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Ein einmaliger Jahrgang

93 Abiturientinnen und Abiturienten des letzten G9-Jahrgangs erhielten ihre Reifezeugnisse

Mit einem eindrucksvollen ökumenischen Gottesdienst und der Überreichung der Reifezeugnisse im Rahmen eines feierlichen Festaktes im Barocksaal des fürstlichen Schlosses wurden 93Abiturientinnen und Abiturienten als letzter G9 Jahrgang offiziell aus dem Oettinger Albrecht-Ernst-Gymnasium entlassen.

Unter dem Thema “...sehen wir nun, was vor uns liegt“ hatten die Abiturienten den ansprechenden Gottesdienst selbst vorbereitet und vor allem musikalisch beeindruckend gestaltet. „Trotz des hohen Anspruchs am Gymnasium dürfen wir heute einfach, menschlich denken und `danke´ sagen an Eltern, Lehrer und vor allem Gott, der sie begleitet hat und weiter begleiten wird“, betonte Stadtpfarrer Ulrich Manz in seiner Begrüßung und  Pfarrer Paul Sattler legte seiner Predigt die Worte des Paulus aus Philipper 3,12-13 zugrunde. "Wer ein Ziel hat, der hat auch eine Orientierung. Sucht dieses Ziel und setzt dabei euer Wissen für ein gelingendes Leben ein, indem ihr das Wissen immer mit eurem Gewissen überprüft", rief er den  Abiturienten zu," und ihr könnt sicher sein, dass Gott mit seinem Segen bei euch ist."

Mit  Franz Schuberts "Moment musical" eröffnete Maria Hönle als Solistin am Bariton-Saxophon den anschließenden Festakt im prunkvollen Barocksaal des fürstlichen Schlosses.
S.D. Fürst Albrecht zu Oettingen-Spielberg begrüßte die "größte Festversammlung, die ich je in diesem Saal erlebt habe". Er gratulierte den Abiturienten zur Erlangung der Reifezeugnisse und wünschte ihnen, dass sie die Ziele auch erreichen können, die sie sich vorgenommen haben.
Mit der heiteren, aber sehr anspruchsvollen Arie der Despina "In uomini, in soldati" aus Mozarts Oper "Cosi fan tutte", brillierte die Sopranistin Ines Galinski, begleitet vom Leistungskurs Musik mit Stimmglanz und leitete zur Rede von Schulleiterin Claudia Langer über, in der diese die Einmaligkeit der Feier herausstellte. "Sie sind nicht nur der letzte G9 Jahrgang, sondern mit 93 der zahlenmäßig stärkste Abiturjahrgang in der Geschichte des Albrecht-Ernst-Gymnasiums. Und auch Ihr Ergebnis ist einmalig, denn 31 haben eine Eins vor dem Komma und zwei sogar die Idealnote 1,0 erreicht", freute sich die Schulleiterin. Sie erinnerte in ihrer Rede an ein sehr beeindruckendes und erfolgreiches Projekt, die Übersetzung eines Buches vom Englischen ins Deutsche, das ein Teil des Jahrganges in hervorragender Teamarbeit durchgeführt hat und zitierte einige nachahmenswerte Gedanken daraus. "Trau dich anders zu denken! Verändere die Bedingungen, nicht die Leute! Gott hat uns in diese Welt gebracht, um mehr zu tun, als einfach nur zu leben und Spaß zu haben!" Sie riet den Abiturienten: "Trauen Sie sich selbst etwas zu! Lassen Sie sich auf keinen Fall von anderen zu etwas drängen, was Sie selbst nicht wollen! Vielleicht müssen Sie auch wieder umkehren, wenn Sie erkennen, dass ein Weg nicht der richtige für Sie ist. Wagen Sie trotzdem einen eigenen Weg!" Langer erinnerte auch an die Verantwortung, die mit dem Reifezeugnis verbunden sei, gegenüber sich selbst und allen, die einem nahe stehen, gegenüber dem Staat und der Gesellschaft und gegenüber der Umwelt und den zukünftigen Generationen. Mit dem für sie selbst auch wichtigen Grundsatz "Versuche alles, was getan werden muss, gerne zu tun" wünschte die Schulleiterin persönlich und im Namen der ganzen Schulfamilie den Abiturienten „für Ihre Zukunft, dass Sie für sich den richtigen Weg mit dem passenden  Schlüssel zu einem glücklichen und zufriedenen Leben finden, ich wünsche Ihnen immer ein ‚Nest’, in dem Sie sich geborgen fühlen und ausruhen können und als Wegweiser in allen Lebenslagen Gottes Segen!"

