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Fakten 1

Grundsätzliches

Das Gymnasium vermittelt eine vertiefte allgemeine Bildung und fördert das fächerübergreifende, abstrakte und problemlösende Denken. Damit legt es die Grundlagen, die für ein Hochschulstudium oder auch eine anspruchsvolle Berufsausbildung erforderlich sind. Es bietet ein breites Fächerprogramm, das sich von sprachlich-künstlerischen über mathematisch-naturwissenschaftliche bis zu gesellschaftswissenschaftlichen Fächern erstreckt. Jeder Schüler erlernt mindestens zwei Fremdsprachen. Von den SchülerInnen wird im steigenden Maße ein hoher Arbeitsaufwand und ausgeprägtes Denk- und Abstraktionsvermögen verlangt. Das Gymnasium (G8) umfasst die Jahrgangsstufen 5 mit 12. Es baut auf der Grundschule auf, schließt mit der Abiturprüfung ab und verleiht die allgemeine Hochschulreife.

Ausbildungsrichtungen

  • Sprachliches Gymnasium: (mit der Sonderform Humanistisches Gymnasium): Am Sprachlichen Gymnasium erlernen die Schüler drei oder mehr Fremdsprachen, darunter mindestens zwei moderne Fremdsprachen,  (neusprachliche Ausbildungsrichtung). In der Ausbildungsrichtung Humanistisches Gymnasium lernen die Schüler als 3. Fremdsprache Griechisch. 
  • Das A-E-G ist ein rein sprachliches Gymnasium mit der Sprachenfolge Latein (5. Klasse), Englisch (6. Klasse), Französisch oder Griechisch (8. Klasse).

  • Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium: Vertiefte Einführung in Mathematik, Physik und Chemie
  • Musisches Gymnasium: Neben Deutsch stehen die Fächer Musik und Kunsterziehung im Vordergrund. Musik ist in allen Jahrgangsstufen Vorrückungsfach.
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium: Am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Gymnasium werden je nach Profil die Fächer Wirtschafts- und Rechtslehre sowie Wirtschaftsinformatik einerseits und Sozialkunde sowie die Sozialpraktische Grundbildung andererseits als Schwerpunkte gesetzt.

Aufnahme in das Gymnasium - der Regelfall

Wichtig: Das Höchstalter (Stichtag 30. Juni: Das Kind darf für die 5. Jahrgangsstufe noch nicht 12 sein, für höhere Jahrgangsstufen entsprechend) darf nicht überschritten sein. Über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung.

Von der Grundschule 4. Klasse bzw. 5. Klasse Hauptschule in die 5. Klasse Gymnasium

  • direkter Übertritt ("geeignet"):

    • Notendurchschnitt von 2,33 oder besser aus Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht (4. Jahrgangsstufe).
    • Es gibt kein seit dem aktuellen SJ 2008-09 kein "bedingt" geeignet mehr. Ein pädagogisches Wortgutachten entfällt ebenfalls. Es spielt also keine Rolle, in welchem der für den Übertritt relevanten Fächer D/M/HSU Ihr Kind evtl. eine Note 3 hat - auch Notenkombinationen "4-2-1" sind theoretisch möglich. Alle Schüler der Jahrgangsstufe 4 bekommen ohne Antrag ein Übertrittszeugnis ausgestellt.

    •  Als geeignet für den Besuch eines Gymnasiums gelten außerdem Schüler, denen zum Halbjahr oder zum Ende der Jahrgangsstufe 3 das Überspringen der Jahrgangsstufe gestattet worden ist.
    • Beim Übertritt aus der 5. Klasse Hauptschule / Mittelschule in die 5. Klasse Gymnasium gilt: Schüler sind geeignet, wenn sie im Jahreszeugnis in D und M mindestens einen Notenschnitt von 2,0 erreichen. Probeunterricht gibt es hier NICHT. Schüler, die sich in den sogenannten Gelenkklassen befinden, werden bei Eignung und entsprechendem Notenbild an den jeweiligen Schulen so gefördert, dass ein Übertritt auch nach der 5. Klasse möglich ist.
    • Übertritt aus der 5. Klasse Realschule in die 5. Klasse Gymnasium: siehe vorher, aber: Schnitt in M+D: mindestens 2,50, ebenfalls KEIN Probeunterricht.
  • Übertritt nach Probeunterricht

