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Die Woche war wirklich "extrem"

Die 6. Klassen erkundeten in ihrer Projektwoche alle möglichen "Extreme"

Was unterscheidet Projektunterricht von "normalem" Unterricht? Neben vielen Einzelaspekten vor allem die Wahl des Themas und die Arbeitsweisen. Das Thema ist nicht wie sonst vom Lehrplan, einem Lehrbuch oder den Lehrern vorgegeben, sondern die Schüler suchen sich selbst ein Thema, das sie bearbeiten wollen. Und sie arbeiten dann eigenständig in selbstgewählten Teams, formulieren ein Ziel, planen Arbeitsschritte, ziehen Zwischenbilanz, organisieren Materialien etc. Wir Lehrer helfen zwar methodisch oder auch mal inhaltlich, wenn es nötig ist, verantwortlich für den Erfolg des Ganzen, für die einzelnen Arbeitsschritte und auch die Präsentation vor Publikum sind aber letztendlich die Schüler selbst.

Die 6.-Klässler haben viele Ideen gesammelt, aus denen die in der Jahrgangsstufe unterrichtenden Kollegen ein Rahmenthema herausgefiltert haben, welches fast alle Schülerwünsche abdeckte: EXTREME. Kleine Teams von 3-5 Lehrern wurden den verschiedenen Schülergruppen zugeordnet und waren unter der Woche Ansprechpartner für die Schüler, immer dann wenn es nötig war.

Bereits im Vorfeld der Projektwoche hatten sich so die verschiedenen Oberthemen herauskristallisiert, die die Schüler bearbeiten wollten:

  • Extreme Erfindungen: Diese Gruppe beschäftigte sich mit verrückten und nützlichen Erfindungen und den Erfindern dahinter und erfand auch ganz neue Erfindungen, von denen die Menschheit bis jetzt noch nichts mitbekommen hatte.
  • Extreme Rekorde bei Mensch und Tier: Hier erarbeiteten die Schüler die Grundlage für Rekorde bei Mensch und Tier, unerlaubtes Steigern der Leistung, z.B. durch Doping, und verschiedene besondere Höchstleistungen.
  • Extreme Lebensräume, z.B. Dschungel oder Weltall und deren Besonderheiten lagen im Fokus dieser Gruppe.
  • Extreme Katastrophen, sowohl von der Natur als auch vom Menschen verursacht, wurden beleuchtet. Die Schüler beschäftigten sich hier mit Vulkanausbrüchen und Erdbeben, aber auch dem Untergang der Titanic als einer vom Menschen gemachten Katastrophe.
  • Extreme Lebenssituationen: Diese Gruppe betrachtete sich die Situation von Kindern in Afrika, deren Alltag und Schwierigkeiten.

Vier Tage lang recherchierten die Teams, diskutierten, einigten sich, notierten, verwarfen, begannen von Neuem, drehten kurze Filme, bereiteten Plakate vor, bauten Modelle, entwarfen Präsentationen auf dem Laptop oder einem iPad, gingen fast durchgängig mit sehr viel Eigeninitiative und Zielstrebigkeit "ihr" Projekt an. Am Freitag wurden dann die Ergebnisse vor den Mitschülern der 6. Klassen und ihren Lehrern präsentiert - nach einem von Frau Glaser in Zusammenarbeit mit allen Kollegen entworfenen Raum- und Zeitplan fanden 4 Schulstunden lang Präsentationen in den vier Räumen der Lernlandschaft der 6. Klassen statt. Bereits hier wurde klar, dass sich die große Mehrheit der Schüler "voll reingehängt" hat und die Zuhörer erlebten eine Menge an inhaltlich gehaltvollen, was die Vortragsart betrifft häufig beeindruckenden Vorträgen zu den unterschiedlichsten Themen.

Mit den Präsentationen am Freitagvormittag vor den Mitschülern und Lehrern war die Projektwoche jedoch noch nicht abgeschlossen, denn auch die Eltern und Angehörigen konnten sich an einem Abend selbst von den Leistungen der Kinder überzeugen. Nachdem Frau Langer alle Anwesenden kurz begrüßt hatte, erläuterten Diana Mamontov, Rebecca Lang, Beatrice Strauß und Joshua Gloning redegewandt den Ablauf des Abends. In fünf Räumen wurde daraufhin parallel präsentiert - die Eltern und Angehörigen, auch die zahlreich erschienenen Lehrer der 6. Klassen, hatten die Möglichkeit, sich aus dem großen Angebot an Einzelthemen die Vorträge des eigenen Kindes sowie die von drei weiteren Gruppen anzusehen. Mit teilweise beachtlichem technischen Geschick wurden iPads, Laptops, Computer, Overheads etc. ein- und ausgestöpselt, je nach dem wer gerade dran war. Am beeindruckendsten aber waren die Vorträge an sich. Eine Mutter äußerte dem Verfasser dieser Zeilen gegenüber, dass das Niveau der Präsentationen aus ihrer Sicht im Vergleich zum Projektabend im Vorjahr, wo die Schüler auch schon tolle Leistungen gezeigt hatten, dramatisch angestiegen sei, was uns natürlich freut, zeigt es doch, dass die Kinder in der Zeit am A-E-G viel dazugelernt haben.

Wer vom Zuhören hungrig oder durstig wurde, konnte sich auch an diesem Abend, wie an vielen anderen Veranstaltungen am A-E-G auch, am Verkaufsstand der SMV mit Getränken, Kuchen und Schnittchen wieder stärken. Die SMV verkaufte Kuchen und andere Kleinigkeiten, die von Schülern und Eltern mitgebracht wurden, ein großer Teil des Erlöses ging an eine schon lange und regelmäßig von uns unterstützte Schule in Haiti. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die Kuchen etc. mitgebracht haben und an all die, die sich "gestärkt" haben und damit etwas zu diesem guten Zweck beigesteuert haben. Natürlich geht der Dank auch an die SMV und die beiden Verbindungslehrer, Frau Lutter und Herrn Graf, die viel Zeit an solchen Abenden investieren.

Die Idee, Schülern die Gelegenheit zu geben, sich über einen längeren Zeitraum selbst mit einer Thematik zu beschäftigen, hat sich ausgezahlt. Die Fülle an Ideen und guten Beiträgen, die Fähigkeit vieler Schüler, sich selbst zu organisieren sowie vor allem die Freude am „Lernen“ und Präsentieren waren auch dieses Mal wieder beeindruckend! Am Ende einer arbeitsintensiven Woche, in der sich die Kinder nicht nur eine Menge Wissen angeeignet haben, sondern auch Fertigkeiten wie Team-, Kommunikations-, Recherche- und Präsentationsfähigkeit weiter ausgebaut haben, und nach den beiden Präsentationsdurchläufen waren sich alle einig: Diese Art von "Unterricht" hat nicht nur eine Menge Spaß gemacht, sondern alle haben viel dazugelernt!

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