Nach einer furiosen Darbietung von Felix Mendelsohn-Bartholdys "Jägerlied" durch den Pianisten Johannes Feil, belegten die zahlreichen Preise, wie erfolgreich der diesjährige Abiturjahrgang war. Gleich zwei Absolventinnen erzielten die Idealnote 1,00. Mit großer Freude und Anerkennung überreichte S.D. Fürst Albrecht den Preis des fürstlichen Hauses an Elisabeth Bosch und Anna-Maria Seefried für ihre großartige Leistung.
Für den Elternbeirat gratulierte Manfred van Rinsum den Abiturienten und dankte der Schulleitung, dem Kollegium und allen Bediensteten für die hervorragende Arbeit, die sie in den zurückliegenden Jahren geleistet haben. Den Absolventen wünschte er Mut und Neugier um ihre Zukunft und die Zukunft unserer Gesellschaft aktiv mit gestalten zu können. Anschließend überreichte die Elternbeiratsvorsitzende Simone Feldmeier den Preis des Elternbeirates für das zweit- und drittbeste Abitur an Ines Galinski und Franziska Fuchs.
Für seine herausragende Facharbeit wurde Matthias Hermann mit dem Preis des "Wirtschaftsförderverbands Donau-Ries e.V." durch den Geschäftsführer Veit Meggle ausgezeichnet.

Eine weitere überragende Facharbeit, in der sie das Freizeitverhalten von Kindern und die touristischen Möglichkeiten für Familien in Oettingen darlegte und sogar einen exzellenten Stadtplan für Kinder entwickelte, brachte Carolin Dorn den Preis des „Vereins der Ehemaligen und Freunde des A-E-G", der vom Vorsitzenden Wolfgang Knoll übergeben wurde.
Persönlich und im Namen der Stadt Oettingen gratulierte Bürgermeister Matti Müller den Abiturienten zu ihrem großartigen Ergebnis. "Sie haben eine reife Leistung erbracht und sind nun reif für ein Studium und reif für die Mitarbeit in unserer Gesellschaft. Er betonte, wie sehr das Funktionieren dieser Gesellschaft vom ehrenamtlichen Engagement abhängig ist. Um dies zu stärken habe er letztes Jahr einen Preis für besonderes außerschulisches Engagement initiiert, mit dem er Katja Heuberger, die sich seit vielen Jahren in ihrer Heimatgemeinde Alerheim in außerordentlich hohem Maße auf zahlreichen Gebieten u.a. der Kinder- und Jugendarbeit engagiert, auszeichnete.
Aus den Händen von Wolfgang Knoll und Roland Wenzel erhielten Julia Rauwolf, Anna-Maria Seefried und Sophie Ferber den Preis des Altphilologenverbandes für ihre herausragenden Leistungen im Fach Latein.
Für ihre interessante Facharbeit in Latein erhielt Lisa Förch den Preis der Elisabeth-Saal-Stiftung, die die humanistische Bildung in Bayern fördert. Die Schülersprecher dankten anschließend ihren Vorgängern für deren langjähriges Engagement, bevor Musiklehrer Günter Simon den diesjährigen Musikpreis an Ines Galinski für ihr hervorragendes Können, ihre Zuverlässigkeit und ihr beispielhaftes Engagement überreichte.
Einen weiteren Beweis ihres großartigen Könnens lieferte die Sopranistin anschließend mit dem bekannten und zum Anlass passenden "Time to say goodbye", bevor die beste Abiturientin Elisabeth Bosch in ihrer Rede in teils humorvoller, teils auch nachdenklicher Art auf die vergangenen neun Jahre ihrer Gymnasialzeit zurückblickte und dabei auch kritische Worte zur Einführung des G8 fand. "Ein Jahr weniger Schule, bedeutet ein Jahr weniger Zeit Erfahrungen zu sammeln." Sie erinnerte an die Neugier beim Start in der 5. Klasse, die vielen schönen Aktivitäten, manche Schwierigkeiten und Enttäuschungen, die bleibenden Eindrücke der Abiturfahrt und die anstrengenden Monate vor den Abiturprüfungen. Sie dankte allen, die sie während dieser Zeit begleitet haben. "Uns am A-E-G öffneten sich viele Türen, die an anderen Schulen verschlossen bleiben. Wir haben das Rüstzeug erhalten zu Menschen werden, die stören, die Rückgrat zeigen, sich einmischen, kritisch sind. Lasst uns etwas bewegen und lasst uns Verantwortung übernehmen", rief sie ihren Mitabsolventen zu.

Nach meditativen Gedanken durch Gerhard Enzelberger und dem vom Leistungskurs Musik wundervoll gesungenen Siebenbürgisches Volkslied „Dana dana“ erhielten die Abiturienten unter dem Beifall der Anwesenden dann ihre Reifezeugnisse überreicht. Neben dem Zeugnis bekamen sie die schon traditionelle Schultüte, deren Inhalt sie immer an ihre Zeit am A-E-G erinnern wird.
Das Ensemble des Lk Musik setzte mit dem Klezmer-Stück "Dance of Delight" einen schwungvollen Abschluss der eindrucksvollen Feier und bildete gleichzeitig eine passende Überleitung zum anschließenden Abiturball.

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