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„Weu Schifoan is' des Leiwandste, wos ma si nur vurstöll'n ko“

Die Skikurswoche war wieder einmal ein tolles Erlebnis!

Am Montag in´d Früh montier' i die Schi
auf unsern Bus und donn begib' i mi
in's Zillertoi oder noch St. Valentin,
weu durt auf die Berg' ob'n ham's immer an leiwand'n Schnee.

Weu i wüll Schifoan,
Schifoan, wohwohwohwoh,
Schifoan, weu Schifoan is' des Leiwandste,

wos ma si nur vurstöll'n ko.

 

so trällerten die Schüler bereits am ersten Abend in der Unterkunft in Uderns, die wir am Montag, den 9. Januar mit dem Bus aus Oettingen erreichten. Nach einer gemütlichen Busfahrt konnten wir unser Quartier im Bachmayerhof beziehen. Zügig zogen wir uns um, um schnell auf die Ski zu kommen. Bei dem Skiverleih vor Ort liehen wir uns die Ski, was schnell über die Bühne ging. Schon kurz nach 12 saßen wir im Lift zur Bergstation im großen Skigebiet Hochzillertal. Mit jedem Höhenmeter, den der Lift nach oben fuhr, lichteten sich die Wolken und die Sonne spitzte immer mehr hinter den Wolken hervor. An der Bergstation erwartete uns ein sensationelles Panorama bei strahlendem Sonnenschein. Die tiefverschneiten Bäume rundeten das Winterambiente ab. Die erfahrenen Skifahrer starteten mit Herrn Schäfer nach einem ausgiebigen Aufwärmprogramm ins Skivergnügen. Die Schülerinnen und Schüler, die das erste Mal auf Ski standen, waren bei Herrn Stillger, Frau Erhardt und Herrn Vogel in die Gruppen eingeteilt. Die ersten Geh- bzw. Gleitversuche waren ganz schön anstrengend und endeten manchmal im weichen Schnee, aber schon nach zwei Stunden konnten wir die ersten sicheren Abfahrten auf einem einfachen Hang absolvieren. Wie im Flug ging die Zeit vorbei und der erste Skitag war zu Ende. Mit der Seilbahn und dem Skibus ging es dann zurück zur Unterkunft. Dort richteten wir unsere Zimmer her, damit sie für die Zimmerolympiade fein herausgeputzt waren. Um 18 Uhr ging es dann zum üppigen Abendessenbuffet. So gestärkt trafen wir uns nach dem Essen im Gemeinschaftsraum in unserem Familienhaus und spielten miteinander. Ab acht Uhr durften wir in Gruppen die Pistenregeln als kurzes Stück aufführen. Nachdem wir so die Regeln kennengelernt hatten, durften wir noch den Film „Die Pistenteufel“ ansehen, der einen lustigen Abschluss für den Abend bildete. Um 22 Uhr lagen wir (überwiegend) mit der Decke bis zur Nase gezogen in unseren Betten. Am nächsten Morgen wurden wir mehr oder weniger sanft aus unseren Träumen gerissen, denn schon um acht Uhr war für uns das Frühstücksbuffet vorbereitet. Ausgiebig konnten wir unsere Energiespeicher auffüllen, denn schon um neun Uhr wartete der Skibus auf uns, der uns wieder ins Skigebiet brachte. In den verschiedenen Gruppen arbeiteten wir an unseren skifahrerischen Baustellen. Mit jedem Meter bergab wurden wir sicherer und schon die ersten Kurven wollten uns gelingen. Langsam hatten wir den Eindruck, dass nicht mehr der Ski uns, sondern wir den Ski kontrollierten. Die Fahrt mit dem Schlepplift entpuppte sich als machbare Aufgabe und auch die steileren Lifte konnten wir sturzfrei überwinden. Mittags verspeisten wir unsere Marschpackerln auf der Hütte und der ein oder andere genoss bei bestem Sonnenwetter den Kaiserschmarrn mit dem Gericht angemessenen Ausblick. Stolz konnte der erste volle Skitag abgeschlossen werden und die Hänge schienen nicht mehr unbezwingbar. Nach