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Ein Sieg für die Geschichtsbücher

 

Nach den Erfolgen im Vorjahr mit der Endstation Rain am Lech wollte die Schulmannschaft Fußball dieses Jahr erneut im Wettkampfzirkus „Jugend trainiert für Olympia“ mitmischen. Ein kompletter Umbruch der Schulmannschaft stand bevor, denn nur die Spieler aus den Jahrgängen 2000 – 2002  durften teilnehmen. Das bedeutete, dass nur drei Spieler aus dem Vorjahr teilnehmen durften. Max Jaumann, Patrick Meister und Marc Löfflad waren sich ihrer Rolle als erfahrene Spieler bewusst und dienten in der Mannschaft als ruhende Pole. Die neue Mannschaft aus Spielern der achten, neunten und zehnten Jahrgangsstufe hatte ihre erste Turnieraufgabe in Nördlingen. Auf einem Nebenplatz des Gerd-Müller-Stadions durfte bei kühlem und regnerischem Wetter die erste Partie gegen die Realschule Maria Stern in Nördlingen angetreten werden. Die ersten Spielminuten zeigten, dass es sich um einen physisch anspruchsvollen Gegner handelte. Im Tor spielte zu Beginn Max Jaumann, der sich bereits im vergangenen Jahr als Tormann bewährte. Die Abwehr, die in dieser Formation aus Benedikt Günther (links), Jakob Fuchs (Innen), Julian Trollmann (rechts), später Maximilian Beck, und dem Libero Yannic Bederke noch nie zusammengespielt hatte, zeigte, dass sie ihr Handwerk verstanden. Im Zusammenspiel mit den zwei Sechsern Daniel Hofrichter (offensiv) und Marcel Grimm (defensiv) bildeten sie ein Bollwerk, gegen das die gegnerische Mannschaft unentwegt erfolglos anlief. Auf den Außen machten Marc Löfflad (links) und Patrick Meister (rechts) das Spiel schnell und setzten immer wieder Akzente nach vorn. Zentral übernahm Luca Zwickel das Kreativspiel und setzte gut bedient von Daniel Hofrichter immer wieder gezielte Attacken in Richtung Tor, um dort Elias Leberle (Sturm) zu bedienen. Immer wieder zeigten die Spieler des AEGs hervorragendes Kombinationsspiel und rissen das Spiel immer mehr an sich. Zur Pause stand es in der bis dahin ausgeglichenen Partie jedoch noch 0:0. Nach der Pause erhöhten die Oettinger weiter den Druck und erspielten sich eine um die andere Torchance. Jonas Feeß wurde auf die Stürmerposition eingewechselt, während Elias Leberle nun auf die 10er Position rückte. Max Jaumann konnte sich im Tor beweisen und hielt die Null fest. Fünf Minuten vor Spielende nahm sich Patrick Meister ein Herz und zog nach schöner Einzelaktion vom rechten Strafraumrand ab. Der Torwart konnte den platziert geschossenen Schuss zwar abwehren, aber nicht festhalten. Daniel Hofrichter antizipierte die Spielaktion am schnellsten und nutzte den Abpraller, um elegant an dem Torwart vorbeizuziehen und den Ball ins Tor zu schieben. Diszipliniert spielte das Team das Spiel zu Ende, ohne nochmals unter Druck zu geraten.

Das zweite Spiel musste gegen die Maria Ward Schule Wallerstein gespielt werden. Das vorher gegen die Realschule Nördlingen unterlegene Team stand nun unter Zugzwang, um noch eine Chance auf ein Weiterkommen zu haben. Bereits in den ersten Minuten des Spiels merkte man, dass das gegnerische Team viele konditionelle Körner im Vorspiel gelassen hatte. Große Räume entstanden, die durch clever spielende Oettinger gnadenlos ausgenutzt wurden. Die gleiche Startformation wie im Vorspiel spielte druckvoll auf, sodass Patrick Meister nach kurzer Zeit das 1:0 erzielte. Kurze Zeit später schoss Elias Leberle das 2:0. Jonas Feeß zeigte seine Berechtigung als Stürmer und schoss beherzt aufs Tor und wurde mit dem 3:0 belohnt. Marcel Grimm, der bis dahin sehr defensiv spielte und die Räume nach hinten zulief, setzte immer mehr Akzente nach vorn und bescherte den AEGlern das 4:0 und nach der Pause das 5:0. In der Pause wurde Max Reichert als Tormann eingewechselt. Nach seinem 5:0 Torerfolg übergab Marcel Grimm seine 6er Position an Adrian Wöhr, der sich schnell in das Spiel einfand. Auf der Außenposition im Mittelfeld durfte sich nun David Fuchs in das Spiel einbringen. Auch Luca Zwickel griff wieder als 10er ins Spielgeschehen ein. Alle „Neuen“ setzten den Torreigen fort. Das 6:0 wurde von Elias Leberle elegant eingenetzt. Das 7:0 stellte nochmals einen optischen Höhepunkt dar, da der Abwehrspieler Jakob Fuchs geschickt mit dem Kopf einnickte. Den Schlusspunkt setzte der nun als Stürmer eingewechselte Max Jaumann. Der Entstand von 8:0 zeigte die hohe Qualität der Schulmannschaft Fußball.

