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Leinen los und volle Fahrt voraus!

Die 5. Klassen erforschten eine Woche lang die Meere der Welt

 

Auf große Fahrt gingen die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen im Rahmen ihrer Projektwoche. Mit Eifer stachen sie in See, um die Weltmeere zu erkunden. Diese hatten sie sich nämlich als diesjähriges Thema ausgewählt. In insgesamt 30 Gruppen wurden die Kinder zu Forschern, die je nach Interesse in die Tiefen der Ozeane abtauchten, sich mit dem problematischen Umgang des Menschen mit den Meeren beschäftigten, auf den Spuren der Piraten segelten, mit Odysseus von Abenteuer zu Abenteuer reisten oder mit Seemansliedern vergangene Matrosenromantik aufleben ließen.

Nachdem sich die Teams gefunden hatten, sammelten recherchierten sie eine Woche lang  Informationen zu ihrem Thema, um sie dann für ihre Mitschüler aufzubereiten und entsprechend zu präsentieren. Die jungen Forscher machten sich aber nicht nur mit großem Eifer, sondern auch mit viel Phantasie und Kreativität ans Werk. So entstand hinter einer Glastür eine skurrile Unterwasserwelt, in der sich allerlei Getier tummelte, das aus Plastikmüll entstanden war. Dazu hatten die Teilnehmer sogar spannende Geschichten, die sich in diesem einmaligen „Sea Life“ abspielten verfasst. Genauso spannend waren auch die Aufführungen der Abenteuer, die der antike Held Odysseus während seiner Irrfahrt durch das Mittelmeer erlebte oder die Seeschlacht von Salamis, die eine Gruppe ihren Zuhörern eindrucksvoll präsentierte. Inspiriert vom „Fluch der Karibik“ begegnete ein Team Captain Jack Sparrow und ein anderes ließ das „Piratenleben früher und heute“ aufleben. Auch ganze Bücher mit eigenen Seefahrer und Piratenabenteuern wurden verfasst. Die Geschichten um Chrissi&Jack und William Crongs Abenteuer wurden mit viel Applaus bedacht. Damit sich all diese Gestalten in den Weiten der Ozeane nicht verirren, erläuterte eine Gruppe, wie man auf See richtig navigiert und baute dazu auch entsprechende Gerätschaften. Ohne richtige Navigation sind die Weltumsegler früher und auch heute ebenso verloren wie die gigantischen Fracht- und Containerschiffe. Welche Wege über die Meere diese nehmen, was sie alles transportieren und wie wichtig das für die Weltwirtschaft ist, erforschten ebenfalls mehrere Gruppen. Wahrscheinlich hat das Matrosenleben nicht mehr viel mit jener Seefahrerromantik zu tun, die z.B. in Liedern wie „Ick heff mol en Hamborger Veermaster sehn.,.“ ausgedrückt Ein musikalisches Team machte mit alten Seemansliedern so richtig Stimmung, während eine Reihe von Teams sich mit den Problemen befasste, für die die Menschen verantwortlich sind. Welche verheerenden Folgen die Ölkatastrophen für die Weltmeere mit sich bringen, wie viel sorglos weggeworfener Plastikmüll die Meere verschmutzt, welche Schäden der Tourismus verursacht und wie weit die Überfischung der Meere auf Grund der Profitgier bereits fortgeschritten ist, als das war den Schülern wichtig und sie präsentierten ihre zum Teil schockierenden Ergebnisse sehr anschaulich und eindrucksvoll dem Publikum. Am Ende des fünften Schöpfungstages, als Gott die Tiere des Meeres geschaffen hatte heißt es „und siehe, es war sehr gut!“ „Wie gehen wir mit dem Schöpfungsraum Meer um?“, fragten sich zwei weitere Gruppen. Ihre Ergebnisse waren teilweise erschütternd. Haifischen werden bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten und die Tiere dann ins Meer geworfen, wo sie elend zugrunde gehen, nur weil man vor allem in asiatischen Ländern meint, seinen Reichtum durch das Essen von Haifischflossensuppe zur Schau stellen zu müssen, tausende Delfine und Kleinwale ersticken in den riesigen Netzen der Thunfischflotten, Schildkröten fressen im Meer schwimmende Plastiktüten, die sie für Quallen halten und verenden qualvoll. Dies sind nur einige der erschütternden Beispiele, die die Schüler erarbeitet haben. Die Zuhörer erhielten aber auch Hinweise, wie sie, z.B. durch das Beachten bestimmter Siegel beim Kauf von Tiefkühlfisch, konkret etwas dagegen tun können. Besondere Faszination übte die Tiefsee auf die Schüler aus. Bis auf 11.000 Metern Tiefe wagten sich die jungen Tiefseeforscher in zahlreichen Gruppen hinab, um zum Beispiel die Vielfalt an bizarren Lebewesen, wie Blobfisch, Anglerfisch oder Kragenhai, die in dieser absoluten Dunkelheit existieren, ans Licht zu bringen. Auch die Frage, wie diese Tiere überhaupt unter den unwirtlichen Bedingungen leben können, wurde ausgiebig erforscht und den Zuhörern erläutert. Überhaupt gibt es in der Tiefsee noch viel zu entdecken, denn dieses Gebiet ist das am wenigsten erforschte der Erde überhaupt. „Es waren schon mehr Menschen auf dem Mond, als an der tiefsten Stelle der Erde, dem Mariannengraben“, stellte eine Schülergruppe fest. Deshalb war es auch interessant zu erfahren, wie man den überhaupt in diese Tiefen vordringen und zum Beispiel dem immensen Druck standhalten kann.

Wieder aufgetaucht und in den schulischen Hafen eingelaufen stellten alle Teams ihre höchst interessanten Forschungsergebnisse aus der Projektwoche zunächst während eines Vormittags ihren Mitschülern vor und präsentierten sie dann am Abend den von ihnen eingeladenen Gästen. Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde folgten der Einladung in so großer Zahl, dass die Akteure richtig überwältigt waren.
Am Ende waren sich alle einig: Die Entdeckungsreise über und durch die Meere dieser Welt hat sich richtig gelohnt.

Bilder   Projektwoche Präsentation vor den Mitschülern Präsentationsabend mit geladenen Gästen