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Den PC mit Gesten steuern!

K12 besucht das Fujitsu-Werk in Augsburg

 

Ein Besuch bei Fujitsu, dem weltweit viert größten IT-Unternehmen, gehört am A-E-G für die Kollegstufe schon zum festen Programm.
Trotz der Umstrukturierungen und des Verkaufs der Computersparte von Siemens an Fujitsu waren die Oettinger auch in diesem Jahr wieder willkommene Gäste. Mark Kujath, Manager Product Marketing begrüßte die über 80 Kollegiatinnnen und Kollegiaten mit Kollegstufenbetreuer Manfred Pausch und Günther Schmalisch in Europas einziger PC-Fertigungsfabrik und stellte das Unternehmen mit seinen weltweit 175000 Mitarbeitern kurz vor. Trotz des enormen Preisdrucks sei es immer noch günstiger in Augsburg PC´s herzustellen als sie in Asien fertigen zu lassen, was aber nur durch logistische Meisterleistungen, die hohe Qualität und Effektivität am schwäbischen Standort möglich ist.
"Wann bekommt ein Produkt den Aufdruck "Made in Germany"? Wenn mindestens 51 Prozent der Fertigungstiefe in Deutschland stattfindet", beantwortete Kujath diese interessante Frage.
Dass es aber bei Fujitsu längst nicht mehr nur um PC und Severfertigung geht, zeige sein Arbeitsbereich. "Wie kann man in Industrieunternehmen die Möglichkeiten der neuen Medien (Facebook, Twitter etc.) nutzen", das überlegt er gerade mit seinen Mitarbeitern.
 
Einen Blick in die nahe Laptopzukunft erhielten die Oettinger anschließend durch Michail Maridakis, Product Manager Professional Mobiles. Fujitsu war 1991 der erste Hersteller von Tablet PC´s und kann in diesem Bereich deshalb auf viel Erfahrung zurückblicken, stellte Maridakis fest. Er demonstrierte mit der neuesten Generation dieser Laptops, welche Möglichkeiten sich gerade auch für Lehrer und Studenten mit den Tablets eröffnen. Es geht sogar soweit, dass man den PC nur mit Gesten steuern kann, was Maridakis eindrucksvoll demonstrierte.
 
Viel Geld inverstiert Fujitsu in die Weiterentwicklung und Verbesserung des Green PC´s. Welch enormes Energieeinsparpotiental durch effiziente Rechner möglich ist, verdeutliche Helmut Böttner als Manager Quality Management. Allein die Nutzung des Power-Managements kann bei Großkunden mit 10.000 Rechnern eine Einsparung von 60.000 Euro pro Jahr bringen. Durch kleine, effiziente Gehäuse will man bei Fujitsu durch geringen Materialverbrauch Ressourcenschonung betreiben. Ganz neu auf den Markt kommen wird der Null-Watt-StandbyPC.
Wie man erfolgreich Marketing betreibt erläuterte anschließend der Product Marketing Manager Manuel Deuse. Sich von Mitbewerbern unterscheiden, über längere Zeit ein eigenes Image vermitteln und die Kommunikation über Presse, TV und Internet sind die drei Eckpfeiler guten Marketings. Interessant sei, dass das Vertrauen in die klassische TV-Werbung gerade bei der jungen Generation immer mehr abnehme. Zur Information über einzelne Produkte nutze man viel häufiger das Medium Internet und dort vor allem die Community-Bereiche. Interessant sein Apell zum Schluss: "Alle die Marketing betreiben, wollen letztlich euer Geld, in einem gewissen Umfeld macht es euer Gehirn weicher, deshalb hört nie auf, kritisch zu hinterfragen!"
Dass die Ausbildungs- und Berufschancen gerade für Abiturienten bei Fujitsu durchaus gut sind, machte anschließend Kristina Götterd von der Personalabteilung den Kollegiaten deutlich. Zur Zeit würden 200 junge Erwachsene in 12 Berufen an 11 Standorten ausgebildet, davon in Augsburg 69. Für eine erfolgreiche Bewerbung seien die Noten nicht das Wichtigste, erfuhren die Oettinger, entscheiden seien vor allem sehr gute Englischkenntnise, Flexibilität und Motivation. Große Bedeutung hätten auch die Nachweise ehrenamtlicher Tätigkeiten in Schule, Vereinen etc. "Wer bereits bewiesen hat, dass er sich einsetzt und auch mal mehr macht als er muss, bringt beste Voraussetzungen mit", stellte Götterd fest.
Dankbar war sie für den Hinweis auf den doppelten Abiturjahrgang 2011. Sie werde die Problematik in den entsprechenden Planungsgesprächen einbringen.
Nach der Stärkung mit einem ausgiebigen und hervorragenden Mittagessen, bildete eine Werksführung einen interessanten Abschluss, der von Barbara Rudolph vom Besucherservice wieder bestens organisierten Exkursion.