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Eine Schule feiert und sagt "danke"!

Großer Besucherandrang herrschte beim "Tag der offenen Tür"

 

Fröhlichkeit, Feierlaune gepaart mit Wehmut, so lässt sich die Stimmung beim diesjährigen Schulfest am Albrecht-Ernst-Gymnasium beschreiben. Unter dem Motto „Römische Spiele“ hatten die Schüler zusammen mit ihren Lehrern ein phantasievolles, unterhaltsames und interessantes Programm vorbereitet, das viele hundert Besucher anlockte und das wunderbare Sommerwetter tat ein Übriges für beste Stimmung. Schon bald nach Beginn des Festes waren die Aula, die Lernlandschaften und der Pausehof mit Gästen gefüllt und auch das neue Amphitheater war ins Geschehen eingebunden. Es bildete den passenden Rahmen für die „römische Modenschau“ der Klasse 7a. Vom Sklaven bis zum Senator waren alle damaligen Gesellschaftsschichten vertreten und auch Caesar machte dem Publikum seine Aufwartung. Getreu dem Motto standen „Spiele“ im Vordergrund. Wer sich dabei körperlich betätigen wollte, kam beim Odysseus Hindernisparcours, der Gladiatorenschule, wo nicht nur Kraft, sondern vor allem Geschicklichkeit gefragt waren, oder dem lustigen Streitwagenrennen voll auf seine Kosten. Nicht mit Waffen, sondern lediglich mit Bällen wurde beim Flaggenwettkampf geschossen um die Gegner an der Eroberung des eigenen Banners zu hindern. Apropos schießen,  wer ungestraft mal einem Lehrer eins aufs Auge geben wollte, durfte dies beim Dosenwerfen versuchen und darauf gedruckte Pädagogenkonterfeis anvisieren. Wer einige Sesterzen investierte, konnte beim „Römischen Glücksrad“ mit weniger Anstrengung sein Glück versuchen oder sich  in der Lernlandschaft 6 mit römischen Spielen in die Kinderwelt vor 2000 Jahren versetzen lassen. Welche Anziehungskraft Magie und Zauberei auf die Besucher ausübte, konnte man in der Lernlandschaft 5 erleben. Bis auf den allerletzten Platz besetzt war der Raum gefüllt und alle warteten gespannt auf die angekündigte Zaubershow. Mit zahlreichen Lichteffekten hatten die jungen Künstler der Klasse 5a für das richtige Ambiente gesorgt und begeisterten das staunende Publikum mit nahezu unerklärlichen Kartentricks und anderen Zaubereien.
Wer nach all den Aktivitäten Hunger verspürte musste nicht lange suchen. Am besten ging man der Nase nach, denn es zogen eine Menge köstlicher Düfte durch die Luft. Ob frisch gebackene Waffeln, römische Spezialitäten, schmackhafte Donuts, Kuchen in vielen Variationen, gesunde Leckereien mit Obst oder eher herzhaftes vom Grill, jeder kam auf seine Kosten und konnte dabei auch manch nettes und unterhaltsames Gespräch führen. Auch zahlreiche ehemalige Schülerinnen und Schüler hatten den Weg an ihr A-E-G gefunden, staunten über die vielen Veränderungen und auch über die ausgezeichneten Aufführungen in der Aula, die das Programm bereithielt. Musikalische Leckerbissen des Vororchesters und des großen Schulorchesters erhielten ebenso viel Applaus wie die Tanzeinlage einer Gruppe Schülerinnen, die die Choreographie im Wahlunterricht ausgedacht und eingeübt hatte. Beeindruckende Chortänze aus dem kürzlich aufgeführten Theaterstück „Medea“ brachten eine wahrhaft mystische Stimmung aus der Welt der Antike in die Schulaula. Eine köstliche Verbindung von Antike und Moderne bildete der ein „Ehekrach“ zweier Schlagzeuge und ein Rap aus dem Stück „Medea“. Endgültig wieder in die Moderne zurück führte dann der begeisternde Auftritt der Big Band des A-E-G, bevor es dann etwas wehmütig wurde. Das Schulfest war nämlich kein gewöhnliches. Es war zugleich ein Abschiedsfest für die Schulleiterin Claudia Langer, die in Kürze in den Ruhestand tritt. „Eine Schule sagt `danke‘!“ An diesem Nachmittag waren es zunächst die Schülersprecher, die ihrer Schulleiterin im Namen aller Schülerinnen und Schüler für die vielen Jahre die sie mit ganzer Hingabe ihre Schule führte und immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Schüler hatte, „danke“ sagten. „Bei ihnen war immer `Tag der offenen Tür‘ für uns“, formulierte es Saskia Kleemann. Zusammen mit Jan-Philipp van Olfen und Vanessa Weber überreichte sie Claudia Langer eine massive „Ruhestandsbank“ – mit dem Kommentar: „Dort ist auch Platz für Ihren Mann und viele Enkelkinder“ und eine stattliche Linde, die einmal für den nötigen Schatten sorgen wird. Eine große Freude machten die Schülerinnen und Schüler ihrer Schulleiterin auch mit einem selbstgestalteten Album, in dem jede Klasse ganz individuell eine Seite gestaltet hat und in dem ein Bild, auf dem ein "DANKE" geformt aus allen Schülern und Lehrern, aus schwindelerregender Höhe aufgenommen, alles noch einmal zusammenfasst. Auch die beiden Vorsitzenden des Elternbeirats Manfred van Rinsum und Alexandra Hertle dankten der Schulleiterin im Namen aller Eltern für die stets vertrauensvolle und überaus konstruktive Zusammenarbeit während der vielen Jahre.  Sichtlich gerührt von den anerkennenden Worten, den Geschenken und dem langanhaltenden Applaus der vielen Gäste bedankte sich Claudia Langer und erinnerte daran, dass zum dem ausgezeichneten Kurs, auf den das A-E-G Schulschiff in den vergangenen 16 Jahren unter ihrer Führung gebracht wurde, viele Kollegen, Eltern und Schülerinnen und Schüler beigetragen haben. „Ich wünsche mir, dass alle mithelfen, dass dieser höchst erfolgreiche Kurs auch in Zukunft fortgesetzt werden kann und dass die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen gerne hierher kommen um zu lernen und die Kolleginnen und Kollegen ihnen dabei mit Begeisterung zur Seite stehen!“
Zum Schluss formierte sich ein riesiges Streichorchester von weit über hundert Schülerinnen und Schülern, die unter Leitung von Günter Simon ihrer Schulleiterin mit dem berühmten „Canon“ von Johann Pachelbel ein stimmgewaltiges, beeindruckendes musikalisches Abschiedsgeschenk machten.

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