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Händel meets Duke Ellington

Mitreißendes Weihnachtskonzert Teil 1

 

Mit einem Konzert auf sehr hohem Niveau begeisterten die vielen musikalischen Talente am Albrecht-Ernst-Gymnasium beim ersten Teil des Weihnachtskonzertes ihr Publikum.
 
Das große Schulorchester, das mittlerweile nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ sehr von dem "Projekt Streicherklasse" profitiert, bot unter der Leitung von Petra Hanke eine festliche Eröffnung mit dem schonen "Cincerto Pastorale" für zwei Querflöten und Streicher des bisher noch wenig bekannten süddeutschen Meisters Johann Christoph Pez. Beeindruckend waren sowohl der homogene Gesamtklang des Orchesters als auch die fein ziselierte Zwiesprache der beiden Solistien Theresa Ulbricht und Elisabeth Bosch.
Stimmgewaltig und gleichzeitig fein nuanciert verzauberten die Mitglieder des Leistungskurses Musik ihr Publikum anschließend mit dem Liebeslied "Come again" des englischen Renaissancekomponisten John Dowland.
Mit einer klaren, sicheren Tongebung bestach Stefan Schneider, Trompete, bei seinem Vortrag eines bekannten Allegros von Georg Friedrich Händel, perfekt begleitet von Margarete Hädrich am Flügel.
Eine außergewöhnliche Premiere erlebte das Publikum als sich auf der Bühne neun Cellisten versammelten, ein Ensemble, das es sonst wohl kaum an einer Schule geben dürfte. Dass dieses interessante Klangerlebnis möglich wurde, ist ebenfalls eine positive Folge der Streicherklassen. Hervorragend auf einander abgestimmt präsentierten die Musiker ein barockes Rondeau von Pietro Torri.
Zwei außergewöhnliche gesangliche Talente aus dem Lk Musik boten anschließend absolute Highlights des Konzertes. „Singe, Seele, Gott zum Preise" , einmal heiter-fröhlich, einmal innig-leise interpretierte Ines Galinski, begleitet von Regina Schröppel, Violine und Margarete Hädrich, Piano, die eindringlich schöne Arie von Georg Friedrich Händel mit fein focussiertem Sopran. Ihr in nichts nach stand Jakob Kress, der, eingrahmt von Vater Dietmar Kress am Piano und Bruder Simon am Cello, mit kraftvollem Ton und genauer Artikulation die berühmte Bass-Arie "Großer Herr, oh starker König" aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach sang und dafür ebenso wie Ines Galinski große Anerkennung und viel Applaus erntete.
Einen wundervollen Kontrast zum barocken Jubel bot das Gitarren-Duo Michaela Schröttle und Nadja Wiedemann mit einer Romanz von Fernando Sor, bevor die drei "Crazy Flutes", Theresa Schröttle, Corinna Wolf und Maria Hönle sowie das Bläsertrio Lisa Müller, Maria Hönle (beide Saxophon) und Daniela Lauter, Klarinette, mit dem brasilianischen Evergreen "Tico Tico" mit ihrem intonationsreinen beschwingten Spiel zum Auftritt der Bigband überleiteten. Auch, wenn das Ensemble durch abiturbedingte Abgänge zahlenmäßig dezimiert wurde, der Qualität des Ensembles tat dies keinen Abbruch. Auch unter der neuen Leitung von Silke Rottmann zeigte sich die Bigband als enorm bewegliches und flexibles Enemble. Ob jazzig, wie bei "Fly me on the moon", mit typischem Swing beim Duke Ellington Klassiker "It don´t mean a thing" oder dem Feeling der Balladen "Nicole" von Sammy Nestico - mit Stefan Schneider als herausragendem Solisten - und "Georgia on my mind", die Bigband begeisterte in allen Stilrichtungen mit ihrem federnden Groove und ihrer Geschlossenheit. Bei der Zugabe "Sing, sing, sing" ging dann so richtig die Post ab. Alexander Rilk sorgte trotz Handverletzung am Schlagzeug für den richtigen Drive, von dem sich sofort auch das Publikum anstecken ließ.
Lang anhaltender Applaus belohnte die vielen Musiker für den gebotenen Hörgenuss.
Dabei war das nur der erste Teil. Der zweite folgt am kommenden Mittwoch, wenn die Unterstufe ihr sicher ebenso mitreißendes Konzert gibt.