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Besonderheiten

Übertrittsbedingungen, Ausbildungsrichtungen, ...

Grundsätzliches

  • Die Wirtschaftsschule ist eine berufsvorbereitende Schule, die eine allgemeine Bildung und eine berufliche Grundbildung im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung vermittelt. (Berufsfachschule)
  • Der Unterricht ist praktisch ausgerichtet: In schuleigenen Übungsfirmen wird kaufmännische Sachbearbeitung gelernt.
  • Besonderer Wert liegt auf informationstechnischer Bildung (Textverarbeitung und Datenverarbeitung).

Formen

  • vierstufige Wirtschaftsschule im Anschluss an die Jahrgangsstufe 6 der Hauptschule, der Realschule oder des Gymnasiums; sie umfasst die Jahrgangstufen 7 - 10
  • dreistufige Wirtschaftsschule im Anschluss an die Jahrgangsstufe 7 der Hauptschule, der Realschule oder des Gymnasiums; sie umfasst die Jahrgangsstufen 8 - 10 (NICHT in Nördlingen und Gunzenhausen)
  • zweistufige Wirtschaftsschule nach der Jahrgangsstufe 9 der Hauptschule (mit Quali), der Realschule oder des Gymnasiums; sie umfasst die Jahrgangsstufen 10 - 11 - die häufigste Variante der Wirtschaftsschule für Gymnasiasten!

Ausbildungsrichtungen

Die dreistufigen Wirtschaftsschulen (Beginn mit der Jahrgangsstufe 8) führen nur die Wahlpflichtfächergruppe H

An der Wirtschaftsschule in vierstufiger Form gibt es ab der Jahrgangsstufe 8 zwei Ausbildungsrichtungen:

  • In der Wahlpflichtfächergruppe H wird die berufliche Grundbildung vertieft. Der Schwerpunkt liegt auf kaufmännischen bzw. wirtschaftskundlichen Fächern (wie z. B. Rechnungswesen, Text- und Datenverarbeitung), während das Fach Mathematik lediglich im Rahmen der Wahlpflichtfächer angeboten wird.
    Dieser Zweig eignet sich vor allem für Schüler, die später eine Berufsausbildung in einem kaufmännischen Beruf oder einen Verwaltungsberuf anstreben.
  • In der Wahlpflichtfächergruppe M wird die berufliche Grundbildung im wirtschaftlichen Bereich durch naturwissenschaftlich-mathematische Inhalte (wie z. B. Mathematik und Physik) ergänzt.
    Damit bildet diese Ausbildungsrichtung eine gute Grundlage für technische Berufe in Industrie und Handwerk, sie ist aber auch geeignet für eine Fortsetzung des schulischen Bildungswegs, z. B. an einer Fachoberschule.
  • Schüler, die eine Fortsetzung ihres schulischen Bildungsweges, etwa an einer Fachoberschule, anstreben, sollten sich für die Wahlpflichtfächergruppe M der vierstufigen Wirtschaftsschule entscheiden. Wenn sie die Wahlpflichtfächergruppe H gewählt haben oder die dreistufige Wirtschaftsschule besuchen, sollten sie das Wahlpflichtfach Mathematik belegen.
  • In der drei- und vierstufigen Wirtschaftsschule wählen die Schüler ab der Jahrgangsstufe 9 aus dem Angebot der Schulen ein Wahlpflichtfach, z. B. Übungsfirmenarbeit, Mathematik oder Französisch

Aufnahmebedingungen

Die drei- und vierstufige Wirtschaftsschule steht auch Gymnasiasten offen, wenn sie:

  • die Vorrückungserlaubnis in die der Eingangsstufe entsprechende Jahrgangsstufe erhalten haben
  • oder im Jahreszeugnis der der Eingangsstufe vorausgehenden Jahrgangsstufe des Gymnasiums in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik mindestens die Note 4 nachweisen.
  • Für die Aufnahme in die Eingangsklasse der drei- und vierstufigen Wirtschaftsschule gibt es keine Probezeit.
  • Der Eintritt bzw. die Aufnahme in eine höhere Jahrgangsstufe der drei- und vierstufigen Wirtschaftsschule setzt das Bestehen einer Aufnahmeprüfung und einer Probezeit voraus.
  • Die Aufnahmeprüfung entfällt, wenn die Erlaubnis zum Vorrücken in die nächsthöhere Jahrgangsstufe vorliegt oder das Jahreszeugnis in Vorrückungsfächern, die auch in der entsprechenden Jahrgangsstufe der Wirtschaftsschule unterrichtet werden, höchstens einmal die Note 5 aufweist und die bisherige Schule in einem Gutachten die Eignung für die betreffende Jahrgangsstufe der Wirtschaftsschule bestätigt.
  • Wichtig! Da an der Wirtschaftsschule aber zusätzliche Fächer unterrichtet werden, ist ein Übertritt in eine höhere Jahrgangsstufe immer problematisch!

Der Eintritt in die zweistufige Wirtschaftsschule ist möglich für Schüler

  • die mit Erfolg die Jahrgangsstufe 9 durchlaufen haben oder

  • die die Jahrgangsstufe 9 ohne Erfolg absolviert haben, aber im Jahreszeugnis der Jahrgangsstufe 9 in den Fächern Deutsch und Englisch mindestens die Note 4 erzielt haben.
  • Auch ein bestandener Quali (mindestens Note 3 in Englisch) berechtigt dazu!
  • die endgültige Aufnahme in die zweistufige Wirtschaftsschule ist grundsätzlich abhängig vom Bestehen einer Probezeit.
  • Eine unmittelbare Aufnahme in die Jahrgangsstufe 11 der zweistufigen Wirtschaftsschule ist nicht möglich.

Höchstaltersgrenze

Für die Aufnahme in die Eingangsstufen der drei- und vierstufigen Wirtschaftsschule bzw. in eine höhere Jahrgangsstufe gelten folgende Höchstaltersgrenzen (Stichtag: 30. Juni):

  • Jahrgangsstufe 7: noch nicht 15 Jahre
  • Jahrgangsstufe 8: noch nicht 16 Jahre
  • Über Ausnahmen von der Altersgrenze in besonderen Fällen entscheidet der Schulleiter.
  • In der zweistufigen Wirtschaftsschule gibt es keine Höchstaltersgrenze, aber - im Unterschied zur drei- und vierstufigen Wirtschaftsschule - eine Probezeit, die in der Regel bis zur Aushändigung des Zwischenzeugnisses dauert.

Zu beachten ist

  • Die 2-stufige Form ist i.d.R. sehr voll. Eine rechtzeitige (Frühjahr) Anmeldung ist unbedingt erforderlich!
  • Ein Wechsel auf die Wirtschaftsschule während des Schuljahres ist unter Umständen möglich (Gutachten des Gymnasiums nötig). Sehr sinnvoll kann dies sein in der 10. Jahrgangsstufe (Wechsel in die zweistufige Form), da so kein Jahr verloren geht.

Abschluss 

  • Der Wirtschaftsschulabschluss ist einem mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss) gleichgestellt.
  • Mit dem Wirtschaftsschulabschluss verkürzt sich die Ausbildungsdauer in einem kaufmännischen Beruf in der Regel um ein Jahr.