Somit hatte man sich auch dieses Jahr zum Landkreisfinale qualifiziert. Hierzu musste man nach Donauwörth reisen, um dort im Staufferpark auf dem Hauptrasen das Finale auszutragen. Dort wurde das nun noch enger zusammengewachsene Team aus Oettingen von den Spielern der Heilig Kreuz Realschule Donauwörth empfangen. Das Team von Erwin Ulrich qualifizierte sich durch einen Sieg gegen Rain am Lech, dem Angstgegner aus dem Vorjahr. Es war klar, dass es ein hartes Stück Arbeit werden sollte. Kurz nach Anpfiff erhielt das Team der AEGler einen Freistoß aus aussichtsreicher Position. Einen gut geschossenen Freistoß bekam Patrick Meister nicht schnell genug unter Kontrolle und konnte nur wenig Druck hinter den Ball bringen, wodurch nur ein leichter Torschuss die Folge war. In den Folgeminuten der zweimal 25 Minuten Spielzeit fanden die Gastgeber immer besser ins Spiel und stülpten ihr Spiel den Gästen aus Oettingen über. Max Jaumann parierte ein ums andere Mal die meist gut geschossenen Bälle des Gegners. Nach knapp 15 Minuten bekamen die Gymnasiasten das Spiel wieder unter Kontrolle und fingen wieder an, das Kombinationsspiel, das sie im ersten Turnier so weit gebracht hatte, zu praktizieren. Ein offener Schlagabtausch auf hohem Niveau war die Folge und den Spielern beider Teams blieb wenig Zeit um durchzuschnaufen. Der Pausenstand von 0:0 war durchaus berechtigt. Nach der Pause das gleiche Spiel wie am Ende der ersten Halbzeit. Harte Mittelfeldspielaktionen mit Flügelangriffen auf beiden Seiten sorgten für abwechslungsreichen Fußballspaß. Aufgrund von muskulären Problemen musste Elias Leberle das Spielfeld verlassen, wofür Luca Zwickel eingewechselt wurde. Ein zweiter Wechsel ebenfalls durch muskuläre Probleme bedingt erfolgte in der Abwehr. Maximilian Beck übernahm die Liberoposition von Yannic Bederke. Auch im Sturm wurde gewechselt und Max Bachbauer griff nun in das Spiel ein und ersetzte den gut spielenden Jonas Feeß. Das Hin und Her setzte sich fort, bis ein Abstimmungsproblem in der Abwehr eine Lücke für die Donauwörther eröffnete, die sie gnadenlos ausnützten und flach in das rechte Toreck einschoben. Der in einer vorhergehenden Aktion noch hervorragend haltende Tormann war in dieser Aktion Chancenlos. Nicht, dass die AEGler nun beeindruckt gewesen wären, setzten sie ihr Spiel fort und erarbeiteten sich Chance um Chance. Daniel Hofrichter wurde geschickt aus dem zentralen Mittelfeld bedient und setzte sich auf der rechten Abwehrseite gegen zwei Abwehrspieler durch. Den Schuss aufs Tor konnte der ebenfalls herausragende Torwart nur leicht abwehren, was aber für den Schuss nicht ausreichte. Somit erzielte der Mann für die wichtigen Tore das 1:1, was den Endstand nach regulärer Spielzeit bedeutete. Die zweimal fünf Minuten Verlängerung absolvierten beide Teams auf Augenhöhe, aber ohne Torerfolg. Somit war das Elfmeterschießen die Folge. Für das AEG traten der kurz vor Spielende eingewechselte Jonas Feeß, Patrick Meister, Marc Löfflad, Luca Zwickel und Daniel Hofrichter an. Das Los entschied, dass die Oettinger den ersten Elfmeter hatten. Jonas Feeß legte sich den Ball zurecht, lief an und schoss halbrechts, halbhoch. Leider reagierte der Torwart schnell und wehrte den Ball ab. Der Schütze Donauwörths agierte geschickter und schob flach rechts ins Tor zum 2:1. Souverän verwandelte Luca Zwickel seinen Elfmeter und glich zum 2:2 aus. Wieder flach platzierte der zweite Donauwörther Schütze zur 3:2 Führung unhaltbar für Max Jaumann den Ball in das linke Eck. Marc Löfflad glich durch einen strammen Schuss links halbhoch zum 3:3 aus. Nun folgte die Sternstunde von Max Jaumann. Den Schuss des dritten Schützen parierte der Schlussmann der AEGler bravourös und hielt das 3:3 fest. Patrick Meister lief für die Oettinger an und netzte routiniert ein und brachte die Gäste mit 3:4 in Führung. Nun galt es für den vierten Schützen aus Donauwörth den Ausgleich zu erzielen, um die Chance auf das Weiterkommen zu wahren. Der Schuss ins linke obere Eck des Tors war zu wenig platziert, wodurch der starke Oettinger Tormann den Ball am Tor vorbeilenken konnte. Nun konnte der Mann für die wichtigen Tore alles klar machen. Daniel Hofrichter legte sich den Ball zurecht, nahm Maß und Anlauf und versenkte das Leder halb links im Tor. Die an der Mittelfeldlinie mitfiebernden Mitspieler hielt nichts mehr und ein Jubellauf in Richtung des Schützen wurde angetreten. Die Schulmannschaft des AEGs betritt mit dem Sieg der Landkreisausscheidung nun unbekanntes Terrain, denn es ist schon sehr sehr lange her, dass sich eine Mannschaft für die nächste Runde des „Jugend trainiert für Olympia“-Wettkampfs qualifizierte. Gratulation an die Mannschaft zu dieser Leistung! Ein großes Dankeschön gilt es auch an die Gastgeber aus Donauwörth auszusprechen, die auf Augenhöhe spielten und die Schüler des AEGs sehr freundschaftlich empfingen. Ein großes Dankeschön muss an dieser Stelle auch an den Organisator Erwin Ulrich entrichtet werden, der die Gesamtkoordination der Wettkämpfe so unkompliziert durchführt. Nun bleibt es spannend, wer uns als Gegner in der nächsten Runde empfängt.

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