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„Gut gelaunt und farbenfroh“

So lautete das Motto der Schüler aus den Klassen 5a und 5c, die in Füssen auf den Spuren König Ludwigs wanderten

 

Zu Beginn der Woche wurden die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5c mit ihren vier Begleitlehrern Frau Böckler, Herr Wenzel, Herr Vogel und Frau Zettler in Füssen leider von strömendem Regen begrüßt, der die Wanderer auch am nächsten Tag noch auf ihrem Ausflug begleitete. Trotz Regenmäntel, Schirm und nassen Schuhen ließen sich die Kinder die Stimmung aber nicht verderben und starteten gut gelaunt zur Stadtrallye, bei der es darum ging, die Innenstadt und die Geschichte der Stadt kennenzulernen. Einheimische wie auch Touristen halfen den Mädchen und Jungen mit hilfreichen Tipps beim Erkunden der Stadt. Danach konnten die Schüler ihre Zimmer beziehen und nach einigen Kämpfen mit Leintüchern und Bettwäsche, wurde der ein oder andere von Herrn Wenzel in die Kunst des Bettenüberziehens eingeweiht. Abends stärkten sich die Kinder mit Schnitzel, Kartoffel und frischem Salat, bevor es mit der Zimmerolympiade weiterging. Einfallsreiche Namen wie „Das verwunschene Schloss“ oder „Die Bergzwerge“ zierten die Zimmertüren und blieben für die restliche Woche die Gruppennamen der Kinder. Schon am ersten Abend konnten einige Schülerinnen und Schüler drei Sterne für das ordentlichste Zimmer abstauben, wobei alle entsprechendes Bestechungsmaterial in Form von Süßigkeiten bereitlegten. Am Dienstag war es dann soweit und die Kinder lernten König Ludwig und seine Gemächer auf Schloss Neuschwanstein kennen. Beeindruckt von der Pracht des Schlosses und dessen Inventar fragten die Kinder den Schlossführer Löcher in den Bauch, der diesen mit vielen Anekdoten weitere Einblicke in vergangene Zeiten bot. Neben dem kulturellen Programm, dem Schloss Neuschwanstein,  dem Hohen Schloss zu Füssen, den Burgruinen von Eisenberg und Freyberg, kam auch das Naturerlebnis nicht zu kurz. Die Schülerinnen und Schüler der 5a und 5c lernten bei Wanderungen auf dem Alpenrosenweg und im Walderlebniszentrum das schöne Allgäu kennen, das sie dann vom Tegelberg aus in 1070m Höhe noch einmal von oben betrachten konnten. Bei der Besichtigung der Käserei in Lehern erfuhren die Kinder Interessantes über die Herstellung von Edamer und Bergkäse, den sie im Anschluss an die Führung auch probieren durften. Wenn die Schüler der 5a und 5c nicht gerade den flotten Schritten von Herrn Wenzel, der diese Gegend wie seine eigene Westentasche kennt, folgten, bereiteten die Kinder ein sehr abwechslungsreiches Programm für den „Bunten Abend“ vor, spielten Fußball, schmückten ihre Zimmer oder lernten „Schafkopf“ mit Herrn Vogel. Den letzten Abend gestalteten die Schülerinnen und Schüler dann in eigener Regie und führten neben „Wetten dass…?“, „Harry Potter“, einer Tanzeinlage und dem Zimmerwappen zeichnen auch einen Sketch und ein kurzes Theaterstück auf. Alle Schüler trugen mit ihren Ideen zu einem sehr geselligen und abwechslungsreichen letzten gemeinsamen Abend bei, bevor es dann ans Kofferpacken ging. Am Freitag ging es aber nicht auf direktem Weg zurück nach Oettingen. Der Bus mit 50 Schülern und vier Lehrern machte noch einen Stopp im Archäologischen Park Cambodunum, um die 2000 Jahre alte Stadtgeschichte der Römerstadt Kempten, die in Funden aus 120 Jahren Ausgrabungen für Besucher zugänglich gemacht wurde, kennenzulernen. Neben der Erkundung der Grundmauern von Forum und Basilika in der ersten Hauptstadt der Alpenprovinz Raetien, erfuhren die Kinder auch vieles über das Leben und den Alltag einer römischen Familie. Um sich in diese Welt besser einfühlen zu können, wurde eine typisch römische Familie nachgestellt, bei der sich einige Jungen und Mädchen mit Tunika, Toga und Paenula (Kapuzenmantel) kleiden durften. Hierbei stellte sich heraus, dass eine helfende Hand, früher in Form einer Sklavin, unbedingt notwendig war, um sich in ein vier Meter langes Gewand zu wickeln. Nach diesem Erlebnis ließen die Kinder bei Eis und kühlen Getränken noch einmal die aufregenden und abwechslungsreichen Tage in Füssen und Umgebung Revue passieren, tauschten die letzten Süßigkeiten aus, diskutierten über den oder die schönsten Ausflüge und freuten sich auf die Ankunft bei ihren Familien zuhause in Oettingen.

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