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„Musikalische Plätzchen serviert“

Unsere Musiklehrer Günter Simon, Petra Hanke und Referendarin Annette Böhm luden mit ihren Schülerensembles am Nikolaustag zum traditionellen Weihnachtskonzert ein.

 

„Neben dem Schnee, den wir pünktlich zum Weihnachtskonzert für Sie bestellt haben, gehören auch Plätzchen traditionell zur Weihnachtszeit. Plätzchen der besonderen Art, nämlich musikalische Plätzchen, erwarten Sie heute Abend.“ - so begrüßte Schulleiterin Claudia Langer Schüler, Eltern und Kollegen zum diesjährigen Weihnachtskonzert in der voll besetzten Aula des Albrecht-Ernst-Gymnasiums.

Und so unterschiedlich, wie das Gebäck zur Weihnachtszeit sein kann, so abwechslungsreich waren auch die Darbietungen der Schülerinnen und Schüler. Mit einem Konzert, das ein breites Spektrum - vom traditionellen Weihnachtslied bis hin zum modernen Rap - zeigte, trafen die Mitwirkenden voll und ganz den Geschmack des Publikums.

Die Streicherklasse 6a eröffnete das Konzert mit einem der beliebtesten Weihnachtslieder Lasst uns froh und munter sein. Dabei waren viele Eltern sicher erstaunt, was ihre Kinder nach einem Jahr gemeinsamen Musizierens bereits zu leisten imstande sind. Im Anschluss daran hatte die Streicherklasse 5a ihren ersten großen Auftritt, denn nach einer nur zweimonatigen Übungsphase mit den neuen Instrumenten präsentierten sie gekonnt Jingle Bells – passend zum ersten Schneefall im Dezember. Mit dem Titel Il est nè le divin enfant waren dann die 6.Klässler noch einmal gefragt.

Gemeinsam beendeten die Streicherklassen ihre Beiträge mit dem klassischen Weihnachtslied O du Fröhliche, wobei die Zuhörer zum Mitsingen eingeladen wurden. Die Ausrede, dass mangelnde Textkenntnisse das Mitsingen unmöglich mache, ließ Oberstufenschülerin Maria Stimpfle, die mit Humor durch den Abend führte, nicht gelten: „Bei so einer modern ausgestatteten Schule stellt es kein Problem dar, den Text per Beamer zu zeigen“, bemerkte sie mit einem Augenzwinkern.

Großen Mut bewiesen Laura Gail und Patricia Michel, beide aus der sechsten Jahrgangsstufe, während sie mit Nicoles Ein bisschen Frieden eine besondere Stimmung in die Aula zauberten. Dass sich leise Glockenlieder auch mit der Trompete spielen lassen, zeigte Theresa Färber, die gemeinsam mit Laura Danner am Klavier das Stück Süßer die Glocken nie klingen ertönen ließ.

Einen Exkurs in die modernere Musikrichtung wagte die Klasse 6d gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Studienreferendarin Böhm. Dabei sah man den Schülern, die mit Klangröhren den Butzelmann-Rap vortrugen, die Begeisterung für Musik förmlich im Gesicht an.

Zu einem Weihnachtskonzert gehört natürlich auch Barockmusik. Mit zwei Großmeistern dieser Epoche zauberten die Schüler dann wahrhaft festliche Stimmung in die Aula. Zunächst begeisterte das Vororchester, also die Fortsetzung der Streicherklassen, das Publikum mit drei Werken von Georg Friedrich Händel: einem Marsch aus „Judas Macabäus“, einem Menuett aus der „Wassermusik“ sowie dem Finale aus der „Feuerwerksmusik“, bevor Ludwig Burger ein wahres Feuerwerk auf der schuleigenen Steinmeyer-Orgel entfachte. Großartige Fingerfertigkeit und Fußtechnik bewies der talentierte Organist bei einem Präludium und Fuge von Johann Sebastian Bach, was die Zuhörer mit lang anhaltendem Applaus belohnten.

Dass bei Familie Burger das musikalische Talent in der Familie liegt, bestätigte auch sein Bruder Michael aus der 5. Klasse, der mit seinem Akkordeon mit dem Neapolitanischen Liedchen von Tschaikowsky eine klassische Komposition eindrucksvoll zum Besten gab.

Nachdem der Konzertabend mit den jüngsten Schülern unserer Schule begonnen hatte, waren gegen Ende des Abends die älteren Schüler an der Reihe. Carina Geiger (Q12) erweckte mit Chopins Regentropfen-Prelude am Klavier träumerische Melancholie und den Eindruck gleichmäßig fallender Tropfen. Anschließend zeigte das Flötentrio Regina Hertle, Laura Mück und Stefanie Färber – alle aus der 11. Jahrgangsstufe – mit Gloria in Excelsis Deo ihre Freude am Musizieren, bevor Miriam Richard, Anna-Lena Hauber und Lena Dietrich mit ihren Klarinetten Joplins Ragtime darboten.

Sowohl für ihren Mut als auch ihr gesangliches Können hatten sich Niklas Ebert und Simon Leonhard die Bewunderung des Publikums verdient. Selbstbewusst und mit klarer Intonation interpretierten sie das wohl bekannteste Lied der Beatles: Let it be, bevor die Big Band mit den Stücken A Holly Jolly Christmas und Jazzy Merry Christmas die weihnachtliche Stimmung aufgriff. Maria Stimpfle dankte an dieser Stelle dem Elternbeirat, der mit seiner Spende für ein Tenorsaxophon - gespielt von Annika Ott – der Big Band zu neuem, volleren Klang verhalf.

Zum Abschluss präsentierte sich das Orchester in diesem Jahr eher von seiner rockigen Seite: Rock the bells, Plink Plunk Plunk und Christmas in the Kitchen überraschten die Zuhörer. Bei letzterem Stück wurde das Orchester von vier Schülerinnen und Schülern der Klasse 6d unterstützt, die passend zum Titel des Stückes mit Haushaltsgegenständen musizierten. Lang anhaltender Applaus forderte die Zugabe, mit der das Orchester das Konzert beschloss, bevor Maria Stimpfle das Publikum verabschiedete und allen ein frohes Weihnachtsfest wünschte.

Das Konzert in Bildern...