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"Das Abitur ist ein Sprungbrett in die Zukunft!"

85 Abiturientinnen und Abiturienten erhielten am A-E-G ihre Reifezeugnisse

 

"Ein Schiff ist im Hafen sicher, aber es ist nicht gebaut im Hafen zu bleiben", dieses Zitat von William G.T. Shedd  wählten sich die Abiturienten des Albrecht-Ernst-Gymnasiums für ihren ökumenischen Gottesdienst, der am Beginn ihrer feierlichen Verabschiedung stand. Mit der anschließenden Überreichung der Reifezeugnisse im Rahmen eines Festaktes im Barocksaal des fürstlichen Schlosses wurden dann die 85 Absolventen offiziell aus dem Albrecht-Ernst-Gymnasium entlassen.

"Mit dem heutigen Tag ist die Zeit gekommen, hinaus zu gehen in das offene Meer des Lebens. Ich wünsche Ihnen Gottes Segen, dass Sie das, was Sie gelernt haben, einsetzen und anwenden können", gab Stadtpfarrer Ulrich Manz in seiner Begrüßung den Absolventen mit auf den Weg. Pfarrer Paul Sattler ging in seiner Predigt auf die biblische Geschichte von der Stillung des Sturms ein. "Mit Jesus auf dem Meer des Lebens unterwegs sein bedeutet nicht, dass alles problemlos geht, es können auch Stürme kommen, aber es zahlt sich aus mit Glauben und Vertrauen den Weg mit Gott zu gehen“ versicherte Sattler den Abiturienten.

Mit dem intensiven Power-Rock Stück „Today“ eröffnete das Schulorchester unter Leitung von Günter Simon den Festakt im prunkvollen Barocksaal des fürstlichen Schlosses.

In Vertretung S.D. Fürst Albrecht zu Oettingen-Spielberg begrüßte Domänendirektor Christian Wippermann die Festgäste. Er gratulierte den Abiturienten zur Erlangung der Reifezeugnisse und gab ihnen den Rat: "Seien Sie offen und ziehen Sie in die Welt hinaus, aber tragen Sie ihre Heimat immer im Herzen!"

Eine entsprechende Bitte richtete auch MdL Wolfgang Fackler an die Absolventen: „Vergesst eure Heimat nicht, denn wir brauchen euch im beruflichen und im gesellschaftlichen Bereich um das hohe Niveau, das wir im Landkreis erreicht haben, auch halten zu können“, und er riet ihnen „habt Mut zu Entscheidungen, wenn nötig auch gegen Widerstände, hört auf euer Herz und euer Bauchgefühl.“

Mit dem Coldplay Song „Viva la vida“ leitete das Schulorchester schwungvoll zur Rede von Schulleiterin Claudia Langer über.

„Es gibt viele Möglichkeiten, wie man das Ende der Schulzeit sehen kann: etwa wie beim Fußball: Schlusspfiff, das Spiel ist aus! Keine Verlängerung und kein Nachspiel! Oder aber: Wir setzen einfach einen Punkt, einen Schlusspunkt. Aus – vorbei! Nie wieder Schule!. Sie werden aber bald merken: das war kein Schlusspunkt - der 27.6.2014, sondern eher ein Doppelpunkt, denn es kommen neue Herausforderungen auf Sie zu: das Studium oder die Ausbildung“, gab die Schulleiterin in ihrer Rede zu bedenken und zitierte den englischen Politiker Harold Macmillan mit dem Satz: „Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein, nicht ein Sofa.“ Bei allem berechtigten Stolz auf die erreichten Leistungen, immerhin haben zwei Abiturienten das Traumergebnis 1,0 erreicht, bei 27 stehe die Eins vor dem Komma und bei 45 die Zwei, sei es dennoch wichtig, den richtigen Zeitpunkt zum Absprung für neue Herausforderungen nicht zu verpassen. „Dazu wünsche ich Ihnen den nötigen Mut und sollten Sie sich verschätzen und eine unsanfte ‚Bauchlandung‘ drohen, hoffe ich für Sie, dass Sie von einem Schutzengel – in welcher Gestalt auch immer sich dieser zeigt – rechtzeitig aufgefangen werden. Sie hoffe, so Langer weiter, dass alle am Albrecht-Ernst-Gymnasium für ihre weitere Lebensreise richtig vorbereitet, mit den entsprechenden Kompetenzen und den notwendigen Qualifikationen ausgestattet worden seien und gab ihnen einige Ratschläge mit auf den Weg: Gehen Sie unbeirrt Ihren eigenen Weg und bleiben Sie sich immer selbst treu! Haben Sie den Mut zu Veränderungen! Ergreifen Sie Chancen, die sich Ihnen bieten! Haben Sie Vertrauen zu sich selbst! Steigen Sie ‚heldenhaft‘ durchaus auch auf ein höheres oder sogar hohes Sprungbrett! Bekennen Sie Farbe! Schauen Sie nicht weg, wenn Unrecht geschieht! Übernehmen Sie soziale Verantwortung und mischen Sie sich ein! Wir sind nämlich nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Zum Schluss wünschte Sie den Abiturienten für Ihr privates Leben echte Zufriedenheit, Freude und viele glückliche Stunden, vor allem aber auch Gesundheit und Gottes Segen!