dem Abendessen verteilten wir uns in Gruppen und spielten nach Herzenslust verschiedenste Spiele mit unseren Mitschülerinnen und Mitschülern spielen. Zwischendurch sorgten Herr Stillger und Herr Schäfer für eine schöne musikalische Untermalung. Am dritten Tag verfeinerten wir unsere skifahrerischen Fähigkeiten im Kreislaufbetrieb, wobei die erfahrenen Skifahrer den unerfahreneren als Hilfslehrer zur Seite standen. Mittags konnten wir wieder den Hüttenzauber erleben und abends wartete in der Unterkunft das üppige Buffet auf uns. An diesem Tag entwickelten Herr Stillger und Herr Vogel im Aufenthaltsraum eine neue Sportart, die Wohnzimmerball genannt wurde. Erst spielten das tischtennisähnliche Spiel nur die Lehrer, aber schnell sprang der Funken dieses Spiel auch auf uns Schüler über. Als unbezwingbares Doppel entpuppten sich Frau Erhardt und Herr Schäfer, die alle Herausforderer besiegen konnten. Nach dieser sportlichen Herausforderung wollten wir wieder miteinander Spiele spielen, denn das hat uns am Vorabend großen Spaß bereitet. Eine Gruppe sang und musizierte mit Herrn Schäfer und Herrn Stillger. Viele andere Kinder lernten das Spiel „Werwolf“ kennen. So rückte der letzte volle Skitag immer näher. Der Donnerstag begann nach dem Aufwärmen mit einem alternativen Skirennen, bei dem es nicht wichtig war, die schnellste Zeit zu fahren, sondern zwei Läufe mit der möglichst gleichen Zeit zu absolvieren, was gar nicht so einfach ist. Zimmer gegen Zimmer standen sich in diesem Wettkampf gegenüber, um wichtige Punkte für die Zimmerolympiade zu sammeln. Schon am Vortag erfuhren wir, dass am Abend ein „Bunter Abend“ mit Beiträgen von jedem Zimmer stattfinden wird. Mit großer Begeisterung überlegten wir uns schon den ganzen Tag lustige Dinge für unseren Beitrag. Die Pause auf der Hütte wurde genützt, um Ideen zu sammeln. Auch der späte Nachmittag, als wir von der Skipiste zurück waren, wurde für die Vorbereitungen herangezogen. Bereits die flüchtigen Blicke in die anderen Zimmer verrieten, dass der Abend sehr unterhaltsam werden würde. Herr Stillger moderierte auf brillante Weise den Abend und nahm uns mit von Reisen in die Welt der Tiere über Sketche aus der Woche bis hin zu musikalischen Spitzendarbietungen. Die Zeit verflog nur so und die Zeit der Bettruhe musste weit nach hinten verschoben werden. Bereits früh klingelte der Wecker am Abfahrtsmorgen, denn die Zimmer mussten geräumt werden. Mit Skioutfit bekleidet ging es zum Frühstück, um im Anschluss zügig für den letzten halben Tag auf die Ski zu kommen. Unsere gesamten Erfahrungen aus der Woche konnten wir diesmal noch einmal erproben und anwenden. Leider ließ uns das Wetterglück an diesem Tag im Stich, und ein kalter Wind mit peitschendem Schneegestöber sorgte für ein raues Bergabenteuer. Uns wurde klar, dass in den Bergen das Wetter doch sehr zügig umschlagen kann und dann die Naturgewalten recht eindrücklich sein können. Um 12 Uhr ging es dann schon wieder in Tal, wo wir unsere Ski abgeben durften. Dort wartete unser Bus bereits auf uns, der uns nach einem kurzen Zwischenstopp in unserer Unterkunft sicher nach Oettingen zurückbrachte. Dort angekommen ging eine wunderschöne Skiwoche mit tollen Eindrücken zu Ende. Für uns war es sicher nicht das letzte Mal auf Ski, denn „Schifoan is' des Leiwandste, wos ma si nur vurstöll'n ko.“

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