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Eine ganz spannende Entscheidung

Karl Wieser gewinnt den diesjährigen Lesewettbewerb

 

„Seitenforscher“ hieß das Motto des diesjährigen bundesweiten Lesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Dass die vier Klassensieger der 6. Klassen des Albrecht-Ernst-Gymnasiums sehr viel in den Seiten von Büchern „forschen“, sprich „lesen“, bewiesen sie mit ihren herausragenden Leistungen beim Schulwettbewerb in der Aula des A-E-G. Studienrätin Linda Lutter hatte die Veranstaltung perfekt vorbereitet und dazu einige ganz besondere Gäste eingeladen. Zum ersten Mal waren es nicht die Deutschlehrer, die in der Jury saßen, sondern mit Manfred van Rinsum und  Bärbel Müller zwei Elternbeiräte und mit Elisabeth Hertle von der Buchhandlung Wilhelm sowie Kerstin Pflanz von der Oettinger Bücherstube zwei ausgewiesene Expertinnen, wenn es um Bücher geht. Zudem saßen zwei  absolute Leseexperten in der Jury, denn Maximilian Bachbauer war Schulsieger 2012 und Kai Weber sogar Bezirkssieger 2010. Neben dieser hochkarätig besetzten Jury hatte Linda Lutter auch für die nötige musikalische Umrahmung gesorgt. Die Streicherklasse 6a und ihre Leiter Günter Simon und Petra Hanke gaben der Veranstaltung mit einem Weihnachtslied zur Eröffnung einen festlichen Charakter. Dann ging es auch schon los und Noemi Barro, Klassensiegerin der 6a machte den Anfang. In der ersten Runde mussten die Teilnehmer ein selbstgewähltes Buch vorstellen und einen vorbereiteten Text daraus vorlesen. Noemi nahm ihre Zuhörer mit in ein spannendes Abenteuer aus dem Buch „Das Geheimnis von Bahnsteig 13“ von Eva Ibbotson. Nicht weniger spannend machte es Karl Wieser, 6b, der aus der bekannten Reihe „Die fünf Freunde“ von Enid Blyton las. In die magische, zauberhafte und geheimnisvolle Welt des Harry Potter entführte Leo Schneele, 6c, seine Zuhörer, bevor ihnen Maximilian Kraus, 6d, mit „Herkules“ einen Helden der Antike präsentierte. Damit war die erste Runde geschafft und schon jetzt war klar, dass es für die Jury eine äußerst schwere Entscheidung werden würde, aus den vier herausragenden Lesetalenten den Sieger zu ermitteln. Aber es gab ja noch die zweite Runde, eine hohe Hürde, denn jetzt musste ein unbekannter Text gelesen werden. Linda Lutter hatte dafür das „Buch der seltsamen Wünsche“ ausgewählt und jeder der vier Teilnehmer las nun einen Abschnitt daraus vor. Je länger der Wettbewerb dauerte, umso deutlicher wurde, dass die Entscheidung noch schwerer zu fällen sein wird, denn alle vier Klassensieger meisterten ihre Aufgabe mit Bravour. Nuanciert, mit klarer Diktion, pointiert und souverän präsentierten sie die unterschiedlichen Figuren und Charaktere, dass man kaum glauben konnte, dass der Text für sie unbekannt sei. Wie gut Noemi, Karl, Leo und Maximilian lasen, zeigte sich auch daran, dass ihre Mitschüler aus den sechsten Klassen bis zum Schluss aufmerksam, ja gebannt zuhörten und dann auch mit Applaus zu Recht nicht sparten.

Lange musste sich die Jury dann auch beraten um eine Entscheidung zu fällen und auch die Diskussionen im Publikum, wer denn nun gewonnen haben könnte, waren kontrovers. Die Wartezeit verkürzte die Streicherklasse mit einem passenden Lied zum Nikolaustag und genau in diesem Moment trat er dann auch auf die Bühne, der heilige Mann, mit seinem ganzen Himmelsgefolge, darunter auch Knecht Ruprecht, der aber angesichts der tollen Leistungen und der ausnahmslos braven Kinder keinen Grund hatte, die Rute zu schwingen. „Den Nikolaus darf man nicht warten lassen“, dachte sich wohl auch die Jury und folgte ihm auf die Bühne. Die Spannung stieg und stieg, bis Linda Lutter endlich das Ergebnis verkündete, nicht ohne noch einmal die Schwere der Entscheidung zu betonen. Der Schulsieger beim diesjährigen Lesewettbewerb am Albrecht-Ernst-Gymnasium und Vertreter der Schule beim Kreisentscheid heißt: Karl Wieser.
Endlich war es heraus und die Freude war dem Gewinner auch deutlich anzumerken. „Aber auch die anderen drei können auf ihre Leistungen stolz sein“, betonte Schulleiterin Claudia Langer, die zusammen mit Linda Lutter und dem Nikolaus die Siegerehrung vornahm.
„Ich habe viel Spaß am Lesen und lese jeden Abend, am liebsten lustige Geschichten“, freute sich Karl Wieser nach seinem Triumph. Zu Traurigkeit war ja auch nach der tollen Veranstaltung wahrlich bei niemand Anlass.

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