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Anfangen, Menschen zu sein!

Open-air Pfingsgottesdienst bei strahlendem Sonnenschein

"Unsere Welt braucht Menschen!", so lautete das Thema des diesjährigen Pfingstgottesdienstes am A-E-G. "Es gibt mit 7 Milliarden doch genügend Menschen auf der Erde", mag sich mancher der Schüler gedacht haben, die sich bei herrlichem Wetter im oberen Pausehof der Schule versammelt hatten. Dem Vorbereitungsteam um Pfarrer Paul Sattler ging es aber nicht um die Zahl, sondern die Qualität des Menschseins. Zwei Schülerinnen machten dies mit folgendem Text deutlich:

Trotz der 7 Milliarden
Viel zu wenig Menschen.

Unsere Welt braucht Menschen,
deren Ja ein Ja
und deren Nein ein Nein ist.

Unsere Welt braucht Menschen,
die ein offenes Wort riskieren,
wenn anderen ein Unrecht geschieht.

Unsere Welt braucht Menschen,
die lieber hergeben als kassieren.

Trotz der 7 Milliarden
Viel zu wenig Menschen.

Unsere Welt braucht Menschen,
deren Hoffnung andere trägt
und zum Leben erweckt.

Unsere Welt braucht Menschen,
damit die Zukunft menschlicher wird.

Wir brauchen Menschen,
die nicht immer sagen.
die anderen sollen etwas tun.

Lasst uns anfangen,
Menschen zu sein!

Was wahres, vom Geist Gottes "begeistertes" Menschsein konkret, auch für uns in unserem Miteinander in der Schule bedeutet, machte Syren Meierhuber mit einem sehr nachdenkenswerten, selbst verfassten Gedicht deutlich und auch die Lieder "Wo Menschen sich vergessen..." oder "Ubi caritas.." waren bewusst gewählt um die Gedanken auch musikalisch zu unterstreichen.
"Der Geist Gottes, der nach Jesu Himmelfahrt die Nähe Gottes zu den Menschen ermöglicht, will uns Flammen der Liebe in unseren Herzen entzünden", meinte Pfarrer Sattler und zündete symbolisch einige Fackeln an. "Leider ist es wie im wahren Leben", deutete er das Erlöschen einer der Fackeln, "wir Menschen hören die Botschaft, wissen was Gut und Böse ist, nehmen uns auch vor zu handeln wie der barmherzige Samariter, aber manche vergessen es bald wieder oder die Verlockungen der Welt sind stärker:"
Obwohl in der Gesellschaft das Weihnachtsfest und das Osterfest weit größere Bedeutung haben, macht das Pfingstfest doch die Konsequenzen der beiden Feste deutlich. Gott wird Mensch, leidet, stirbt und überwindet den Tod und befreit uns so zum Handeln im Geist Jesu. Dies sollte die Botschaft dieses eindrucksvollen Gottesdienstes sein.

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