    • Sind die obigen Bedingungen nicht erfüllt, ist nach der 4. Klasse eine Aufnahme über einen erfolgreich abgelegten Probeunterricht möglich (D/M schriftlich und mündlich). Am Probeunterricht müssen auch alle übertrittswilligen Schüler aus staatlich genehmigten Volksschulen (z. B. Montessori-Schule) teilnehmen. Es gibt keine Vorgabe bezüglich eines Mindestschnittes zur Berechtigung an der Teilnahme am Probeunterricht. Hat Ihr Kind die Anforderungen knapp verfehlt, gaben wenige Noten kurz vor Aushändigung des Übertrittszeugnis den Ausschlag, trauen Sie ihrem Kind zu, dass es das Gymnasium schaffen könnte, dann ist Probeunterricht durchaus eine Möglichkeit, die man nutzen kann. Bedenken Sie allerdings, dass Probeunterricht in anderen Fällen (Noten eher weit vom Gymnasialschnitt entfernt, Kind über die gesamte Grundschulzeit eher durchschnittlich in seinen Leistungen, Kind sehr unselbständig etc.)  durchaus eine Belastung für ein KInd sein kann, gerade, wenn Mißerfolg aus verschiedenen Gründen absehbar ist.
    • Der Probeunterricht ist bestanden bei mindestens einmal Note 3 und 4.
    • NEU seit dem SJ 09/10: bei den Noten 4+4 gilt der Probeunterricht zunächst als NICHT bestanden - allerdings können die Erziehungsberechtigten entscheiden, dass das Kind denoch in die 5. Klasse Gymnasium geht - ELTERNWILLE.
    • Bayernweit werden einheitliche Aufgaben gestellt, der Probeunterricht wird von Lehrern der aufnehmenden Schule durchgeführt, Grundchullehrkräfte sind nicht beteiligt.
  • Probeunterricht nicht bestanden: Übertritt in Realschule

    • Wurde im Übertrittszeugnis ein Notendurchschnitt von 2,66 (D/M/HSK) erreicht, der Probeunterricht aber nicht bestanden, so ist der Übertritt an die Realschule nach einem Beratungsgespräch an der Realschule möglich, sofern der Schüler im Übertrittszeugnis in Deutsch und Mathematik einmal die Note 2 und einmal die Note 3 erhalten hat.
    • Ist bei einem Gesamtschnitt von 2,66 die Benotung in D/M schlechter als 2/3 bzw. 3/2, wurde aber in dem – nicht bestandenen – Probeunterricht in beiden Fächern zweimal die Note 4 erreicht, kann der Schüler ebenfalls nach einem Beratungsgespräch an die Realschule übertreten.
    • Ist das nicht der Fall, kann der Schüler noch am nachgeholten Probeunterricht der Realschule am Ende der Sommerferien teilnehmen.
  • Weitere Regelungen:

    • Jeder Eignungsnachweis gilt nur jeweils für den Übertritt zum unmittelbar folgenden Schuljahr. Es ist also z. B. nicht möglich, mit einem Übertrittszeugnis aus dem Vorjahr überzutreten.
    • Für Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache und Aussiedlerschüler, die nicht bereits ab Jahrgangsstufe 1 eine deutsche Grundschule besucht haben, kann auch bis zu einer Gesamtdurchschnittsnote von 3,33 die Eignung festgestellt werden, wenn dies auf Schwächen in der deutschen Sprache zurückzuführen ist, die noch behebbar erscheinen.
    • Die Eignung für den Bildungsweg des Gymnasiums setzt für Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache und für Aussiedlerschüler grundsätzlich die Bestätigung im Übertrittszeugnis voraus, dass der Schüler dem deutschsprachigen Unterricht folgen kann.