Nach dem originellen und unterhaltsamen Pizzicatostück „Plink, Plank, Plunk!“ von Leroy Anderson, gespielt vom Schulorchester wurden zahlreiche Abiturienten für besondere Leistungen geehrt. Den Preis des fürstlichen Hauses für das beste Abitur mit dem bestmöglichen Notendurschnitt von 1,00 überreichte Christian Wippermann im Namen S.D. Fürst Albrecht an die Abiturienten Lukas Müller und Nora Mayer und gratulierte beiden herzlich zu dieser großartigen Leistung.

Für den Elternbeirat gratulierte der Vorsitzende Manfred van Rinsum den Abiturienten und bestätigte ihnen: „Sie haben Spuren hinterlassen, dafür zollen wir Ihnen unseren Respekt!" Anschließend überreichte er den Preis des Elternbeirates für das zweit- und drittbeste Abitur an Marina Schmid und an Katharina Bahl, die die Noten 1,10 bzw. 1,30 erreicht haben.

"Sie können stolz sein auf Ihre Leistungen!", versicherte Reinhold Bitter, der in Vertretung von Landrat Stefan Rößle die Glückwünsche des Landkreises Donau-Ries überbrachte. Auch er betonte, wie wichtig es für die Region sei, dass „Sie eines Tages hierher zurückkommen und Verantwortung übernehmen.“  Anschließend zeichnete er für den „Industrie- und Wirtschaftsförderverband Donau-Ries e.V" zusammen mit Marktbereichsleiter Gerhard Abtmayr für die Sparkasse Oettingen  Marina Schmid, Sandra Kleemann, Franziska Wiesinger und Elena Czeschner als Preisträger aus. Sie haben als Team die Online-Schülerfirma „Fashion star for you“ gegründet und damit eine herausragende Geschäftsidee erfolgreich in die Tat umgesetzt.

Für die Raiffeisen-Volksbank Ries eG gratulierte der Vorstandsvorsitzende Helmuth Wiedenmann den Abiturienten. „Es ist an Ihnen, die Welt nach dem Abitur zu gestalten“, forderte er sie auf  und überreichte anschließend einen Preis an einen Absolventen, der bereits höchst erfolgreich gestalterisch tätig war. Florian Dumberger erhielt die Auszeichnung für seinen herausragenden Entwurf eines Amphitheaters im Rahmen des P-Seminars „Schulhausgestaltung“.

Den Preis des „Fördervereins ehemaliger Schüler und Freunde des A-E-G" erhielt Christian Lang aus den Händen des zweiten Vorsitzenden Marco Hüttinger für seinen interessanten Entwurf eines neuen Oberstufengebäudes ebenfalls im P-Seminar „Schulhausgestaltung“.

Für ihre herausragenden Leistungen im Fach Latein überreichte Manfred Pausch den Preis der Elisabeth-Saal-Stiftung an Lukas Müller und Charlotte Scheible.

