dem sich "die geplagten Schüler der Qualifikationsstufe von nahezu allen Sorgen des schulischen Alltags" erholen konnten. Außerdem lerne man sehr viel auch "außerhalb des Unterrichts", meinte Mizani, was sich vor allem auf Klassenfahrten bestätigt habe."Der eigentlich immer zum heutigen Anlass thematisierte Reifeprozess ist mit dem Abitur noch lange nicht abgeschlossen", stellte der Abiturient am Ende seiner Rede fest.

Nach meditativen Gedanken durch Gerhard Enzelberger und einem Klavierstück von Jaques Ibert, gespielt von Carina Geiger, erhielten die Abiturienten unter dem Beifall der Anwesenden dann ihre Reifezeugnisse überreicht. Neben dem Zeugnis bekamen sie die schon traditionelle Schultüte des Elternbeirates, deren Inhalt sie immer an ihre Zeit am A-E-G erinnern wird.

Festlich hatte die Feier begonnen, festlich endete sie auch. Achim Wunderle, Trompete, setzte, begleitet von Petra Hanke am Klavier, mit einem "Allegretto" von Tomaso Albinoni den glanzvollen Schlusspunkt unter die eindrucksvolle Feier, die dann beim Abiturball ihre Fortsetzung fand.

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