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"Aufstehn, aufeinander zugehn!"

"Gemeinschaft in Vielfalt" war Thema des ökumenischen Pfingstgottesdienstes

 

Es war ein herrliches Bild, das sich da im oberen Pausehof am letzten Schultag vor den Pfingstferien bot. Die Sonne strahlte, der Himmel wolkenlos blau und alle Schülerinnen und Schüler feierten mit ihren Lehrerinnen und Lehren den am A-E-G schon seit vielen Jahren traditionellen ökumenischen Pfingstgottesdienst. Eine Gruppe von Jugendlichen hatte zusammen mit Pfarrer Paul Sattler den Gottesdienst vorbereitet und alle waren eingeladen darüber nachzudenken, was der Geist Gottes heute unter uns bewirken will und auch kann.

"Einander annehmen, so wie wir sind, jeder in seiner von Gott gewollten Individualität, eine Gemeinschaft, die Vielfalt ermöglicht", waren die Grundgedanken, die durch Lieder, Texte und Gebete formuliert wurden. Das bedeutet, immer wieder neu:  "Aufstehn, aufeinander zugehn." Im gleichnamigen Lied wurden die wichtigen Aussagen der Pfingstbotschaft ebenso musikalisch ausgedrückt, wie im aktuellen Chartbreaker "Take me to church", das Moritz Fackler, begleitet von der A-E-G-Gottesdienst-Band, gesanglich beeindruckend interpretierte. Auch dieses Lied, das bei so manchem Gänsehautfeeling erzeugte, wirbt für Toleranz, Nächstenliebe und Verständnis, wie Saskia Kleemann vom Vorbereitungsteam deutlich machte. "Erfülle uns, Heiliger Geist", lautet der Titel des Bildes von Stefanie Bahlinger, das jeder Gottesdienstteilnehmer erhalten hatte. "Zur Zeit des Neuen Testamentes entstand durch das Pfingstereignis das, was wir heute Kirche in ihrer Vielfalt nennen. Und was bedeutet es heute?", fragte Pfarrer Sattler, der die Schüler und Lehrer einlud, über die Aussage des interessant gestalteten Bildes nachzudenken. Es zeigt sechs verschiedene Gesichter. Sie schauen einander an. In ihren Gesichtern erkennt man unterschiedliche Zeichen, Noten und Zahlen, eine alte Handschrift, Texte in anderen Sprachen. Musik, Mathematik, Wirtschaft, Geschichte, Sprachen: Die Welt wird bereichert durch die Vielfalt. Zwischen den Gesichtern erkennt man die Form eines Kelches, der durch die Gesichter umschrieben ist. Ein Hinweis auf das Abendmahl der Christenheit, wozu alle trotz oder vielleicht auch gerade wegen ihrer Unterschiedlichkeit eingeladen sind.  "Die Pfingstgeschichte will uns aufzeigen, dass ein Verstehen untereinander trotz der Verschiedenheit der Menschen und Völker möglich ist", machte Pfarrer Sattler deutlich. "Der Schlüssel dazu ist die Liebe. Zwischen Völkern, in der Familie und auch im Schulalltag prallen oft Gegensätze aufeinander. Wo die Liebe fehlt, ist auch kein Verständnis möglich. Aufeinander zugehen, auch eigene Fehler einzugestehen, nur so kann Gemeinschaft gelingen," formulierte er weitere Gedanken und er nannte ein aktuelles Beispiel der AH Fußballmannschaft aus Oettingen, die ein Spiel gegen eine Mannschaft von Asylsuchenden organisiert hat. "Der Heilige Geist ruft uns auf, auch die kleinen Schritte in unserem Leben zu tun, damit wir Verständnis, Verstehen und gelingende Gemeinschaft in Vielfalt ermöglichen und erleben".

Ein besonderes Zeichen zur Veranschaulichung dieser Gedanken hatte sich das Vorbereitungsteam anschließend ausgedacht. Mit Körben, gefüllt mit einer Vielfalt an  Brotsorten, Vollkorn-, Misch-, türkisches- oder Brot aus Siebenbürgen, gingen Schülerinnen und Schüler durch die Reihen und alle teilten die Gaben miteinander. Symbolisch gelebte Gemeinschaft in Vielfalt, die immer wieder neu im Alltag Realität werden soll.

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