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Kenn dein Limit

Suchtpräventionsworkshops für die siebte Jahrgangsstufe

 

Egal ob im Supermarkt, in Tankstellen, auf Familienfesten oder Partys: Alkohol hat in unserer Gesellschaft einen festen Platz. Dass es sich dabei um ein Zellgift handelt und der Alkoholkonsum hohe gesundheitliche und soziale Risiken birgt, wird dabei oftmals vergessen.

Auch als junger Mensch gerät man in die Nähe von Alkohol. Deswegen lud unsere Schulpsychologin und Suchtbeauftragte Livia Muhanna Diplom-Sozialpädagoge Stefan Graßl vom Landratsamt Donau-Ries ein, denn nur wer über die Folgen und Wirkungen von Alkohol Bescheid weiß, kann sich vor ihnen schützen.

Wo Verbote nur wenig erreichen, setzte der Workshop an: Mit aktivierenden Methoden kamen die Schüler der siebten Jahrgangsstufe und Stefan Graßl schnell miteinander ins Gespräch. Damit das Wort „Sucht“ kein abstrakter Begriff bleibt, zogen die Schüler zu Beginn des Workshops Gegenstände aus einem Beutel, die alle im Zusammenhang mit der Thematik standen: Bierflasche, Zigarettenschachtel, Klamottenwerbung, Tabletten, Alkopop, Terminkalender, Spielkarten oder Spritze sollten nach ihren Eigenschaften legal oder illegal, stoffgebunden oder stoffungebunden sowie schnelle oder langsame Abhängigkeit sortiert und in der Mitte des Stuhlkreises abgestellt werden. Stefan Graßl fesselte die Schüler dabei mit lebensnahen Geschichten, beantwortete geduldig die zahlreichen Fragen und räumte mit diffusem Vorwissen auf.

Da Jugendliche immer früher mit dem Konsum von Alkohol beginnen – das Einstiegsalter liegt bei 13 Jahren, obwohl nach dem Jugendschutzgesetz das Trinken von Alkohol noch gar nicht erlaubt ist – widmete sich ein Schwerpunkt des Workshops diesem Thema. Im simulierten Alkoholrausch von 0,8 und 1,3 Promille testeten die Schüler mit Hilfe zweier Brillen ihre Körperkoordination beim Durchlaufen eines Parcours. Gar nicht so einfach, wenn der Blick stark eingeengt und die Umrisse der aufgebauten Hütchen nicht mehr deutlich zu erkennen sind. Da wurde allen Schülern sofort klar, dass es unmöglich ist, in diesem Zustand sicher auf zwei oder vier Rädern am Straßenverkehr teilzunehmen.

Der Abschluss des Workshops beschäftigte sich dann mit den konkreten Auswirkungen von Alkohol. Wie viel Promille hat man eigentlich, wenn man beispielsweise zwei alkoholische Getränke konsumiert hat? Wie stark beeinträchtigt der Genuss eines Biers die Wahrnehmungsfähigkeit und welche körperlichen Auswirkungen hat der Alkoholkonsum? Ernste Themen wie Alkoholvergiftungen, Koma und Entzugserscheinungen stimmten die Schüler nachdenklich.

Als nach zwei Unterrichtsstunden der Schulgong das Ende des Workshops markierte, waren sich alle einig: Der Workshop vermittelte suchtpräventives Wissen und förderte ohne erhobenen Zeigefinger die kritische Einstellung zu legalen und illegalen Drogen.

 

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