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Besonderheiten

Informationen zur Realschule: Ausbildungsrichtungen, Aufnahmebedingungen, Wechsel vom Gymnasium

Zur Schulart

Die Realschule umfasst die Jahrgangsstufen 5 mit 10.  Sie vermittelt eine allgemeine und berufsvorbereitende Bildung. Sie endet mit einer Abschlussprüfung (Realschulabschluss - mittlerer Schulabschluss. An der Realschule gibt es drei Ausbildungsrichtungen, die sog. Wahlpflichtfächergruppen (ab Jahrgangsstufe 7).

Ausbildungsrichtungen

An der Realschule gibt es drei Ausbildungsrichtungen, die Wahlpflichtfächergruppen I, II und III. Sie setzen ab Jahrgangsstufe 7 verschiedene Schwerpunkte im Unterrichtsangebot.

  • Wahlpflichtfächergruppe I

Schwerpunkt: Mathematisch-naturwissenschaftlich-technischer Bereich. Verstärkter Unterricht in Mathematik, Chemie und Physik. Hinzu kommt das Fach Informationstechnologie mit Technischem Zeichnen. Die Gruppe dient vor allem der Vorbereitung auf einen technischen Beruf.

  • Wahlpflichtfächergruppe II

Schwerpunkt: Wirtschaftlicher Bereich. Verstärkter Unterricht in Wirtschafts- und Rechtslehre, Rechnungswesen und Textverarbeitung mit Kurzschrift. Die Gruppe bereitet vor allem auf Berufe in der Wirtschaft oder Verwaltung vor.

  • Wahlpflichtfächergruppe III:
    • Wahlpflichtfächergruppe IIIa:
      Hier liegt der Schwerpunkt auf der 2.Fremdsprache Französisch.
    • Wahlpflichtfächergruppe IIIb:
      Verschiedene Schwerpunkte in musisch-gestaltenden, im hauswirtschaftlichen oder im sozialen Bereich, entsprechend dem Angebot der Schule.
    • Realschulen im Umkreis des A-E-G:  Wassertrüdingen, Wemding, Gunzenhausen, Nördlingen 

 

Aufnahmebedingungen

Das Höchstalter - Stichtag 30. Juni: Das Kind darf für die 5. Jahrgangsstufe noch nicht 12 sein, für höhere Jahrgangsstufen entsprechend) darf nicht überschritten sein. Über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung.

  • Höchstausbildungsdauer: acht Schuljahre; für die Berechnung der Höchstausbildungsdauer zählen alle an öffentlichen oder staatlich anerkannten Realschulen, Wirtschaftsschulen, Hauptschulen (Mittlere-Reife-Klassen) oder Gymnasien verbrachten Schuljahre. Sie darf nicht überschritten sein. Die Höchstausbildungsdauer gilt auch dann als überschritten, wenn feststeht, dass der Abschluss der Schule nicht mehr innerhalb der Höchstausbildungsdauer erreicht werden kann.
  • Während des Schuljahres ist ein Wechsel nur bedingt möglich, in die 10. Jahrgangsstufe nur in Ausnahmefällen. Nötig ist ein Gutachten des Gymnasiums. Die Entscheidung trifft der Schulleiter.
  • Wer sich am Gymnasium einer Nachprüfung unterzogen hat und nicht besteht, kann noch unmittelbar nach Zustellung des Bescheides über das Nichtbestehen in die Realschule aufgenommen werden (wenn die Voraussetzungen stimmen).

 

Vom Gymnasium in die Realschule - in die gleiche Klasse

  • Der Wechsel ist  grundsätzlich möglich, solange kein Wiederholungsverbot besteht und das Höchstalter nicht überschritten wird.

 

Besonderheit A-E-G - 1. Fremdsprache Latein

  • Erfahrungswerte: sollte ein Schüler in der 6. Klasse Gymnasium Probleme haben und will an die Realschule wechseln, ist dies am Ende der 6. Klasse problemlos auch in die 7. Klasse möglich, wenn die Probleme nicht in Englisch liegen (Auskunft der Realschulen!).
  • Verlaufserfahrungen Bayern: Realschüler, die vom Gymnasium kommen, unterscheiden sich in ihren Leistungen nicht nennenswert, egal ob sie Latein oder Englisch als 1. Fremdsprache am Gymnasium hatten (Statistik Staatliche Schulberatung).

 

Vom Gymnasium in eine höhere Jahrgangsstufe der Realschule

  • Übertritt möglich bei Vorrückungserlaubnis in die nächste Jahrgangsstufe. 
  • Ansonsten ist eine Aufnahmeprüfung nötig und es gilt eine Probezeit. 
    • Die Aufnahmeprüfung entfällt, wenn das Jahreszeugnis in Vorrückungsfächern, die auch in der entsprechenden Jahrgangsstufe der Realschule unterrichtet werden, nicht mehr als einmal die Note 5 aufweist.
    • Die Aufnahmeprüfung muss nur in den Vorrückungsfächern abgelegt werden, in denen im Jahreszeugnis nicht mindestens die Note 4 erreicht wurde. 
  • Wichtig: Ab der 8. Jahrgangsstufe ergeben sich Probleme beim Übertritt durch die zusätzlichen Fächer in der Realschule. Hier muss z.T. viel nachgeholt werden!  Die Wahl der Ausbildungsrichtung ist dann sehr genau zu überlegen und eine hohe Leistungsbereitschaft ist Voraussetzung. Sinnvoller kann dann oft der Übertritt in eine Wirstshcaftsschule sein.

In jedem Fall ist eine Einzelberatung vor Ort - am A-E-G - dringend anzuraten! 

Sollten Sie und Ihr Kind mit dem Gedanken spielen, an eine Realschule zu wechseln, dann gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

  1. Gespräch mit dem Beratungslehrer am A-E-G: sie erhalten von mir alle nötigen Informationen, ich helfe ihnen bei allen offenen Fragen, letztendlich leite ich Sie an die aufnehmenden Schulen weiter, stelle Kontakte her, führe Vorgespräche (etwa: Wechsel unter dem SJ, hier trifft der Schulleiter der Realschule Einzelfallentscheidungen, meine Sicht der Sachlage könnte wichtig sein).
  2. Gespräch vor Ort an den Realschulen