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Einen großen Baustein zum Gesamtgebäude A-E-G hinzugefügt

Mit einem feierlichen Festakt wurde die neue Turnhalle offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

 

Der 9. Oktober ist nicht nur ein bedeutender Tag in der deutschen Geschichte. Auch in die Annalen des Albrecht-Ernst-Gymnasiums wird er als ein wichtiges Datum der Schulgeschichte eingehen. Seit diesem Tag hat unser Gymnasium endlich eine eigene Turnhalle.
Schulleiterin Claudia Langer konnte zu dem feierlichen Festakt anlässlich der Einweihung neben Landrat Stefan Rößle und dem Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Schwaben, OStD Hubert Lepperdinger, zahlreiche weitere Ehrengäste in der Aula der Schule begrüßen. Sie brachte ihre Freude über das langersehnte Bauwerk deutlich zum Ausdruck und dankte persönlich, aber vor allem im Namen aller Schülerinnen und Schüler sowie des Kollegiums allen politisch Verantwortlichen, die die Realisierung der neuen Turnhalle möglich gemacht haben.
Dass der Neubau dringend erforderlich war, machte auch Stefan Rößle deutlich. Durch die stark gestiegene Schülerzahl am A-E-G und die vermehrte Anzahl an Sportstunden, war der Sportunterricht nur noch mit großen Einschränkungen möglich. Zudem sei das Bewusstsein für die Bedeutung des Sportunterrichts in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Für eine ganzheitliche Bildung und Erziehung sei ausreichend Bewegung unerlässlich. Neben den positiven Auswirkungen auf Konzentrations- und Lernfähigkeit, führte Rößle die „vielleicht wichtigste Lektion“ an, die Schüler im Schulsport lernen könnten: „Ich muss üben, um mich weiterzuentwickeln, ich darf Fehler machen und kann sie beim nächsten Mal vermeiden.“
Der Landrat dankte allen an der Planung und Durchführung der Baumaßnahme Beteiligten und fügte hinzu: „Geld für Schulen angelegt, ist Geld, das die besten Zinsen trägt.“ Insofern seien die 2,5 Millionen Euro eine sehr gute Investition, zumal damit nicht nur die Sporthalle, sondern auch die direkte Anbindung an den Schulkomplex und mit 75 zusätzlichen Parkplätzen eine wesentliche Verbesserung der bisherigen Situation erreicht wurde.
Dass moderner Sportunterricht den ganzen Menschen im Blick haben muss, betonte auch OStD Hubert Lepperdinger in seinem Grußwort. Ziel muss „die geistige und körperliche Gesundheit der Kinder und Jugendlichen sein“. Mit der neuen Turnhalle falle die Erreichung dieses Zieles und die Vermittlung vielfältiger Kompetenzen nun wesentlich leichter. „Das Gebäude ist funktional und erfreut durch seine ästhetische Gestaltung auch das Auge“, stellte der Ministerialbeauftragte fest. Er richtete seinen Dank an den Sachaufwandsträger, der seinen Auftrag in vorbildlicher Weise erfülle und übermittelte auch die besten Wünsche von Kultusminister Ludwig Spaenle.
„Geist und Leib sind nicht voneinander zu trennen“, meinte Pfarrer Paul Sattler, der zusammen mit Pfarrer Anton Simon die kirchliche Segenshandlung für die Menschen, die in der neuen Sporthalle Sport treiben, vornahm. „Wir haben eine Verantwortung vor Gott für uns und für unsere Mitmenschen“, machte er in Anlehnung an das Wort des Apostels Paulus, "Wisst ihr nicht, dass euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euer selbst seid?" (1.Kor. 6,19), deutlich. „Hier in der Schule wird der Same gelegt für eine humane Gesellschaft.“ Dabei könne das Kreuzzeichen als doppeltes Symbol gesehen werden: Wie ein Turner an den Ringen im „Kreuzhang“ Halt sucht, so sei das Kreuz Christi ein Symbol das sich in allen Lebenslagen als „tragfähig“ erweise und als „Pluszeichen“ erinnere es daran, dass wir die Aufgabe haben, die Kinder und Jugendlichen zu positiven Menschen zu erziehen.
„Das A-E-G gehört zu Oettingen wie das Schloss, es bilde ein Stück Heimat“, beschrieb Bürgermeister Matti Müller die enorme Bedeutung unserer Schule für die Residenzstadt. Er dankte vor allem den Kreisräten, die die Weiterentwicklung des Gymnasiums immer positiv begleitet und ermöglicht haben.
Zudem belege der Bau der Sporthalle wieder einmal die Schlagkraft der heimischen Firmen, denn zahlreiche Oettinger Unternehmen waren an der Errichtung des Gebäudes erfolgreich beteiligt.
Mit einem ironischen Augenzwinkern berichteten die Vertreterinnen der SMV Katja Heuberger und Theresa Ulbricht von manchen Schülern, die den Bau der schuleigenen Turnhalle eher mit gemischten Gefühlen erlebten, fallen doch nun alle Gründe, die bisher ein etwaiges Zu-spät-Kommen rechtfertigen konnten, weg. Aber sicher würden auch diese, wie alle anderen Schülerinnen und Schüler durch den Wegfall der Bustransfers, des unübersichtlichen Stundenplanes und des Ausfalls von Sport durch anderweitig besetzte Sporthallen nun neue Motivation und mehr Spaß am Sportunterricht gewinnen, vor allem dann, wenn ihnen auch neue Bereiche des Sports erschließen und erleben dürfen.
Zum Schluss stellte Architekt Anton Ziegelbauer erfreut fest, dass der vorgegebene enge Kostenrahmen eingehalten und dennoch mit viel Phantasie ein Gebäude errichtet werden konnte, dass nicht nur einen reinen Zweckbau darstelle.
Mit der offiziellen Schlüsselübergabe an Landrat Stefan Rößle und Schulleiterin Claudia Langer fand der Festakt, der vom Chor des Leistungskurses Musik unter der Leitung von Günter Simon in beeindruckender Weise musikalisch umrahmt wurde, seinen Abschluss.
Bei der Besichtigung der neuen Halle waren die Reaktionen der Gäste ausnahmslos positiv ob des harmonischen Gesamtbildes, das einem beim Betreten des Raumes umfängt.
Damit auch die Bevölkerung diesen Eindruck erleben konnte, waren die Türen den ganzen Nachmittag geöffnet. Viele Gäste, Oettinger Bürger und Eltern der Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit und freuten sich über die vielfältigen Darbietungen, mit denen die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeiten ihrer neuen Halle demonstrierten. Und es war ihnen deutlich anzumerken: Sie hatten eine Menge Spaß dabei!

 

Bilder vom Festakt und dem "Tag der offenen Tür".....