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Das Ergebnis sagt nicht alles!

Die Lehrer zogen sich beim Fußballspiel gegen die Abiturienten achtbar aus der Affaire

Mehr als achtbar aus der Affäre zog sich die Lehrermannschaft beim diesjährigen Fußballspiel gegen die Abiturienten. Das Ergebnis von 2:5 täuscht über den wahren Spielverlauf hinweg und fiel zwei Tore zu hoch aus.

Gleich nach dem Anpfiff durch den sehr souverän leitenden Schiedsrichter Sven Schultheiß versuchte die Abi-Mannschaft über die Außenbahnen Druck zu machen und setzten sich mit einer Serie von Eckbällen im Strafraum der Lehrer fest, doch durch die vielbeinige Abwehr war zunächst kein Durchkommen. Nach dieser Anfangsoffensive griff die taktische Marschroute von Spielführer Bernd Knecht immer besser, die Raumaufteilung klappte und so wagte die Lehrermannschaft auch erste zaghafte Besuche in der gegnerischen Hälfte. Noch zu ungenaues Passspiel machte jedoch alle Angriffsversuche zunichte. Immerhin sprang in der 10. Minute der erste Eckball für die Lehrer heraus, der aber keine Gefahr brachte.Gerade, als es schien, dass sich die Lehrer etwas Luft verschaffen könnten, fiel in der 12. Minute das 1:0 für die Abiturienten. Stefan Zühlke lief auf der linken Seite seinem Gegenspieler auf und davon, flankte scharf nach innen, won Andreas Zischler keine Mühe hatte, den Ball im Netz unterzubringen. Eine Bogenlampe von Nico Steinle überraschte Torhüter Löw in der 21. Minute. Aus 35 Metern senkte sich der Ball, der wohl als Flanke gedacht war, mit erheblicher Windunterstützung zur Überraschung aller ins Tor.

Ebenso überraschend hatten zwei Minuten später die Lehrer ihre erste Großchance zum Anschlusstreffer. Nach einem Einwurf setzte Heinz, von weiblicher Abwehrpower bedrängt, den Ball aus zehn Metern knapp neben das Tor. Einmal "Blut geleckt" wollten die aufopferungsvoll kämpfenden Pädagogen mehr. Nach einem feinen Sololauf von Lähner parierte Torhüter Jonathan Ziegler dessen Schuss reaktionsschnell. Das gleiche Spiel eine Minute später und wieder war Ziegler der Sieger. Nach dieser Auszeit verstärkten die Abiturienten wieder ihre Angriffsbemühungen, blieben aber ohne klare Torchancen.

Die Einfallslosigkeit wurde von den Lehrern in der 30. Minute gnadenlos bestraft. Ein herrlicher Konter brachte den verdienten Anschlusstreffer. Über Bisterfeld, Knoll und Heinz kam der Ball zu Ivan Cvetkovic, der den Ball aus kurzer Distanz nur noch ins leere Tor schieben musste. Die Abiturienten reagierten mit wütenden Angriffen, verzettelten sich dabei aber zu sehr in Einzelaktionen, die die von Stefan Zäh gut organisierte Abwehr der Lehrer vor keine allzu großen Probleme stellte. Lediglich Standartsituation brachten Gefahr für das Tor der Lehrermannschaft, doch Löw konnte Kopfbälle von David Krach und Andreas Schmutterer nach Eckbällen aus kürzester Distanz glänzend parieren. Kurz vor der Halbzeit hatte Lähner sogar noch die Chance zum Ausgleich, doch er scheiterte freistehend vor dem ebenso glänzend postierten Tormann Ziegler. Statt dessen fiel unmittelbar vor dem Pausenpfiff dann doch noch das zu diesem Zeitpunkt dem Spielverlauf nicht ganz entsprechende 3:1. Andreas Schwarzländer ließ Löw wieder mit Windunterstützung mit einem strammen Weitschuss keine Abwehrchance.

Alle Hoffnungen und taktischen Finessen, die die Lehrer nach einer intensiven taktischen Besprechung in der Pause gehegt und sich ausgedacht hatten, waren schnell Makulatur. Die Abiturienten nutzen ihre Lufthoheit im gegnerischen Straufraum und Schwarzländer köpfte wieder nach einem Eckball zum 4:1 ein. Wer jetzt einen Einbruch bei den Lehrern erwartet hatte, sah sich aber getäuscht. Sie stemmten sich weiterhin mit großem Einsatz gegen die jugendliche Übermacht. So plätscherte das Spiel in der Folgezeit ohne große Höhepunkte dahin, weil sich beide Mannschaften weitgehend neutralisierten. Hellwach war Torhüter Löw bei einem Freistoßhammer von Krach und bewies mit einer Glanzparade seine Qualitäten auf der Linie. Wie aus dem Nichts fiel in der 70. Minute das 5:1. Lars Pusewey schob den Ball nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld seelenruhig ins rechte untere Eck. Aber auch jetzt ergaben sich die Lehrer nicht in ihr Schicksal, sondern kämpften mutig gegen ein drohendes Debakel an. Allen voran Lähner, der der Abwehr der Abiturienten ein ums andere Mal entwischte. Nach einem unwiderstehlichen Sololauf des Stürmers vergab Knoll noch die Möglichkeit zur Ergebnisverbesserung, doch in der 80. Minute machte es Lähner dann ganz alleine. Er überlief die gesamte Abwehr und schob überlegt zum 2:5 ein. Ein mehr als verdienter Treffer. In den letzten Minuten passierte nicht mehr allzuviel. Beide Teams sehnten den Schlusspfiff in dieser überaus fairen, verletzungsfreien Partie herbei, deren Ergebnis den wahren Spielverlauf nichts ganz korrekt widerspiegelt.

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