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"Ihr habt was Großartiges geleistet!"

Die Klasse 6a präsentierte das von ihr selbst erdachte und erstellte Spiel "Oettinger Stadt-Memory"

Mit einer eindrucksvollen Präsentation stellten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a das von ihnen erdachte und selbst produzierte "Stadt-Memory" über Oettingen vor.

Die von den Schülern eingeladenen Ehrengäste, unter ihnen Bürgermeister Matti Mülller, waren voll des Lobes über die Leistung der Kinder und das absolut professionell gestaltete Spiel.

Da die Klasse auch gleichzeitig eine Streicherklasse ist, eröffnete sie die Präsentation musikalisch mit dem "Fiddle-Kids-Rag".

Laura und Kai begrüßten im Namen der ganzen Klasse die Gäste und übergaben das Wort dann an das "Präsentationsteam", das ihrem Publikum den Entstehungsprozess des Spieles von der ersten Idee bis zur Fertigstellung mit einer gelungenen Präsentation erläuterte.

Im letzten Schuljahr, also noch in der 5.Klasse, reifte im Deutschunterricht die Idee, im Zusammenhang mit der Aufsatzart "Beschreibung" ein eigenes Spiel zu entwickeln und dazu die Spielebeschreibung zu verfassen. In gemeinsamen Überlegungen mit ihrem Deutschlehrer Günther Schmalisch wurde die Idee konkreter und schließlich wollten "wir keinen Projektunterricht, sondern ein Projekt, das über die Schule hinaus von Bedeutung ist, verwirklichen", verriet Johanna.

Schnell war dann klar, eine Art Memory über Oettingen zu entwickeln, "da es sowas noch nicht gab". Aber es sollte nicht eines der herkömmlichen Memoryspiele, mit nur jeweils zwei gleichen Motiven sein. "Die Spieler sollen gleichzeitig etwas über die schöne Stadt Oettingen erfahren und lernen." Deswegen wurden zunächst insgesamt 33 wichtige, die Residenzstadt prägende Motive ausgewählt. Die Schüler teilten sich dann in Gruppen auf, die jeweils für zusammengehörige Motive wie Kirchen, Schulen, Brunnen etc. zuständig waren.

"Wo bekommen wir die nötigen Informationen her? Am besten durch eine Stadtführung!" Der Oettinger "Nachtwächter" Christian Zuber erklärte sich spontan bereit, der Klasse die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt auch am Tag zu zeigen und zu erklären. Ganz eifrig wurde dabei fotografiert und mitgeschrieben, um die entsprechenden Fragen und Antworten zu den einzelnen Objekten formulieren zu können, denn das war das Ziel, unter jedem Bild sollte noch eine Frage stehen, in der gleichzeitig die Antwort der Frage des Partnerkärtchens enthalten ist und umgekehrt.

Aber nicht nur durch die Stadtführung, sondern auch im Informationsmaterial das Schülerinnen aus dem Verkehrsamt besorgt hatten, in Büchern der Schulbibliothek und durch Recherchen im Internet konnten die einzelnen Gruppen Wichtiges zu ihren Objekten finden.

Schließlich wurde die beiden Hintergrundfarben der Spielkarten ganz demokratisch ausgewählt.

Gelb und blau leuchten den Spielern nun die fertigen Memorykarten entgegen und auch die Bilder hätten von Profis nicht viel besser gemacht werden können.

Um das Ganze in der richtigen Weise druckfertig machen zu können, machte eine Schülergruppe einen Besuch in der Oettinger Druckerei Sing, wo sie vom Inhaber persönlich gezeigt und erklärt bekamen, wie aus Daten im PC schließlich der fertige Druck wird. Damit auch die finanzielle Kalkulation durchgeführt werden konnte, holten die Schüler ein Angebot ein, das im Unterricht dann Grundlage für die Festlegung des Verkaufspreises war. In einer ausführlichen Diskussion bewiesen die Kinder kaufmännisches Denken und legten den Preis schließlich auf 12,95 € fest. Mit Hilfe und Unterstützung der Raiffeisen-Volksbank Ries eG, für die Alexander Klotz als Ehrengast gekommen war,  konnte letzlich auch die Vor-Finanzierung des Projektes geklärt werden.

In diesem Zusammenhang lernten sie sogar die Zinsrechnung, denn so Fragen wie "Was bedeutet "exclusive MwSt" oder "wie hoch ist die Mehrwertsteuer und wie rechnet man 19% aus" wurden schließlich gemeinsam eben an einem konrekten Gegenstand geklärt und das machte auch den Spaß an der Sache und gleichzeitig die Ernsthaftigkeit, mit der das Ganze betrieben wurde, aus. Und wenn man mal nicht weiter wusste, holte man sich die Hilfe von Experten, wie bei der Gestaltung des Kartonbildes. Hier bat die Klasse den künstlerisch sehr begabten und am Computer äußerst versierten Kollegiaten David Schröter um Hilfe, der den Mitschülern seine Fähigkeiten gerne zur Verfügung stellte und die Entwürfe der Klasse in hervorragender Weise graphisch umsetzte. Das Bild auf dem Spielekarton ist wahrlich ein "Hingucker", bestätigten alle Gäste spontan.

"Ihr habt für die Stadt Oettingen was Tolles produziert und ich bin sehr beeindruckt, was man in der 5. Klasse erreichen kann. Das verdient höchsten Respekt", zeigte sich Bürgermeister Matti Müller begeistert und orderte gleich 40 Exemplare des Spiels.

Als Anerkennung lud er die Klasse zum Pizzaessen ein, was die Schüler mit großer Freude annahmen.

"Ich bin sehr stolz auf euch!", meinte Schulleiterin Claudia Langer. "Was ihr in der 5. Klasse bereits geschafft habt ist ein eindruckvolles Beispiel für eure Freude am Lernen und dafür, welch herausragenden Ergebnisse mit selbstgesteuertem, individuellem Lernen und den Möglichkeiten der flexiblen Klassenzimmer erzielt werden können. Und was mich besonders freut, ihr habt dabei nie nach Noten gefragt, sondern gelernt und gearbeitet, weil ihr Freude und Interesse daran hattet, weil es euer Projekt war. Erhaltete euch diese Freude am Lernen. Ich wünsche euch noch viele Auflagen eures Spieles, denn eigentlich gehört es in jede Oettinger Familie", meinte die Schulleiterin.

Die beiden Klassensprecher Robin Holzner und Kai Weeber überreichten zum Schluss jedem Ehrengast zum Dank für die Hilfe und Unterstützung ein Exemplar des Oettinger Stadt-Memory, bevor die Streicherklasse die Feier mit dem eigens für diesen Anlass einstudierten "Mückentanz" abschloss.

Nach dem offiziellen Teil gab es dann noch eine Überraschung, denn die Gäste waren zu einem Imbiss geladen, bei dem sich noch viele Gelegenheiten zu interessanten Gesprächen über das Spiel und die rundum gelungene Präsentation ergaben.

Alle wichtigen Infos in Kürze....

Als ob das alles noch nicht genug wäre, hat Paul Zühlke, ein Schüler dieser Klasse, sogar eine eigene Webseite für dieses Spiel entwickelt. Reinschauen....

Bilder von der Präsentation.....