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Kan-Ban System und individuelle Drahtbürsten

WR-Q11_b-Kurs war zur Betriebserkundung bei der Firma Lessmann

 

Am 1.Februar 2010 traf sich der Wirtschaftskurs b der Q11 von Herrn Neuhaus im Medienraum und bekam von uns eine kurze Einführung über das Unternehmen und mögliche Ausbildungs- und Studienwege.
Um ca. 14.20 Uhr sind wir bei dem Betrieb angekommen, wo wir von Patricia Lessmann und Wolfgang Schneid begrüßt wurden, die uns ab hier, in zwei Gruppen geteilt, durch den Betrieb führten.
Zunächst wurden wir in die Zopferei geführt, wo mit hochmodernen Maschinen größtenteils vollautomatisch Drahtbürsten beispielsweise für die Pipelineindustrie produziert werden.
Herr Schneid erklärte uns das Kan-Ban-Lagersystem, welches sich mit Karteikarten selbst steuert, wodurch kein Lagerist mehr nötig ist.
Anschließend sind wir in das Hochlager geführt worden. Wie der Name schon sagt, wurde es in die Höhe gebaut und somit wurde die Fläche sehr gut genutzt. Um die hohen Regale auch ganz oben erreichen zu können, fährt ein Stapelfahrer zwischen den einzelnen Regalen und lässt sich nach oben fahren.
Einige Schüler durften den Fahrer sogar auf den Weg nach oben begleiten.
In diesem Lager wird ein sogenanntes „chaotisches Lagersystem“ angewandt, was bedeutet, dass jedes Teil an einem beliebigen gerade verfügbaren Platz abgelegt wird und sich der Computer merkt, wo es wieder zu finden ist.
Draußen war der gesamte Vorrat an Holz zu sehen, der einmal im Jahr aufgefrischt wird. Dieses Holz wird in der Hölzerei, in der wir anschließend waren, zu den Griffen der Handbürsten verarbeitet. Die Abfälle, die dabei entstehen, werden gleich zum Heizen genutzt und somit spart sich Lessmann viel Energie.
Jeder Schüler, sowie Herr Neuhaus, bekamen eine dieser Handbürsten als Andenken geschenkt und jeder durfte sich diese selbst mit einer Maschine mit dem extra für uns eingestellten Schriftzug „Lessmann GmbH – Betriebsführung 01.02.2010 – Q11 A-E-G Oettingen“ beschriften.
Danach kehrten wir wieder zu Industriebürsten zurück: Im Prüfzentrum sahen wir zu, wie diese auf ihre Leistung getestet wurden. Von jeder Produktionsserie werden dort Bürsten auf Herz und Nieren getestet, damit sich der Kunde auf die Zuverlässigkeit des Arbeitsgerätes verlassen kann.
Im Büro der Arbeitsvorbereitung zeigte uns ein Angestellter, wie am Computer und auf Papier neue Bürsten konstruiert und gezeichnet werden, um die Qualität der Produkte und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.
Zuletzt trafen sich beide Gruppen in der Kantine wieder und die beiden Führungsleiter beantworteten einige wirtschaftlich interessante Fragen. Auf die Frage, was der Vorteil Lessmanns gegenüber der Konkurrenz sei, die beispielsweise in Tschechien sitzt, erklärten sie, dass die höheren Preise ihrer Produkte durch höhere Lohnkosten und teurere Maschinen durch die deutlich bessere Qualität ausgeglichen werden und durch ständige Forschung und Entwicklung das Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben kann.
 
Jana Zitterbart,  Felix Rüster