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"Ich bin beeindruckt!" Minister Spaenle zu Besuch am A-E-G

Kultusminister Ludwig Spaenle vom pädagogischen Weg des A-E-G überzeugt!

 

Ein Orchester mit mehr als 120 Streichern unter Leitung von Günter Simon empfing Kultusminister Ludwig Spaenle bei seinem Besuch am Albrecht-Ernst Gymnasium. Da die besonderen pädagogischen Aktivitäten am A-E-G, Schule fit für die Zukunft zu machen, bereits bis nach München gedrungen sind, nahm der Minister die Einladung der Schule gerne an, sich einmal vor Ort selbst ein Bild von der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes eines individualisierten, schülerzentrierten Unterrichts zu machen, zumal er diesen Ansatz in letzter Zeit selbst mehrfach als unumgängliche Notwendigkeit hervorgehoben hat.
„Ich bin sehr beeindruckt, wie hervorragend an dieser Schule die musische Ausbildung für eine so wichtige ganzheitliche Erziehung und Bildung am Gymnasium eingesetzt wird“, äußerte sich Spaenle nach dem Vortrag des Orchesters. Eine große Karriere prophezeite der Minister dem jungen Organisten Ludwig Burger (Klasse 6d), der mit einem Präludium von Johann Sebastian Bach an der schuleigenen Steinmeyer-Orgel den hohen Gast nach der Begrüßung durch Schulleiterin Claudia Langer begeisterte.
Derweil fieberten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5b und 6a bereits dem nächsten Programmpunkt entgegen. Im Deutschunterricht hatten sie ausgehend von der Lektüre des Jugendbuches „Lilly unter den Linden“ jahrgangsübergreifend eine Ausstellung zum Thema „20 Jahre Mauerfall“ konzipiert und in der Aula aufgebaut, die der Minister eröffnen sollte. In Gruppen hatten sie zum verschiedenen Themen recherchiert, Material gesammelt und aufbereitet sowie zahlreiche interessante Originale als Ausstellungsstücke zusammengetragen, wie William Karmann (5b) dem Kultusminister erläuterte. In der Uniform eines „jungen Pioniers“ reichte Philip Heinz dann Ludwig Spaenle eine Schere und bat ihn die Ausstellung offiziell zu eröffnen. Zusammen mit Landrat Stefan Rößle durchschnitt er das Band und zeigte sich beim Rundgang fast sprachlos. „Das ist unglaublich, was die 5. und 6.Klässler hier geschaffen haben, so etwas habe ich noch nie gesehen!“, äußerte er sich begeistert und lud die Schüler mit ihrem Deutschlehrer Günther Schmalisch ein, die Ausstellung auch im Kultusministerium in München zu zeigen.
Anschließend zeigte Schulleiterin Claudia Langer dem Minister die besonderen „flexiblen Klassenzimmer“ des A-E-G. Sie konnte Ludwig Spaenle bei seinen kurzen Unterrichtsbesuchen in verschiedenen Fächern, vermitteln, wie eng Pädagogik und Raumgestaltung zusammenwirken. Überzeugt von der Konzeption sagte er der Schulleiterin seine volle Unterstützung bei der weiteren Umsetzung des pädagogischen Konzeptes zu.
Ein herausragendes Beispiel dafür, was in einem P-Seminar geleistet werden kann, stellte dann Alois Mayr dem hohen Gast vor. Unter seiner Leitung entwickeln seine Seminarteilnehmer Unterrichtsmaterialien für das Fach Latein, die in Zusammenarbeit mit einem Verlag in Buchform herausgegeben werden. Zum Projekt gehört auch eine eigene Internetplattform (www.lektuerewerkstatt.de), von der auch andere Schulen profitieren können.
Zum Schluss erhielten Vertreter der 11.Klassen und des Elternbeirats, im Gespräch dem Minister ihre Sorgen und auch Anregungen aus ihren Erfahrungen mit dem G8 mitzuteilen.
Dabei beließen es die Schülerinnen Theresa Ulbricht, Sonja Klinger und Julia Deinzer nicht beim Klagen, sondern unterbreiteten Spaenle auch konkrete Vorschläge, wie die nach einem „Vorabitur“ um bestimmte Fächer ablegen und sich besser auf das Abitur vorbereiteten zu können. Dem Hinweis der Elternbeirätinnen Andrea Glaß und Michaela Scheible auf die hohe Arbeitsbelastung und Stofffülle im G8 konterte der Minister mit dem Verweis auf bereits getroffene Korrekturen. Er nahm auch die Lehrer in die Pflicht, sich nur auf den notwendigen Stoff zu konzentrieren, bevor er das Gespräch und damit auch den Besuch am A-E-G abrupt abbrechen musste, da er zu einer Telefonkonferenz mit seinen Ministerkollegen aus den anderen Bundesländern gerufen wurde.