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Hallo - das geht gar nicht!

Wie man/frau Vorstellungsgespräche besser nicht beginnt - nur ein kleiner Tipp aus dem diesjährigen Assessment Center für die Q 12 im Rahmen der Reihe zur Berufs- und Studienorientierung (BuS)

14 besonders an ihrer beruflichen Entwicklung interessierte Schülerinnen und Schüler stellten sich an einem Donnerstag- und einem Freitagnachmittag solchen Fragen und Übungen im Rahmen einer Assessment Center (AC) -Simulation, die am Albrecht-Ernst-Gymnasium als Abschluss des BuS-Programms (Berufs- und Studienorientierung) angeboten wurde.

Ein AC ist ein aufwändiges und umfassendes Personalauswahlverfahren, das gängige Praxis nicht nur bei Unternehmen des Mittelstandes und Global Playern ist, sondern auch z.B. bei der Polizei oder in den Kirchen werden Stellen vermehrt auf diese Weise besetzt.

Am Donnerstagnachmittag gab es zunächst einen Überblick zu AC-Übungen, wie sie heute von Unternehmen individuell zusammengestellt werden. Dabei gilt: Je größer der zukünftige Ausbildungs- bzw. Studienpartner ist und je mehr Verantwortung auf der angestrebten Stelle liegt, desto umfangreicher auch das Personalauswahlverfahren. Kleinere Unternehmen schalten immer häufiger e-ACs vor das eigentliche Bewerbungsgespräch. Am heimischen PC beim Leistungstest sich helfen lassen, bringt wenig, denn später können im Unternehmen solche Tests ausschnittsweise wiederholt werden.

Um die äußeren und inneren Zusammenhänge eines solchen Personalauswahlverfahrens den KollegiatInnen näher zu bringen, wurden dann insgesamt vier Übungen simuliert, in denen die sogenannten soft skills (überfachliche Kompetenzen) im Mittelpunkt standen: Ob es nun um die Belastbarkeit und Organisationsfähigkeit unter Zeitdruck oder um die richtige Anwendung der Körpersprache geht, wie wichtig eine überzeugende Informationsstruktur und die Einübung einer Kritikakzeptanz im Berufsalltag sein können, dies alles konnte man/frau in diesen vier Simulationen studieren - entweder in der Rolle des aktiv Beteiligten und auch als eingewiesener Beobachter.

Als Assessoren (bzw. Trainer) aus der Wirtschaft stellten sich freundlicherweise wieder zur Verfügung Frau Susanne Schnapper von JELD-WEN Deutschland GmbH & Co. KG Oettingen, die Herrn Gerhard Abtmayr und Stefan Sturm von der Sparkasse Donauwörth sowie Herr Joachim Herfert von der EUROCOPTER Deutschland GmbH Donauwörth.

Ganz besonders hervorgehoben müssen die persönlichen Rückmeldungen (Feedbacks), die jeder Teilnehmer von den Assessoren erhielt. Es ist eine wohl einmalige Gelegenheit in der Schulzeit, dass sich gleich vier Experten aus drei unterschiedlichen Branchen dezidiert zu dem Auftreten eines Schülers/in äußern und ihm Tipps für die weitere Persönlichkeitsentwicklung mit auf den Weg geben. So ist es vielleicht auch gelungen, ein Personalauswahlverfahren wie das Assessment Center nicht in erster Linie als Instrument des Einteilens in Gewinner und Verlierer zu sehen, sondern als Möglichkeit zu erkennen, welche Persönlichkeitseigenschaften für den angestrebten Beruf schon vorhanden sind und welche noch entwickelt werden können.

Die teilnehmenden KollegiatInnen und die mit der Organisation beauftragten Lehrkräfte bedankten sich abschließend bei den Assessoren mit einem kräftigen Applaus und einer "flüssigen Zuwendung" für den überaus engagierten Einsatz an diesem Tag.

 

BuS-Team: Herbert Neuhaus und Karin Seefried

 

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