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Erfolgsserie gerissen!

Das „letzte“ Aufgebot der Lehrer stemmte sich vergeblich gegen Fußballniederlage

 

Was dem großen FC Bayern in der letzten Saisonphase schwer zu schaffen machte, traf auch das ambitionierte Team der Lehrer. Nach zwei umjubelten Siegen in den letzten beiden Jahren wollte man heuer diese Serie im traditionellen Fußballmatch gegen die Abiturienten unbedingt fortsetzen. Aber mehrere erfahrene Recken der Mannschaft ereilte nacheinander in den letzten Wochen das Verletzungspech. So trat wirklich das „letzte Aufgebot“ gegen die jungen Nachwuchskicker an. Es waren schließlich nur zehn Mann, die angetreten waren, die Ehre der Pädagogen zu verteidigen. Und sie taten dies vom Anpfiff an mit großem Elan. Ersatzcoach Löw hatte wohl die Marschroute ausgegeben, mit weiten Bällen aus dem Abwehrzentrum heraus das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Heinz befolgte diese Marschroute konsequent, fand aber vorne noch keine passenden Abnehmer. Den Abiturienten fiel es überraschenderweise schwer, das Spiel in den Griff zu bekommen. So verbrachte man die ersten zehn Minuten mit gegenseitigem Abtasten. Doch dann entwickelte vor allem die linke Angriffsseite der Schüler immer mehr Druck. Philip Schneid scheitere mit einer Großchance noch knapp und eine weitere schnelle Kombination durch den Strafraum wurde mit einem Schuss neben das Tor abgeschlossen. Die Abwehr der Lehrer geriet immer mehr ins Schwimmen, so dass das 1:0 durch Lukas Roll in der 11. Minute abzusehen war. Mit einem Flachschuss aus 20 Metern ließ er Keeper Zäh keine Chance. Roll schien daran Gefallen gefunden zu haben, denn auf die gleiche Art und Weise ließ er drei Minuten später das 2:0 folgen. Nun drohten alle Dämme der Lehrermannschaft zu brechen, denn Bernd Zühlke erhöhte weitere zwei Minuten darauf mit einem sehenswerten Seitfallzieher aus 8 Metern auf 3:0. Die Pädagogen versuchten nun mit taktischer Raffinesse eine Wende herbei zu führen. Heinz wechselte vom Abwehr- ins Sturmzentrum, was sofort auch Wirkung zeigte, denn die Abwehr stand nun – zumindest vorübergehend – sicherer, sogar die Abseitsfalle klappte – ab und zu wenigstens. Warum diese taktische Umstellung wieder rückgängig gemacht wurde, bleibt das Geheimnis der Teamleitung, denn schnell war alles wieder beim Alten und in der 25. Minute erzielte Christian Leib das 4:0. Auch Lehrer sollten eben die alte Fußballweisheit beherzigen: „Abseits ist, wenn der Schiri pfeift!“
Wer nun ein Debakel für die Lehrermannschaft befürchtete, wurde in den Folgeminuten etwas beruhigt, denn erstaunlicher Weise stellten die Abiturienten ihre Angriffsbemühungen nahezu ein und die Lehrer kamen sogar mehrmals kurz hintereinander über die Mittellinie. Ein schöner Doppelpass zwischen Knoll und Rechter deutete erstmal so etwas wie Gefahr an, Heinz donnerte einen Freistoß aus 17 Metern voll in die Mauer und Löw wollte Torwart Andy Zwölfer nach einem Eckball mit einem Hackentrick überwinden, was dieser aber mühelos verhinderte. Nach dieser Drangperiode der Lehrer beendeten die Abiturienten ihre Auszeit. Moritz Bergdolt nutzte einen fatalen Fehlpass der Lehrerabwehr und stürmte allein auf Zäh zu, der den Einschlag aber mit einer Glanzparade verhindern konnte. Machtlos war er dagegen wenige Sekunden später, als Julian Weng das 5:0 erzielte. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit plätscherte das Spiel mehr oder weniger dahin. Man hatte den Eindruck, die einen wollten nicht, die anderen konnten nicht mehr. Schließlich pfiff der souveräne Schiri David Fischer vom TSV Oettingen zu Halbzeit des sehr fairen Spiels.
Die Pause hatte den Lehrern sichtlich gut getan. Wie schon zu Beginn starteten sie auch in die zweite Hälfte mit viel Elan. Nach einer schönen Kombination zwischen Heinz und Knoll verstrickte sich dieser noch in der vielbeinigen Abwehr der Schüler. Doch in der 49. Minute war es soweit. Nach einer weiteren sehenswerten Ballstafette über Heinz, Knoll und Löw schloss Christian Heinz den Angriff mit einem strammen Schuss aus 20 Metern zum umjubelten Ehrentreffer des Lehrerteams ab. Aber es folgte wieder eine eher unverständlich taktische Änderung, denn der eben im Sturm erfolgreiche Heinz wurde wieder ins Abwehrzentrum beordert. Scheinbar war Coach Löw eher darauf bedacht, den knappen Spielstand zu halten, als noch mehr Offensivpower zu entwickeln. Dies erstaunte umso mehr, da die Abiturienten in der Folgezeit ein deutliches Nachlassen ihrer Laufbereitschaft und Spielfreude offenbarten. Oder war es der Schock des Gegentreffers?
„Unverhofft kommt oft“ gilt deshalb für das 6:1, das eher zufällig zustande kam. Felix Käser stand plötzlich frei am langen Eck – er hatte sich im Rücken von Mayr davon geschlichen – und brauchte den Ball nur noch einzuschieben.
Die taktische Änderung der Lehrer folgte auf dem Fuße, Heinz agierte wieder im Sturmzentrum und hätte einen fatalen Torwartfehler beinahe zu seinem zweiten Treffer nutzen können. Noch einmal entwickelten die Lehrer einen erstaunlichen Offensivdrang und die Abwehr der Schüler kam immer mehr ins Wanken. Rechter und Knoll versuchten aber mehrmals vergeblich, den Ball mit vereinten Kräften im Tor unterzubringen. Das Pulver des Lehrerteams war nun endgültig verschossen und so konnte Christian Leib in der 89. Minute ohne große Gegenwehr bei zahlenmäßiger Überlegenheit den Ball an Zäh vorbei zum Endstand von 7:1 ins Tor schieben.
Angesichts der aufopferungsvoll kämpfenden, erstaunlicher Weise konditionell kaum nachlassenden Lehrern, die zudem mangels Masse keine Wechselmöglichkeit hatten, ist das Ergebnis sicher um einige Tore zu hoch ausgefallen.

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