Den Preis der Deutschen Mathematikervereinigung für die besten Leistungen im Fach Mathematik übergab Ralf Klotz an Lukas Müller und Marina Schmid und Claudia Langer ehrte Jonas Eisen mit dem Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für seine herausragenden Ergebnisse in Physik.

Persönlich und im Namen der Stadt Oettingen gratulierte Bürgermeisterin Petra Wagner den Abiturienten zu ihrem großartigen Ergebnis. "Das Abitur bestanden zu haben ist etwas Großes", versicherte sie den Absolventen und rief sie auf, sich in der Gesellschaft zu engagieren, sich ehrenamtlich einzubringen. „Zeigt euch eurer vielen Talente würdig und entwickelt euer Gespür für moralische Fragen!" Für ihr großes sportliches Engagement und herausragenden Erfolge, mit der sie ihre Heimatstadt Oettingen auch überregional als Aushängeschild vertreten hat, überreichte sie den "Bürgermeisterpreis" an Chiara Schuster.

Im Namen der SMV bedankten sich die Schülersprecher Inca Heinlein, Yvonne Schittenhelm und Philipp Vogelgsang bei ihren Vorgängern Magdalena Schmidkunz, Corinna Werner, Stefan Kuhn, Elena Maier, Nora Mayer, Charlotte Scheible und Aaron Koller für deren langjähriges Engagement.

Nach der sehr ausdrucksvollen Interpretation des Stückes  „Forrest Gump“ von Alan Silvestri durch die Abiturientin Julia Bräunling am Flügel drehte der Abiturient Lukas Müller in seiner Rede die Uhren noch einmal ins Jahr 2006 zurück und erinnerte an den 13. September und den Beginn der „neuen Ära“ am A-E-G. Er rief verschiedene Höhepunkte, wie verschiedene Schulfahren oder den Skikurs ins Gedächtnis zurück und betonte den stetig wachsenden Zusammenhalt innerhalb des Jahrgangs, der auch durch zahlreiche außerunterrichtliche Aktivitäten und Feiern gestärkt wurde. Schließlich dankte er im Namen aller Abiturienten den Menschen, die in und außerhalb der Schule mitgeholfen haben, dass diese „Ära“ nun erfolgreich abgeschlossen werden konnte.  Wichtig sei aber auch, was nach acht Jahren A-E-G bleibt: “Wir haben gelernt selbstständig zu denken: Selbst wissenschaftliche Texte zu verfassen,  selbst aus komplexen Sachverhalten einfache Rechnungen zu machen, uns unsere eigene Meinung über das politische Geschehen zu bilden. Geholfen haben uns dabei die antiken Freidenker, worin der eigentliche Sinn humanistischer Gymnasien auch heute noch liegt. Aber auch die modernen Fremdsprachen verhelfen uns zu einer Weltoffenheit und einem Verständnis fremder Kulturen, von der unsere Vorfahren nur träumen konnten“, fasste der Abiturient zusammen. Auch, wenn alle nun verschiedene Wege gehen, „wird uns immer eines verbinden: Die Erinnerung an 8 unvergleichliche Jahre Schule. Und die Gewissheit: Wir sind selbstbestimmte Wesen, denen niemand etwas aufzwingen kann.“

Nach meditativen Gedanken von Gerhard Enzelberger erhielten die Abiturienten unter dem Beifall der Anwesenden dann ihre Reifezeugnisse überreicht. Neben dem Zeugnis bekamen sie die schon traditionelle Schultüte des Elternbeirates, deren Inhalt sie immer an ihre Zeit am A-E-G erinnern wird.

In den festlichen Rahmen der Feier passte auch der musikalische Abschluss. Virtuos präsentierte sich bei Johann Sebastian Bachs berühmter „Badinerie“ “ aus der h-Moll-Suite die Abiturientin Anna Schuster als Solistin, begleitet von einem Orchester aus Mitabiturientinnen. Sie setzten damit den glanzvollen Schlusspunkt unter die eindrucksvolle Feier, die dann beim Abiturball ihre Fortsetzung fand.

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