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Erfolgsserie fortgesetzt!

Lehrer besiegen erneut die Abiturientenmannschaft

 

Eine kompakte Mannschaftsleistung, eine dicht gestaffeltes Abwehrbollwerk, eine Portion Routine und ein überragender Torwart waren die Erfolgsgaranten der Lehrermannschaft, die mit 2:0 wie schon im Vorjahr über die Abiturienten triumphierte. Das ist um so bemerkenswerter, musste Chefcoach Knecht unfreiwillig auf einige bewährte Kräfte wie Kögel, Sattler oder Vogel J. verzichten!

So, als wollten sie das Schülerteam gleich überrollen, starteten die Lehrercracks auf dem Sportplatz in Ehingen sofort nach dem Anstoß mit einem weiten Ball Richtung Tor ihren ersten Angriff, der allerdings nichts einbrachte. Die Abiturienten benötigten einige Minuten, um sich nach diesem Schock zu sammeln und Ruhe in ihr Spiel zu bringen. So kam es zu einem ersten Abtasten und eher langweiligen Mittelfeldgeplänkel. Man ahnte schon, dass das eher ungewöhnliche, aber sicher in langen Nächten von Spielertrainer Knecht ausgetüftelte 1-3-5-1 System die Schüler in Ratlosigkeit verfallen lassen würde. So war es dann auch. Es gab kein Durchkommen und wie aus dem Nichts eröffnete sich die erste Großchance für die Abiturienten, die Tormann Zäh mit katzenhafter Geschmeidigkeit gleich zweimal zunichte machte. Dem wollte das Lehrerteam nicht nachstehen und in der 14. Minute machte sich Vogel nach einem feinen Hackentrick von Knoll auf und davon. Beim Abschluss verließen ihn dann aber die Kräfte.
Der erste echte Höhepunkt folgte dann in der 20. Minute. Nach drei Jahren Verletzungspause war es endlich soweit: Alois Mayr, der mittlerweile etwas in die Jahre gekommene einstige Schrecken aller Abiturmannschaften betrat unter dem Jubel seiner Mannschaftskollegen das Spielfeld. Doch der einstige Stoßstürmer passte nicht scheinbar nicht so richtig in Knechts taktisches Konzept, denn er musste sich in ungewohnter Rolle auf der linken Abwehrseite einreihen.
Diese Einwechslung blieb für lange Zeit der einzige Höhepunkt, das Spiel plätscherte so dahin, die Stürmer beider Mannschaften liefen sich in den gegnerischen Abwehrreihen fest. Mittelfeldmann Wagner bemühte sich Struktur in das Spiel seiner Mannschaft zu bringen, aber bei etlichen feinen Pässen war für seine Lehrerkollegen entweder der Gegner oder der Ball zu schnell.
Für einen unfreiwilligen Aufreger sorgte dann ein Querschläger von Heinz, der fast für das Führungstor der Schüler gesorgt hätte. Nur eine erneut glänzende Reaktion von Zäh verhinderte dies. Gleich beim nächsten Angriff zeigte sich Heinz wieder indisponiert und eröffnete mit einem Fehlpass Käser eine gute Schussmöglichkeit, doch der Ball strich haarscharf über die Querlatte.
Nach diesen Patzern bemühten sich die Lehrer Ball und Gegner vom eigenen Tor fern zu halten. Zimmermann schien das ständige Hin und Her im Mittelfeld leid zu sein, er fasste sich in der 41. Minute ein Herz und hämmerte den Ball aus etwa 18 Metern ins Netz. Die Lehrermannschaft bejubelte die Führung und versuchte sie auch in die Pause zu retten. Alles was in die Nähe des Tores kam wurde von Hüttinger kompromisslos weggeräumt. Auf der anderen Seite dann fast noch das 2:0. Nach einer feinen Hereingabe von Vogel warf sich Knoll dem Ball entgegen und verfehlte das Tor nur knapp. Der bis dahin unauffällig und souverän leitende Schiri Robin Groß pfiff bei brasilianischen Temperaturen zur Erleichterung aller zur Pause, Erholung und Erfrischung waren dringend nötig.
