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Das Leben neu justieren

Schülerinnen und Schüler gestalten Passionsandacht für die Unterstufe

Das Leben zu überdenken und neu auszurichten, dafür ist die Zeit zwischen Fasching und Ostern eine geeignete Phase. Fastenzeit - sich einmal auf das Wesentliche, wirklich Wichtige konzentrieren oder Passionszeit - sich klarzumachen was das eigene Leben beschwert, leidvoll macht und womit man dazu beiträgt, das Leiden anderer zu vergrößern - wie man diese Zeit auch nennt, sie will Gelegenheit geben, sich selbst einmal in den Fokus zu nehmen.

Das wollen wir auch an unserer Schule tun. Deshalb sind die Passionsandachten schon seit einigen Jahren fester Bestandteil des Schuljahres geworden. Mit meditativen, eindringlichen Klängen begann Ludwig Burger auf der Steinmeyer-Orgel die Andacht, zu der Pfarrer Paul Sattler die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-7 begrüßte. Wie wichtig den Jugendlichen diese Möglichkeit zur Besinnung ist, zeigte die große Bereitschaft zur Vorbereitung und Mitgestaltung. 
Was uns im Alltag bindet, uns die Zeit raubt und unruhig macht, verdeutlichten drei Schülerinnen mit ihrem Anspiel. Wenn man den Lebensbaum nicht immer wieder pflegt und beschneidet, macht sich allerlei Wildwuchs breit. Wut, Mobbing, Verzweiflung über Krankheit, Unfall oder schlechte Noten, sahen die Schülerinnen einer zweiten Gruppe als solchen Wildwuchs. Sie befreiten den Lebensbaum davon, damit dieser sich wieder neu ausrichten und befreit weiter wachsen kann. Dass das Opfer für andere auch das eigene Leben reich machen kann, zeigt das Beispiel des kleinen Vogels Tico, der seinen erfüllten Lebenstraum - einmal goldene Flügel zu besitzen - für einen Bettler opfert und dadurch endlich Freunde gewinnt. Eine dritte Gruppe hatte sich, wie die anderen auch sehr viel Mühe gemacht, um den Mitschülern diese Geschichte eindrucksvoll vorspielen zu können. Nicht nur goldene Federn, sondern sogar sein Leben opferte Jesus für die Menschen. Mit der Darstellung der Begegnung zwischen Jesus und dem Zöllner Zachäus fasste die letzte Gruppe gleichsam das Vorherige zusammen. Zachäus, gebunden und gefangen in Egoismus und Unrecht, sitzt auf einem Baum und sieht Jesus kommen. Jesus befreit ihn von dem ganzen Wildwuchs, schenkt ihm seine Zuwendung und Zachäus justiert sein Leben neu aus. "Du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben", sicher hat Zachäus das auch erkannt, was alle gemeinsam dann als Lied, begleitet von Ludwig Burger an der Orgel, sangen, bevor in den Fürbitten, ebenfalls von Schülern verfasst und gesprochen, eigene Sorgen und die Nöte der Mitmenschen ausgesprochen wurden. 
Mit besinnlicher Orgelmusik hatte die Andacht begonnen, mit Orgelmusik wurde sie auch beendet, nicht ohne, dass Pfarrer Sattler sich bei den vielen Schülerinnen und Schülern bedankte, die in so vielfältiger und eindrucksvoller Weise die Passionsandacht vorbereitet und gestaltet hatten und er empfand es als etwas Besonderes und sehr Erfreuliches, dass er sich bei vielen Jugendlichen, die sich auch gerne eingebracht hätten, entschuldigen musste, da aus Zeitgründen nicht mehr möglich war. An Engagement und Ideenreichtum der Schülerinnen und Schüler für unsere Andachten und Gottesdienste mangelt es jedenfalls nicht.

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