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Comenius goes Scotland: Das A-E-G zu Gast in den schottischen Highlands

Finales Comeniustreffen „Konflikt und Konsens“ in Mallaig, Schottland vom 14.6-20.6.2015

 

Samstag

Am ersten Tag flogen wir, eine sechsköpfige Schülergruppe in Begleitung von Frau Niegisch und Herrn Hüttinger, mit Lufthansa von München nach Glasgow. Dort unternahmen wir zuerst eine von unserer Partnerschule, der Mallaig High School, organisierte abendliche Stadtrundfahrt und aßen danach im Erlebniszentrum Braehead (mit Indoorskipark) zu Abend, bevor wir im Glasgow Youth Hostel die Nacht verbrachten.

Sonntag

Heute besuchten wir die interessante Glasgow Art Gallery (im Kelvingrove Park) und das neue Transportmuseum an der Riverside, das 2013 zum europäischen Museum des Jahres gewählt wurde. Den Nachmittag verbrachten wir auf dem indischen Mela-Festival und lernten dabei den multikulturellen Hintergrund der Arbeiterstadt Glasgow kennen. Am späten Nachmittag machten wir uns dann endlich auf den Weg zur nordwest-schottischen Hafenstadt Mallaig, dem größten Garnelenumschlagplatz Europas. Unterwegs eröffnete sich uns zum ersten Mal die volle Pracht der Highlands. Wir durchquerten die wild-idyllische Einöde des Rannoch Moor, wo wir uns zusammen mit unseren inzwischen eingetroffenen portugiesischen und polnischen Partnerschülern zum Gruppenfoto vor dem Berg Buchaille Etive Mor versammelten. Anschließend bestaunten wir das schönste Tal Schottlands, Glencoe. Nach einem guten Pub-Dinner in Lochailort kamen wir dann endlich nach einer etwa dreieinhalbstündigen Fahrt in Mallaig an.

Montag

Heute versammelten sich alle teilnehmenden Schüler aus den Partnerschulen an der Mallaig High School. Der Tag startete mit der Vorstellung der Partnerschulen (Deutsche Schule zu Porto, Lyzeum Kozieglowy, Mallaig High School, Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen) und einer Zusammenfassung der bisherigen Projekt-Treffen in Oettingen (Februar 2014), Porto (September 2014) und Kozieglowy (Februar 2015). Anschließend leiteten wir Oettinger Workshops für die anderen Schüler, die wir in den Wochen und Monaten zuvor im Wahlkurs „Europa diskutiert“ unter der Leitung von Frau Glaser und Frau Gruber-Stöcklein erarbeitet hatten. Am Abend unternahmen wir mit unseren schottischen Austauschschülern noch eine kleine Tour durch den Fischerort Mallaig.

Dienstag

Heute recherchierten wir in Gruppen – aufgeteilt in englische und deutsche Debattenteams – Informationen, aus denen wir Argumente für die finalen Debatten am Donnerstag herausarbeiteten. Mittags, nachdem einige Wagemutige auch das schottische Nationalgericht Haggis probiert hatten, fuhren wir alle gemeinsam mit dem Bus nach Fort William, dem touristischen Zentrum der schottischen Highlands, und besichtigten dort die Distillery „Ben Nevis“. Anschließend erklommen wir mit Gondeln den höchsten britischen Berg Ben Nevis, wo wir leider aufgrund des starken Nebels nur eine halbe Stunde verbrachten.

Mittwoch

In Gruppenarbeit ebneten wir am Morgen den Weg zur finalen Debatte. Mittags fuhren wir mit einem Boot zu der sonst unzugänglichen, abgeschiedenen und wunderschönen Halbinsel Knoydart, auf der wir in international gemischten Teams auf Schatzsuche gingen. Wir bahnten uns durch internationale Zusammenarbeit unseren Weg durch Berge, Bäche, Wald und Wiesen, bis wir uns schließlich an der Gemeindehalle des hübschen Dörfchens Inverie trafen. Abends fand eine kleine Hausparty im Hostel der Polen statt, wo wir begannen, singend und tanzend Freundschaften zu schließen.

Donnerstag

Heute war der große Tag des Diskutierens gekommen. Zuerst fuhren mit einer Fähre von Caledonian MacBrayne zur Isle of Skye, einer großen schottischen Insel, wo wir in der gälischen Universität Sabhal Mor Ostaig erwartet wurden. Gälisch ist eine in nur noch wenigen Teilen Schottlands gesprochene keltische Sprache. Die Uni hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Sprache vor dem Aussterben zu bewahren, und wird durch die schottische Regierung in diesem Unterfangen stark unterstützt.

Zuerst fand die englische Debatte zum Thema „Should pupils and teachers be friends on social media?“ statt, danach die deutsche Debatte zum Thema „Sollte aktive Sterbehilfe in Deutschland legalisiert werden?“ Nach den gelungenen Debatten, an der Vertreter aller Partnerschulen aktiv teilnahmen und die von unserem Oettinger Team auch gefilmt wurden, machten wir uns zusammen wieder auf den Rückweg auf das schottische Festland.

Freitag

Am letzten gemeinsamen Tag übten wir zusammen einen Comenius-Song ein, den wir anschließend vortrugen. Es folgte eine Vorstellung von typischen Songs der jeweiligen Länder. Nach dem Lunch in der Kantine der Mallaig High School brachten uns die Schotten traditionelle Tänze, genannt Ceilidh dances, bei, an denen wir alle mit vollem „spirit“ teilnahmen.  Am Abschiedsabend fand ein Barbecue am Strand Camusdarach Beach  - einem der schönsten Sandstrände Großbritanniens - statt, wo es gute Musik, herzhaftes Essen und aufregende Highland-Games gab. Bei der großen Verabschiedung am Ende des Abends wurden nicht nur Adressen und Telefonnummern ausgetauscht – es flossen auch Tränen. Viel zu früh war unsere Woche in Schottland zu Ende.

Samstag

Rückfahrt nach Glasgow und Heimflug!

 

Euer Oettinger Comenius-Team

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