Die zweite Spielhälfte begann dann wesentlich lebhafter als der erste Durchgang. Die Schüler drängen gleich mit Macht auf den Ausgleich. Lamprecht setzte in der 48. Minute zu einem seiner starken Sololäufe an, umkurvte die gesamte rechte Abwehrseite der Lehrer, auch der eine Art „Vorstopper“ spielende Knecht konnte ihn nicht stoppen, passte fein in die Mitte, doch Käsers strammer Schuss strich über das Tor. Angestachelt von diesem Elan wollte es auf der anderen Seite Heinz ihm gleichtun, kam sogar bis an die Grundlinie des gegenerischen Strafraums, doch sein schwacher Pass landete beim Gegner, der sofort einen gefährlichen Konter über die nun verwaiste linke Seite fuhr, aber wieder war Hüttinger Endstation aller Anstrengungen.
Nun wogte das Spiel hin und her und wer meinte oder hoffte, dass die Lehrer langsam der Hitze, mangelnder Kondition, ihrem Alter, Körpermasse oder anderen Hemmnissen Tribut zollen müssten und eine Dranperiode der Schüler einsetzen würde, sah sich enttäuscht. Im Gegenteil, einen tollen Pass von Zimmermann in die Spitze schloss Knoll mit einem feinen Heber ab, aber der Torjubel wurde jäh durch den Abseitspfiff erstickt. Dieser blieb in der 56. Minute aus, aber der Schuss von Knoll strich ganz knapp über die Querlatte. Konditionelle Schwächen wurden bei den Abiturienten immer deutlicher erkennbar und so entstand das berühmte Loch im Mittelfeld.
In der 63. Minute keimte bei den Schülern und ihren Anhängern dann völlig unerwartet Hoffnung auf, als der Schiri plötzlich zum Entsetzen der Lehrer auf Handelfmeter entschied. Hüttinger war sich keinerlei Schuld bewusst, aber die Gerechtigkeit nahm auch so ihren Lauf. In jeder Schülermannschaft lernt man, dass man Elfmeter nicht halbhoch schießen darf. Lamprecht scheint damals nicht aufgepasst zu haben, denn Zäh hatte nur wenig Mühe seinen halbhoch ins linke Eck geschossenen Strafstoß zu parieren.
Gleich darauf zeigte wieder die Achse Zimmermann -  Knoll – Vogel ihre Gefährlichkeit, nur der Abschluss ließ weiter zu wünschen übrig. Spielertrainer Knecht wurde langsam ungeduldig und ein „Der nächste muss sitzen“ schallte über den Platz, aber damit schien er seine Stürmer nur noch mehr zu verunsichern, denn bei zahlreichen Chancen versagten vor dem Tor die Nerven.
In der 70. Minute versuchten die Abiturienten mit einer letzten verzweifelten taktischen Veränderung das Ruder noch herum zu reißen. Eine Dreierabwehrkette und eine Doppelspitze sollte die Wende bringen, doch es blieb bei Einzelaktionen. Vor allem Lamprecht war es, der immer wieder zu Sololäufen ansetzte, aber nichts Zählbares zustande brachte.
In der 84. Minute musste der Ausgleich eigentlich fallen. Knecht wurde von Eisen ausgespielt, sein Querpass vor das Tor fand einen Mitspieler, aber gleich drei Schüsse aus kürzester Distanz wurden in Gemeinschaftsarbeit von Zäh und/oder Hüttinger auf der Linie abgewehrt. Auch einen Schuss von Raab lenkte Zäh zwei Minuten später mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Wieder eine Minute später fliegt ein Kopfball von Käser nur knapp über das Tor. Chancen im Minutentakt ergaben sich nun für die Abiturienten. In der 88. Minute war es wieder Lamprecht, der (zum wievielten Male eigentlich?) Knecht umkurvte, aber sein Schuss geht wieder nur um Zentimeter am Tor vorbei. Nach dieser Aktion musste der beste Mann auf dem Platz von Krämpfen geplagt das Spielfeld verlassen. Die Schülermannschaft war noch etwas unsortiert, was Vogel gnadenlos ausnützte. Nach einem Sololauf über das halbe Spielfeld schob er den Ball lässig und routiniert am Torwart vorbei ins Netz und sorgte mit dem 2:0 für die endgültige Entscheidung. Bald darauf hatte der Schiri auch ein Einsehen und beendete die sehr faire Partie. Der Enttäuschung auf Schülerseite stand der verständlich Jubel über die Fortsetzung der Erfolgsserie auf Lehrerseite gegenüber und im nächsten Jahr heißt es sicher „Auf eine Neues!“

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